Atheismus in der Schweiz
Diskussion

29.12.2007 14:27 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 29.12.2007 14:27 schrieb mrw:

Antwort an «Ich»: Woher komme «ich», wohin gehe «ich»

Ich finde mas sollte beide Seiten (sowohl Atheisten als auch Christen) respektieren und nicht (wie viele Gläubige hier) anfangen zu beleidigen oder sinnloses "Zeug" zu schreiben.

Nur dann ist eine sinnvolle Diskussion möglich, da hast Du vollkommen recht.

Ich frage dann aber, was glaubt ihr, was nach dem Tod geschieht?

Wie Du richtig fragst, das hat mit «glauben» zu tun. Hier ist die Grenze des Wissbaren erreicht. Das gilt aber für beide Seiten: Weder Religion noch Wissenschaft kann verbindlich sagen, was nach dem Tod mit uns geschieht. Aber es gibt doch ganz klare und konkrete Anhaltspunkte. Diese mögen für viele Menschen unbefriedigend sein, und werden daher gern ignoriert. Diese Hinweise sind: Geist und Körper können nicht getrennt werden. Hirndefekte wirken sich unmittelbar auf den Geist aus. Damit kommt man meines Erachtens zur zwingenden Schlussfolgerung, dass der Geist ohne den Körper nicht überleben kann, und mit dem Körper zusammen vernichtet wird. Die einzige Art, wie jedes Lebewesen den Tod überlisten kann, ist Fortpflanzung. Für die Menschen gibt es zusätzlich die Möglichket, geistige Werke zu schaffen, die den individuellen Tod überdauern, durch Überlieferung und Aufzeichnung. Das mag nicht besonders romantisch sein, es ist aber die Schlussfolgerung, die am besten zu den beobachtbaren Tatsachen passt.

Wieso hat jeder Mensch ein "Ich", wie kann man dieses "Ich" wissenschaftlich erklären und was passiert mit dem "Ich" nach dem Tod?

Die Fragen sind sehr interessant, nur Deine Antwort, «Gott», ist sehr schäbig und unbefriedigend. Wie Du richtig konstatierst, ist die Wahrscheinlichkeit für jede Form von «Gott» gleich, sei dies nun ein tobsüchtiger Jahwe, ein blitzeschleudernder Zeus, ein fliegendes Spaghettimonster oder ein masochistischer Jesus. Die Wahrscheinlichkeit ist immer praktisch gleich Null, weil jeder dieser Götter nichts weiter ist, als das Produkt menschlicher Fantasie. Genau darum muss der Gläubige seinen Gott auch beweisen können. Angenommen es gäbe einen Gott, so wäre der Beweis dafür vermutlich ein Leichtes: Ein existierender Gott hätte keinerlei Interesse daran, seine Existenz zu verheimlichen. Er würde sich jederzeit, immer und überall zeigen. Es wäre vollkommen unnötig, an ihn zu glauben. Glauben muss man nur an das, was nicht nachgewiesen werden kann.

also kann das Leben auch ein einziger Traum sein, ist es nicht so?

Ja. Es gibt viele mögliche Erklärungen. Der Film «Die Matrix» bietet eine weitere. Trotzdem sind einige Erklärungen wahrscheinlicher als andere. Die Tatsache, dass unsere Welt nach strengen Naturgesetzen funktioniert, spricht erstens gegen jede Form von Übernatürlichkeit und zweitens gegen die Hypothese, dass alles nur ein Traum sei, denn Träume sind chaotisch, nicht geregelt.

Ich stelle fest: Alles folgt festen Gesetzen, die nicht gebrochen werden können. Alles verläuft rational und logisch, gemäss den Naturgesetzen. Niemand konnte bisher beweisen, dass sich die Naturgesetze ausser Kraft setzen lassen. Alles spielt sich im Raum der normalen Wahrscheinlichkeit ab. Das Leben gläubiger Menschen verläuft im Durchschnitt gleich, wie das Ungläubiger. Ein göttliches oder übernatürliches Wirken lässt sich in keiner Form nachweisen. Ergo ist anzunehmen, dass wir das Resultat von geistlosem Wirken von Naturgesetzen, Zeit, Raum und Energie sind. Geist steht nicht am Anfang sondern am Ende der Entwicklung und er braucht den menschlichen Körper um sich zu entfalten.

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