09.01.2008 14:06 - mrw
Hier sind Diskussionen zur Seite «Argumente» gesammelt.
Am 09.01.2008 14:06 schrieb mrw:
Ich finde aber, dass man das ganze Leben lang nur Glaubt und nichts weiss.
Das ist eine typische Fehleinschätzung, die viele Christen mit Dir teilen.
Euer Problem ist, dass Ihr die ganze Welt immer nur in zwei Alternativen aufteilt:
- «Alles ist entweder Gut oder Böse»
- «Man kommt in den Himmel oder in die Hölle»
All das ist vollkommen falsch, es ignoriert alle alternativen Möglichkeiten!
Du sitzt hier dem letztgenannten Irrtum auf. Es ist nicht so, dass es nur die Alternativen «Wissen» und «Glauben» gäbe. Ein kluger Mensch, wie z.B. wir Atheisten, überlegt sich, was er wie genau weiss. Er stuft all sein Wissen ab, von «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wahr» bis «wilde Spekulation» gibt es unendliche viele Abstufungen. Was die Wissenschaft erforscht hat und als «Schulwissen» weitergibt, liegt meistens (nicht immer) in der Nähe von «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wahr». Alles, was Religionen an Glaubenssätzen und Dogmen produzieren, liegt nahe bei «wilde Spekulation», denn Religionen verzichten auf Argumente und Beweise. Hingegen kann man vielen Religionen Fehler und Widersprüche nachweisen, ganz besonders dem Christentum (und darabn angelehnt auch die andern beiden semitischen Religionen). Daher haben wir sehr sicheres Wissen über das Christentum: Das Christentum ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch.
Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Wissen ist der:
Glaube ist blosse Behauptung; wilde Spekulation; die Annahme einer Aussage als wahr, ohne sie begründen zu können. Glaubensaussagen sind nicht nachvollziehbar, sie müssen einfach akzeptiert werden. Bei logischen Fehlern versucht man auf biegen und brechen am Glauben festzuhalten. Da sucht man nach Ausreden und Ausflüchten. Der Gläubige lässt nicht zu, dass sein Glaube falsifiziert wird, auch wenn jedem Ungläubigen völlig klar ist, dass er nicht stimmen kann (darum ist er konsequenterweise auch ungläubig). Wer glaubt darf nicht hinterfragen und wer gründlich hinterfragt kann bald nicht mehr glauben.
Wissen hingegen ist das Resultat von Abwägungen, von Kritik, Argumentation. Wissen ist nachvollziehbar. Man kann Wissen hinterfragen und falsifizieren. Wird etwas, was man als sicher eingestuft hat falsifiziert, so wird es verworfen und man sucht weiter nach der richtigen Antwort. Je mehr man das Wissen hinterfragt und je länger man dabei keinen Fehler findet (obschon man danach sucht), als desto sicherer darf das Wissen gelten.
Du glaubst, dass Christian Egger mein Name ist. Ich hab ihn als mein Name eingegeben.
Deswegen glaube ich das nicht. Ich weiss, dass Du diesen Namen eingegeben hast, aber ich vertraue nicht darauf. Mit einer gewissen (mir unbekannten) Wahrscheinlichkeit geben die Nutzer, die nicht ein Pseudonym verwenden, ihren richtigen Namen ein. Wenn es mir wichtig wäre, würde ich eine Anmeldung verlangen und zusätzliche Abklärungen treffen (gültige, zu Dir gehörende Mail, u.ä.).
Je nachdem, wie wichtig eine Sache ist, muss man mehr oder weniger sicheres Wissen erarbeiten. Da ein Glaube ein Leben wesentlich beeinflusst, müsste er sehr sicher sein: Glaube ist daher in dem Fall das falsche Konzept, man müsste wissen statt glauben, andernfalls ist es unverantwortlich, sein Leben danach auszurichten! Ein Glaube kann das nicht bieten. Der einzige Weg, zu einigermassen sicherer Information über die Welt und unsere Existenz zu komme, ist die Methode der Wissenschaft.
für was du noch zusätzlich die Bibel V2.0 zum downloaden hast
Die Bibel V2.0 ist ein wichtiges Sicherheitsupdate und behebt die schwerwiegendsten Fehler und Mängel der Bibel V0.99b. Ein rasches Update wird dringend empfohlen, andernfalls kann es zu gefährlichen Virenerkrankungen wie Christentum, Kreuzfahrt, Inquisition und weiteren kommen. Die Bibel V0.99b kann schwerwiegende Hirnschäden zur Folge haben.
Siehe Populäre Irrtümer und Fragen und Antworten.
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