Atheismus in der Schweiz
Diskussion

03.10.2007 20:09 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Argumente für Gott» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 03.10.2007 20:09 schrieb mrw:

Antwort an diko: Glaubwürdigkeit der Bibel und Gottesbeweise teil 2

Meinst Du wirklich, wenn es einen Gott gäbe, mussten wir uns darüber streiten, ob die Berichte der Bibel authentisch sind? Es gibt viele gute Gründe, die Authentizität der Bibel und das Leben Jesi anzuzweifeln. Wenn Dein Gott nicht fähig ist, diese Zweifel zu beseitigen, dann ist das ein klarer Beweis dafür, dass es ihn nicht gibt. Dies ist die einzig logische Erklärung. Ein Gott, den es gibt, hätte es nicht nötig, Gelehrte über antiken Büchern sitzend um seine Existenz streiten zu lassen. Er könnte sich klar zu erkennen geben. Die Tatsache, dass er das nicht tut, ist der beste Beweis dafür, dass es den christlich- biblischen Gott nicht gibt. Das ist eine einfache, zwangsläufige und logische Schlussfolgerung. Man muss nicht über die Existenz eines Gottes streiten, den es gibt! — voilà, es gibt keinen!

Gottesbeweise Teil 2 und Cargo-Kulte

Die von mir genannten "Gottesbeweise" (teleologischer, kosmologischer etc.) können nicht widerlegt werden, weil es ja nicht wirklich Beweise sind. Es sind Indizien.

Es sind widerlegte Indizien.

Nochmals:

1) Wieso braucht Ordnung einen Gott? Wer hat Gott geschaffen?

2) Ja, dies ist ein Schwanzbeisser. Genau darum ist das Argument unsinnig. Im Gegenteil. Folgende Erklärung ist schlecht: «Ich brauche einen Gott als erste Ursache, dieser Gott ist erste Ursache.» Mit «Gott» führst Du eine unklar definierte und hochkomplexe erste Ursache ein, die wiederum nichts Neues erklärt. Ob ein hochkomplexer «Gott» erste Ursache ist, oder ob wir die erste Ursache nicht kennen, macht keinen Unterschied, ausser dass Du etwas definiert hast, was einer ganzen Theologie der weiteren Erklärungen bedarf — ohne im Problem zu helfen!

3) Er ist extrem dumm. Reine Wortklauberei. Dawkins erklärt in Richard Dawkins, «Der Gotteswahn» warum die Evolution zu Religion geführt hat. Diese Erklärung ist keine Wortklauberei.

5) Nicht alles hat einen direkten evolutionären Sin in jedem Fall. Es genügt, wenn anderen zu helfen meistens einen evolutionären Sinn macht. Und das ist zweifellos der Fall. Auch hier geht Dawkins im Detail darauf ein, falls Dir meine Zusammenfassung zu knapp ist.

6a) «Bild der Wissenschaft», Ausgabe 12/2005.

6b) Gib mir ruhig recht, wo ich recht habe, und sag es deutlich: Es gibt keine Augenzeugen, die persönlich und schriftlich die Existenz von Jesus niedergeschrieben haben. Das erste Zeugnis von Jesus wurde jahrzehnte nach seinem mutmasslichen Ableben verfasst! Die historische Faktenlage spricht sehr gegen Jesus, ganz sicher gegen einen Jesus, der Wunder vollbracht hat. Sollte es etwa möglich sein, dass einer Wunder um Wunder tut – sogar Tote auferweckt – und keiner, der es gesehen hat schreibt auch nur eine Zeile davon auf? Für die Ausbreitung des Christentum spielt es keine Rolle, ob Jesus gelebt hat oder nicht. Eine Religion wird zum Selbstläufer. An Paulus zweifelt man meines Wissens nicht, und das war ein rücksichtsloser Machtmensch, der vom Christentum enorm persönlich profitiert hat. Auch hier hat Dawkins ein schönes Beispiel von modernen sogenannten Cargo Kulten, das zeigt: Es spielt schon nach kürzester Zeit keine Rolle mehr, ob der mythologische Religionsstifter tatsächlich je gelebt hat, und wie er genau war. Wenn man nun berücksichtigt, dass jahrzehntelang nichts über Jesus aufgeschrieben wurde, ganz sicher nicht zu seinen Lebzeiten, und das zusammenbringt mit dem Wissen über Cargo Kulte, dann ist die Existenz von Jesus als wundertätiger Gottessohn extrem unwahrscheinlich und die Evangelien absolut unglaubwürdig.

6c) Es gibt nur unglaubwürdige Quellen und keine erwiesenen Taten.

6d) Sie sind höchstens besser erforscht. Aber sie sind in vielerlei Hinsicht nachweislich falsch, z.B. betreffend der Volkszählung. Ausserdem widersprechen sich die Evangelien selbst. Vergleiche mal jede Geschite in allen vier Evangelien mit den anderen uns suche die Unterschiede. Es gibt deren viele!

was wiederum ein Beleg dafür ist, dass es einzelne NT-Schriften gegeben haben mag, die sogar noch vor den 50'er Jahren im Umlauf waren.

Es gibt jedenfalls mehr als die vier Evangelien, die es zufällig in das neue Testament geschafft haben. Andere Evangelien sind z.T. noch unglaubwürdiger.

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