Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (mrw)

Nur angemeldete Nutzer dürfen mitdiskutieren.
Diskussionsbeitrag:

Am 23.07.2008 00:14 schrieb mrw:

Ist eigentlich ein unwesentliches Thema, aber wenn Du mich schon direkt ansprichst, hier nochmals eine Antwort:

Am 16.07.2008 13:45 schrieb knuddel:
Erstens musst Du die Bibel als Ganzes sehen.

Also dann widerrufst du damit deine Aussage «Wer irgendeinem Teil der Bibel…» und korrigierst auf: «Wer in der Gesamtheit (Billanz) der Bibel…». Verstehe ich das richtig?

Nein. Was ich schrieb, stimmt schon. Du musst genau lesen und den Zusammenhang der Diskussion berücksichtigen. Ich habe extra nochmals nachgelesen, was ich denn genau schrieb.

Es ging um die Evangelien. Mit «Teil» ist also nicht ein einzelner Satz oder kleiner Teil gemeint, wie Du Dir das jetzt zurecht gelegt hast, sondern ein grosser Teil, ein ganzes Buch der Bibel, oder eben hier die Evangelien als gesamtes.


Mit «nächsten» gemeint ist nicht irgendein Mensch, sondern nur die Mitchristen. Bereits bei den Juden waren die gegenseitige Hilfe und die schonenden Gesetze nur auf die Hebräer beschränkt.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter widerspricht deiner Aussage. Dort wird recht deutlich gezeigt, dass auch Andersgläubige "die Nächsten" sein können.

Nicht wirklich, denn auch wenn nichts steht, kann man wohl davon ausgehen, dass der Überfallene ein «Nächster» im engen Sinne ist, also auch ein Nachkomme Abrahams und ein gläubiger Mitjude, und eher nicht irgendein dahergelaufener Heide.

Wenn jetzt gestanden wäre, dass ein Römer überfallen worden sei, dann wäre es ein Gegenbeispiel, aber so wohl eher nicht.


Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich habe gesehen, wie Christen nichtchristliche Freunde haben, ohne dass sie sie im Verlauf der Freundschaft zu bekehren versuchten (Zeitraum: 20 Jahre).

Ist nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme, zumindest bei gläubigen Christen (in Abgrenzung zu Taufscheinchristen).


Ich glaube auch nicht, dass irgend ein Christ einem Nichtchristen die Hölle WÜNSCHT.

Was ein Christ wünscht ist irrelevant, sein Gott tut, was er will, und dazu gehört, seine nichtgläubigen Freunde in die Hölle zu verfrachten.

Viel mehr scheinen Christen traurig zu sien, dass den Nichtchristen dieses Schicksal blüht.

Eben: Die Drohung steht.

Ausserdem haben die Christen in Europa extrem lange gebraucht, bis sie endlich widerwillig zu ihrem weichgespülten Christentum und zur Akzeptanz anderer Ansichten gezwungen wurden.

Solange die Christen das Sagen hatten, haben sie die Andersdenkenden mit Tod und Terror überzogen.

Deine Position ist geschichtsblind.


Wenn jemand Leiden geniesst, dann sind für ihn die Schmerzen etwas gutes. Subjektiv gesehen wünscht er sich also gutes. Genau so sollte er den anderen gutes wünschen.

Nur sollte er denen nicht Gutes tun, wie sich selbst, sonst tut er ihnen schlechtes.

Ein Masochist ist schliesslich auch nicht der Ansicht, dass er den anderen eine Freude macht, wenn er sie schlägt.

Wenn er von sich ausgeht («wie Dich selbst»), wie das die christliche Hauruck-Stammtisch-Filosofie fordert, dann geht er davon aus, dass er dem andern mit Schlägen eine Freude macht.

Hier können allgemeine Diskussionen zum Thema Atheismus stattfinden, die sich nicht direkt auf einen Artikel beziehen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Dies sind keine redaktionellen Beiträge! Hier melden sich die Gäste von atheismus.ch zu Wort.

Ein neues Thema starten: Neues Thema eröffnen.

Nur angemeldete Benutzer können antworten.
Seitenzugriffe seit 19.01.2009: hier: 458, atheimus.ch insgesamt: 1218635
Wiki-Verweis auf diese Seite: [[:10_diskussionsforum:00_seiten:03_argumente:010_populäre_irrtümer:04_christentum:jesus_hat_ein_vorbildliches_leben_gelebt:zzzz200801240919mrw:20080716112017_knuddel:20080716123333_mrw:20080716134536_knuddel:20080723001422_mrw:00_index]]
Nächste Seite