Atheismus in der Schweiz
Diskussion

24.09.2006 09:30 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Glaube an Gott und Glaube an Nikolaus ist dasselbe!» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.09.2006 09:30 schrieb mrw:

Was ist Liebe

Genau darum greifen Christen immer wieder zu Gewalt, wenn sie ihren Glauben verteidigen oder verbreiten. Christen haben keine Ahnung davon, was Liebe ist. Ich hoffe, dieses perverse Verständnis von Liebe wird eines Tages gaz durch die Vernunft besiegt. Immerhin ist es heute wenigstens nur noch eine Minderheit von Extremisten, die so denkt wie Du.

Deine Definition ist ja noch in Ordnung, nur trifft das nicht auf den biblischen Gott zu.

Also:

  • Es ist keine Liebe, wenn man mordet!
  • Es ist keine Liebe, wenn man den Eltern ihre Kinder tötet!
  • Es ist keine Liebe, wenn man «sein» Volk in Eroberungsfeldzüge führt, auch nicht, wenn diese gewonnen werden, denn echte Liebe denkt auch an die Verlierer.
  • Es ist keine Liebe, wenn man angeblliche «Sünden» nur vergeben kann, indem man vom eigenen Sohn (Jesus) ein Blutopfer (Kreuzigung) verlangt. Echte Liebe verzeiht ohne Menschenopfer!

Du schreibst (nach Psalm 145,17-20):

Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und treu in allen seinen Werken.

Dein Gott ist nicht gerecht, nur weil in der Bibel steht, er sei das. Er ist kein liebender Gott, egal was die Bibel schreibt. Die Bibel ist Menschenwerk von absolut minderwertiger Qualität. Was darin steht hat keinerlei Glaubwürdigkeit. Nichts ist wahr, «weil es in der Bibel steht». Wenn auf der einen Seite Gott als Massen-, Völker- und Kindesmörder dargestellt wird, und auf der anderen Seite steht, Gott sei die Liebe selbst, dann ist das schlicht und einfach gelogen.

Weiter schreibst Du:

Der Herr bewahrt alle, die ihn lieben, aber alle Gottlosen vertilgt er.

Das ist nichts weiter als gemeine Erpressung: «Tu, was ich will, oder es geht Dir schlecht.» Das hat nichts mit Liebe zu tun und ist nach unserer Rechstsprechung verboten. In jedem Fall aber handelt Gott hier unethisch. Dein Gott ist moralisch verwerflich. Selbst gute Taten verlieren ihren Wert, wenn sie nicht aus Überzeugung sondern aus Erpressung getan werden.

Mit Liebe hat das nichts zu tun!

Skeptiker überzeugen, Unwert der Religion

Warum soll mich das angebliche Sterben und Wiederauferstehen von Jesus überzeugen? Ich glaube es nicht. Das ist eine Behauptung, für die es keinen Beweis gibt. Nur weil etwas in der Bibel steht, ist es noch lange nicht bewiesen.

In der Bibel steht soviel Schwachsinn, dass es schlicht und einfach keinen Grund gibt, irgendetwas für bare Münz zu nehmen, was darin steht. Selbst wenn Teile davon noch halbwegs akzeptabel wären (was ich bestreite), so würde dies durch den ganzen brutalen Rest entwertet. Z.B. das Gebot «Du sollst nicht töten» steht im Zusammenhang mit brutalen Eroberungsfeldzügen und der Auflistung, worauf alles die Todesstrafe stehen muss. Dadurch kann man es nicht mehr ernst nehmen!

Andererseits gibt es in der Filosofie, von den Anfängen in Griechenland bis heute sehr viel mehr Lichtblicke und sehr viel klügere Erkenntnisse, als in der Bibel. Man kann ein sehr viel besseres Leben führen, wenn man die Religionen auf die Müllhalde der Geschichte wirft, wo sie hingehören, und stattdessen auf Filosofie, Vernunft und Wissenschaft ein humanistisches Weltbild baut.

Eine Abkehr von Gott und eine Rückkehr vom absoluten Wahrheitsanspruch zu einer angemessenen Bescheidenheit über die Möglichkeiten der eigenen Erkenntnis verhindert auch all die extremistische Gewalt, die immer wieder von Religionen ausgeht. Nur wenn wir selbst zugeben, dass es keinen direkten Zugang zur alleinseligmachenden Wahrheit gibt, und dass jeder Mensch nur durch eigene Anstrengung wenigstens einen Teil der ganzen Wahrheit erkennen kann, nur dann sind wir in der Lage, abweichenden Ansichten und Meinungen mit dem gebührenden Respekt zu begegnen.

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