Atheismus in der Schweiz
Diskussion

09.01.2008 20:12 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 09.01.2008 20:12 schrieb mrw:

bisschen Freude

Siehe lieber Hilfe und Syntax.

Wow, du bist wohl ziemlich vom Atheismus überzeugt.

Klar. Ich befasse mich auch seit meinem 13. Lebensjahr mit dem Thema und habe mich intensiv auf die Suche nach Wahrheit begeben. Es sollte eigentlich normal sein, dass die menschliche Neugierde Fragen aufwirft und nach Antworten sucht. Die Religion kann Fragen schnell mal nicht mehr befriedigend erklären. Die Wissenschaft hingegen kann alles vom Urknall bis heute plausibel nachvollziehen. Neugierde ist die Quelle der Wissenschaft. Nicht umsonst hat Gott den Genuss vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse verboten (→ Adam und Eva). Mit der Forschung mehrt sich das

So wie ich das mitbekommen habe ist Atheismus, das "Wissen" der Wissenschaft und Realität.

Es ist meines Erachtens die logischste Schlussfolgerung aus der Untersuchung von Wissenschaft und Religion. Erstens erklärt die Wissenschaft, wie die Welt ohne übernatürliches Eingreifen entstanden ist (noch nicht woher sie kommt). Zweitens können Religionen nichts erklären, weil sie keine andere Möglichkeit bieten, ihre Aussagen zu überprüfen, ausser die Untersuchung auf innere Widersprüche und Widersprüche mit wissenschaftlicher Erkenntnis.

Warum sind religiöse Aussagen wertlos? Ein Beispiel: Angenommen irgendeine Religion, z.B. der Quarkismus (gibt es nicht, ist ein Beispiel), würde alle Geheimnisse der Welt korrekt verkünden (uns somit auch nicht im Widerspruch mit der Naturwissenschaft stehen). Die Aussage des Quarkismus könnte sein, dass jedes Quark ein denkender Gott sei, die untereinander in geistiger Verbindung stünden und gemeinsam die Welt erschaffen hätten. Jetzt nehmen sie nur noch über die heisenbergsche Unschärferelation Einfluss auf das Weltgeschehen. Nun verkündet diese Religion zwar vielleicht die absolute Wahrheit, aber es nützt uns nichts, weil die Religion ihre Aussagen nicht begründen kann. Wir müssen die Aussagen einfach glauben und können sie nicht nachprüfen. Eine nicht nachprüfbare Aussage ist wertlos, auch wenn sie korrekt wäre, weil man den Wert der Aussage nicht beurteilen kann.

Den Wert des Christentums kann man aber sehr wohl beurteilen. Ich sage nur zehn Gebote, Kreuztod, Adam und Eva, Gott, Bibel, und Tyrann, um ein paar Verweise zu setzen.

Die Atheisten ändern demnach ihre Meinung, je nachdem was die "Realität" oder Wissenschaft erkennt, zudem sind sie vollkommen gegen irgendwelchen glauben. (Stimmt das so?)

Korrekt. Da die Wissenschaft ihr Wissen unter vertrauensvollen und nachprüfbaren Voraussetzungen hart erarbeitet, verdient sie auch, dass man ihre Ergebnisse als höchst wahrschenlich richtig beurteilt.

Normalerweise widerlegt neues Wissen das alte Wissen nicht, sondern ergänzt es. Einstein hat Newton nicht widerlegt, sondern ergänzt und präzisiert. Wissen, das mit wissenschaftlich sauberer Methodik erarbeitet wurde, ist sehr stabil.

"Glauben" denn die Atheisten an die Evolution, oder an was?

Solange die Evolutionstheorie allgemein anerkannte wissenschaftliche Lehre ist, ist es sinnvoll sie als richtig anzunehmen. Es gibt viele Bestätigungen der Evolutionstheorie. Die bekannten Gegenargumente sind längst widerlegt, nicht umsonst ist «Intelligent Design» kein anerkanntes wissenschaftliches Forschungsgebiet. Die Evolutionstheorie bietet eine plausible und schlüssige Erklärung für die Entstehung und die Entwicklung von Leben auf der Erde. Daher gehe ich davon aus, dass sie zutrifft. Wenn eines Tages jemand eine bessere Erklärung bieten kann, bin ich gern bereit, meinen Irrtum einzugestehen, aber seit Darwin wurde noch keine bessere Erklärung gefunden.

Was für Irrtümer und Widersprüche meinst du?

Ich habe den Zusammenhang dieser Frage verloren. Meinst Du: Populäre Irrtümer?

Bibel V2.0: So wie ich das sehe, willst du damit nur die Christen und Andersgläubige ärgern!?!

Auch. Aber es geht auch darum zu zeigen, dass die Bibel viel mehr Sinn macht, wenn man «gut» und «böse» umdreht. Wenn Gott der Tyrann wird, dann ist auch verständlich, dass er Städte vernichtet, Kinder mordet, Kriege führt und von seinem «Sohn» den Kreuztod verlangt.

Ich hoffe, dass ich nicht abgedroschene Fragen und Argumente vorführe. :-)

Lass es mich so sagen: Die Aussage «Atheismus ist doch auch nur ein Glaube» ist nicht neu. Andererseits finde ich die Diskussion bisher nicht langweilig. Bisher hast Du aber mehr Fragen gestellt. Neugierde ist eine gute Eigenschaft, aber pass auf oft ist sie der Anfang vom Ende des Glaubens.

Was machst du denn beruflich?

Das spielt eigentlich keine Rolle. Wenn Du unter lustige Briefe nachschaust, weisst Du, weshalb ich nicht zu viel über meine Person reden will.

Wofür steht das MWR?

Einfach ein Pseudonym. Derselbe Grund wie bei der letzten Frage.

Tut mir leid, ich wäre gern offener (und ich war es, als das Internet noch nicht böse war, sondern die gebildeten unter sich blieben). Aber gerade weil die Gläubigen so reagieren, sehe ich es als meine Pfilcht, Religion und Glaube zu bekämpfen. Religion hat schon viel zu viel Unheil angerichtet.

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