Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: «Glaube ist ein minderwertiges Konzept» (sämi)

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Diskussionsbeitrag:

Am 17.01.2009 15:18 schrieb sämi:

Interessant. vorhin hast du

Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)

als Lächerlich bezeichnet, Smilies und Lachlaute geschrieben. Jetzt, wo du das erklären musstest, hast du offenbar nicht die Worte gefunden, um auch wirklich eine Lächerlichkeit aufzuzeigen.

«Glauben» ist beinahe gleichbedeutend mit «nicht wissen».

Falsch. Nichwissen ist ein Element von Glauben. Der Glauben beinhaltet noch einiges mehr. Unter anderem Vertrauen und nichtzweifeln.

Wer etwas glaubt, der weiss nicht, ob es tatsächlich so ist oder nicht. Aber Glaube ist nicht einfach das Gegenteil von «Wissen», denn das wäre einfach «Nichtwissen». Doch «Glaube» ist weitaus schlimmer und minderwertiger als «Nichtwissen», denn Nichtwissen beinhaltet doch eine Form von Wissen: Man weiss, dass man eine bestimmte Sache nicht weiss (oder zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht wissen kann). Dies ist ein sehr wichtiges Wissen. Der Glaube hingegen gibt nicht zu, dass er etwas nicht weiss,

Falsch. Gläubige wissen, dass sie nicht wissen. In deiner Wunschvorstellung denken die Gläubegen, sie wüssten. das macht sie für dich angreiffbar. Aber offenbar hast du keine Ahnung, was glauben für Gläubige bedeutet.

vielmehr tut er so, als ob er wüsste. Er vertraut in Dinge, die er nicht weiss, als ob sie wahr wären. Wer religiös glaubt, der weiss nicht und gibt das aber nicht zu!

Du wiederholst dich. Ich sage nur: Falsch, siehe oben.

Er redet sich selbst ein, er müsse zuversichtlich sein und in das vertrauen, was er vermutet, irgendjemand ihm gesagt hat, oder er selbst gern hätte.

Das ist so ungefähr die definiton von Hoffnung. Aber sage jemandem der leidet mal, dass Hoffnung lächerlich sei.

Doch weder Bibeln noch Pfaffen sind eine gute Begründung, um in etwas zu vertrauen. Glaube ist nichts weiter als Betrug: Selbstbetrug.

Nachdem du schon eine total verkortste Ansicht vom glauben der Gläubigen hast, bist du wahrscheinlich nicht der rechte Mensch um dieses Urteil abzugeben.

Dem Gläubigen fehlt die Einsicht in die Beschränkungen seines eigenen Wissens,

Falsch. siehe oben.

wobei wir von atheismus.ch anmerken müssen, dass das Wissen von Gläubigen sehr viel beschränkter ist, das Wissen von denen, die alles skeptisch bewerten, nur auf (wissenschaftlichen) Fakten aufbauen und sich dann selbst ein Urteil bilden. Wissen kann man sehr viel mehr, als die Gläubigen sich selbst gegenüber zugeben wollen. Man kann z.B. wissen, dass Religionen noch nie zur Wahrheitsfindung beigetragen haben.

Lass die Wissenschaft die wissenschaftliche Wahrheit finden. Das ist nicht Aufgabe der Religion. Ein paar extremisten dürften das anders sehen. auf denen kannst du von mir aus rumhacken. Aber dann deckst du nicht mal ein Prozent aller Gläubigen ab. Aber du weichst vom Kernthema ab: Deine Aussagen, dass Glauben und Hoffnung lächerlich seine, werdenniemanden überzeugen. du hast ja auch nicht glaubhaft begründet.

Man kann wissen, wo die Fehler der Religion liegen. Man kann wissen, wie die Religionen historisch zustande gekommen sind. Man kann wissen, wie Religionen funktionieren, warum sie Menschen gefangen nehmen können, warum sie faszinieren, wie sie sich ausbreiten, mit welchen Tricks sie sich gegen Kritik abschotten. Man kann auch wissen, wieviel Unheil Religionen bereits angerichtet haben und immer noch anrichten. Man kann wissen, dass Religionen intolerant sind, und man kann auch wissen, warum sie das sind.

Was du nicht wissen kannst, ist, welche dieser Dinge von Gott gewollt sind und welche nicht. Aber wenn du die passende Formel gefunden hast, kannst du sie ja publizieren.

All das ist Wissen, das man mit einer anständigen Portion Skepsis und offenen Augen selbst erwerben kann, und all das ist Wissen, das gläubigen Menschen durch die absichtliche Verstockung ihres Herzens (um eine biblische Metafer zu verwenden, passender wäre eine absichtliche Verstockung des Hirns) vorbehalten bleibt.

Du hast offenbar noch nie mit einem christen geredet. Oder nur mit Fundamentalisten. Die meisten Christen üben ihrem Glauben gegenüber Skepsis aus und hinterfragen ihn um zu prüfen, ob sie auf einem total falschen Weg sind. Deine Kritik trifft dummerweise nur die fundamentalen Christen und somit etwa ein Prozent deiner Zielgruppe. Du solltest mal eine Marktstudie druchführen :-D Leider schiesst deine Kritik am Kristentum vorbei.

Das zeigt noch einen Aspekt, der Glauben schlimmer macht, als Nichtwissen: Glauben heisst, nicht wissen wollen, was dem Glauben widerspricht.

Du hast offenbar noch nie ein theologisches Buch gelesen. Wäre deine Aussage korrekt, gäbe es nicht so viele Abhandlungen über Probleme die der Glaube mit sich bringen kann. Wenn das was du sagtest stimmen würde, würden theologischen weder Bücher geschrieben noch gekauft. Der wissenschaftliche Beweis dagegen sind christliche buchhandlungen, die seit Jahrzehnten in der freien Marktwirtschaft überlebt haben.

Glaube ist nicht das Resultat einer sorgfältigen Prüfung der Fakten, Glaube ist kein Urteil, sondern vielmehr Ausdruck eines Gefühls ohne Begründung.

Und du? Hast du nie Gefühle ohne Begründung?

Der religiöse Glaube ist Ausdruck von Unsicherheit, nicht anders als der umgangssprachliche Glaube. Während sich in der Umgangssprache alle klar darüber sind, dass derjenige, der sagt: «Ich glaube, es wird morgen regnen», sich dessen nicht sicher ist. Er ist sich wohl sogar noch eine Stufe unsicherer, als wenn er den Wetterbericht gehört hätte, dann nämlich würde er sagen: «Ich habe gehört, es soll morgen regnen». Alle sind sich klar, dass diese Aussage Ausdruck einer reinen Vermutung ist, die er nicht anhand von Messdaten, sondern aus dem Gefühl heraus äussert. Anders in religiösen Fragen. Dort sind sich viele nicht richtig bewusst, dass «Glaube» ein sehr unsicheres Konzept ist, Ausdruck von grösster Unsicherheit.

Na und? Bist du nie unsicher? Als du deine Freundin kennengelernt hast, warst du dir da sicher, dass ihr eine Beziehung haben werdet? Nein? Wo ist das schlechte an Unsicherheit? Wenn du jemals unsicher warst, müsstest du dich dafür selber verurteilen. Kehre deshalb erst mal den Dreck vor deiner Türe, bevor du dich um die Unsauberkeit bei den anderen beklagst. Da ich Unsicherheit als nichts schlimmes betrachte, habe ich keinen Handlungsbedarf.

Du hattest doch eine Begründung der Lächerlichkeit versprochen. Jetzt bin ich schon fast am ende deines Textes und du hast damit immer noch nicht ausgepackt. Ich bin ein wenig enttäuscht. Nein, eigentlich habe ich Freude, dass du dich so grossmaulig in eine peinliche Situation gebracht hast.

Religionen aber sind auf Glaube angewiesen, da sie nichts besseres anbieten können. Daher haben sie ein Interesse daran, den Glauben über das, was er in Wirklichkeit ist, hinaus zu erhöhen.

Falsch. Die meisten Christen anerkennen die Wissenschaft zu 100%. Du hast wieder mal keine Ahnung von dem, was da draussen in der Welt wirklich passiert. Du scheinst dich hinter deinem Computer zu verstecken. Du schaust dir fundamentale Religiöse Predigten auf Youtube an und denkst dass alle so wären wie die Fernsehprediger.

Das Christentum geht sogar soweit, von «Glaubensgewissheit» zu sprechen. «Glaubensgewissheit»! Das ist ein Widerspruch in sich, denn was man glauben muss, das weiss man nicht. Aber Religionen sind wahre Meister darin, ihren Anhängern den grössten Unsinn als Wahrheit zu verkaufen. Atheisten lassen sich da nicht täuschen: «Glaubensgewissheit» gibt es nicht. Dieses Wort ist ein Betrug an den Gläubigen, denen man damit weismachen will, dass sich die Wirklichkeit nach ihren Überzeugungen richten würde.

Den Begriff habe ich noch nie gehört. Moment kurz…

Habe gerade in googel nachgeschlagen. Das Wort wird im Internet lediglich 18'400 mal gfunden. Zum Vergleich:

Kreationismus: 94'200

Evolutionskritik: 4'800

Du scheinst dich tatsächlich mit einem Randeffekt des Glaubens zu befassen. Würdest du Kritik schreiben die auf alle Christen zutrifft, müssten deine Stichworte Trefferquoten erzielen, die sich mit diesen vergleichen lassen:

Glauben: 37'600'000

Gott: 53'500'000

Christetum: 5'810'000

Zusammenfassend: Kein einziger deiner Absätze überzeugt. Es sind darin einige Sätze enthalten, die auf Tatsachen begründet sind. Aber was sind die schon wert, wenn sie mit einem Haufen Text kombiniert werden, der aus der Luft gegriffen ist und in deinem Schläfenlappen entstand. jetzt darf ich auch mal lachen Ha ha ah :-D :-D

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Re: «Glaube ist ein minderwertiges Konzept» (mrw)


Am 18.01.2009 10:06 schrieb mrw:

Gleich mal zu Beginn: Auf Deine haltlosen Behauptungen und frechen Nebenbemerkungen gehe ich grösstenteils gar nicht erst ein. Ich antworte nur auf die Stellen, die meiner Ansicht nach ein wenig Substanz haben. Bei dem, worauf ich nicht antworte, kannst Du davon ausgehen, dass ich Deine Anmerkung ablehne, sie aber nicht einer Antwort für würdig halte. Sollte etwas darunter sein, das Dir wirklich am Herzen liegt, und nicht einfach nur Polemik ist, dann musst Du das Argument nochmals bringen.

Am 17.01.2009 15:18 schrieb sämi:
Interessant. vorhin hast du «Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)» als Lächerlich bezeichnet, Smilies und Lachlaute geschrieben. Jetzt, wo du das erklären musstest, hast du offenbar nicht die Worte gefunden, um auch wirklich eine Lächerlichkeit aufzuzeigen.

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