Atheismus in der Schweiz
Diskussion

11.09.2006 14:32 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Filosofie und Ethik» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.09.2006 14:32 schrieb mrw:

Antwort an Sina

Liebe Sina,

Dein Problem ist wohl, dass Du nicht denken willst. Du willst alle Antworten auf dem goldenen Tablett serviert kriegen. In dem Fall hast Du für Dich schon entschieden: Du brauchst eine Religion, denn nur Religionen sind so dreist zu behaupten, alle Fragen beantworten zu können. Dass absolute Antworten immer falsch sind, braucht Dich nicht weiter zu kümmern. Glaube, was Du willst und werde glücklich damit. Natürlich kommst Du so der Wahrheit nicht näher, aber ich glaube nicht, dass Du an Wahrheit interessiert bist.

Andererseits ärgert es Dich offenbar schon sehr, dass es Menschen wie uns gibt, die Deinen gewohnten und seit der Kindheit eingeprägten Lebenslügen widersprechen. Falls Du wirklich einen Funken Neugierde in Dir trägst, und es Dir nicht nur darum geht, Deinen Gleuben gegen alles andere zu verteidigen, dann versuche doch möglichst unvoreingenommen den Argumenten dieser Seiten zu folgen. Vergleiche unsere Argumente gegen den Glauben mit denen Deiner Sekte und entscheide selbst, wer der Wahrheit näher ist.

Erläuterung zum Weihnachtsmannvergleich

Frage: Kannst Du beweisen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt? Kannst Du beweisen, dass es keine kleinen grünen ausserirdische Männchen gibt?

Die logische Antwort ist: Nein, das kann man nicht beweisen. Zwar hat noch nie jemand den Weihnachtsmann oder kleine grüne Männchen gesehen, aber das beweist nicht, dass es sie nicht gibt.

Aus diesem Grund gibt es in der Wissenschaft eine Regel: Derjenige, der eine Behauptung aufstellt, muss sie beweisen. Es ist nicht die Aufgabe von denen, die der Behauptung widersprechen, zu beweisen, dass sie nicht stimmt. Wenn also einer behauptet, dass es kleine grüne Männchen gäbe, so muss er das beweisen, schliesslich kann er das: Es ist ein gültiger Beweis, ein kleines grünes Männchen zu zeigen. Derjenige, der widerspricht und sagt, dass es keine grünen Männchen gäbe, hat keine Möglichket, dies zu beweisen, denn er kann ja nicht einfach kein kleines grünes Männchen bringen, als Beweis, dass es sie nicht gibt. «Ich sehe kein kleines grünes Männchen, also gibt es sie nicht», ist kein gültiger Beweis. «Hier ist ein kleines grünes Männchen, nimm es und untersuche es», hingegen schon.

Zusammengefasst: Wer der Meinung ist, dass es keine kleinen grünen Männchen gibt, hat keine Möglichkeit, diese Aussage zu beweisen. Wer hingegen an kleine grüne Männchen glaubt, kann eines mitbringen, oder Fotos machen, oder Spuren suchen, und dies als Beweis vorbringen. Daher liegt die Beweispflicht bei demjenigen, der die Behauptung aufstellt. Solange keiner einen Beweis für die Existenz kleiner grüner Männchen vorgelegt hat, solange gelten sie als nicht existent.

Mit Gott ist es genau gleich, wie mit den kleinen grünen Männchen: Die Beweispflicht liegt bei Dir: Beweise, dass es einen Gott gibt!

Was ich Dir hingegen beweisen kann, ist, dass das Christentum im Unrecht ist, denn einen Gott wie ihn das Christentum postuliert, kann es nicht geben. Ebenso kann ich zeigen, wie unmenschlich die Bibel ist, oder dass Glaube eine reine Hirnfunktion ist. Das findest Du alles auf diesen Seiten.

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