Atheismus in der Schweiz
Diskussion

04.01.2008 11:26 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Staat, Gesellschaft und Religion» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 04.01.2008 11:26 schrieb mrw:

Antwort an Mathis Jürgen

Ich habe mich schon lange gefragt wie man als Athesit den Sinn des Lebens oder die Menschenwürde begründen kann und habe leider auch in ihrem Artikel das nicht finden können.

Darum geht es in diesem Artikel auch nicht. Dazu gibt es die vernunftbegründeten Gebote des Humanismus.

Gott wollte auch nie das wir uns als Schmarozer auf Kosten anderer aufführen.

Die Bibel ist ein unmoralisches Buch, Gott ein grausamer Tyrann, der nach eigenem Belieben mordet und Kriege anführt. Moralisch gesehen können wir von der Bibel nichts lernen, im Gegenteil, wir müssen sie als unmoralisch verwerfen.

Begründet ist dies z.B. bei den Argumenten.

Ich bin aber nicht der Meinung das der Mensch der Maßstab schlechthin ist

Es gibt keinen anderen Massstab, der weltweit über alle Religionen und Kulturen angewendet werden könnte. Nur der Humanismus basiert auf rationaler und vernünftiger Argumentation, nicht auf dummem Aberglauben. Sehr empfehlenswert ist hier das Buch Michael Schmidt-Salomon, «Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur».

das haben die "atheistischen" Regierungen zimmlich klar bewiesen

Falsch. Diese sogenannt «atheistischen Regierungen» (wozu nur die Kommunisten zählen, nicht die Nationalsozialisten, denn Hitler, Mussolini und Franco waren gläubige Menschen) waren nicht wirklich atheistisch, weil sie sehr religiöse Elemente aufwiesen. Sie predigten ein Paradies, erlaubten keine Kritik, stellten Dogmen auf und statt eines Gottes wurde ein Führer verherrlicht. Das lehnen wir Atheisten ebenfalls konsequent ab. Wir sind für uneingeschränkte Kritik an allem, gegen jede Zensur, für unbeschränkte Redefreiheit und stehen voll hinter den humanistischen Werten, speziell hinter Gleichberechtigung, Demokratie und Menschenrechte. Diese Werte sind sehr vernünftig und lassen sich objektiv begründen, weil es darum geht, den bestmöglichen Weg des Zusammenlebens vieler Menschen zu finden. Berechtigt ist nur, was der Kritik widersteht und sich objektiv rechtfertigen lässt. Autoritäre Systeme, Dogmen und Glaubenssätze hingegen sind schlecht, weil sie auf unsicherem Fundament stehen und in Frage gestellt bald stürzen müssen.

Nicht vergessen darf man auch, dass die grössten Terrortaten, die schlimmsten Unterdrückungen nach wie vor in Theokratien geschehen. Krieg und Terror lässt sich nach wie vor am besten religiös begründen.

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