Atheismus in der Schweiz
Diskussion

@silary: Unterdrückter freier Wille [Re: die Bibel als Referenz] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 10.06.2008 11:11 schrieb mrw:

Am 10.06.2008 09:24 schrieb silary:
Erstens, wenn der freie Wille nur dann nicht sanktioniert wird, wenn er mit den Plänen der Mächtigen übereinstimmt, dann ist es kein freier Wille.

Dann ist der freie Wille vielleicht einfach beschränkt. Wir Menschen wünschen uns ja auch oft, fliegen zu können, aber es bleibt uns verwehrt. Jedenfalls ohne Hilfsmittel.

Silary, Deine Antwort geht am Argument vorbei.

Es gibt Naturgesetze, die verhindern, dass wir fliegen können. Aber was hier gemeint ist, ist die Tatsache, dass in der Bibel zwar steht, der Mensch habe einen freien Willen, doch werden sehr viele Regeln aufgestellt und brutal und grausam durchgesetzt, um eben diesen freien Willen zu brechen!

Ein Beispiel: In der Bibel bringt das Volk einen Mann zu Moses, der am Sonntag Holz gesammelt hat. Moses befragt Gott und dieser gebietet, dass der Mann dafür gesteinigt werden müsse!

Warum lässt Gott nicht zu, dass der Mensch seinen angeblichen freien Willen auch nutzen darf? Im alten Testament wurde jeder abgeschlachtet, der auch nur im geringsten gegen ein Gebot verstiess. Im neuen Testament wird den abtrünnigen mit dem ewigen Feuer der Hölle gedroht.

Selbst wenn der Mensch einen freien Willen hat, so tut Gott alles, diesen zu unterdrücken. Offenbar kann Gott es nicht aushalten, wenn die Menschen den freien Willen anders gebrauchen, als ihn unter Zwang «freiwillig» zu verehren. Da wäre es ehrlicher gewesen, wenn Gott den Menschen gar keinen freien Willen gegeben hätte!

Willst Du wirklich einen so minderwertigen Gott anbeten, der es nötig hat, seinen unbedingten Willen mit Gewalt durchzusetzen?

Erklär mir mal: Welchen Sinn sollte ein freier Wille haben, der dann grausam unterdrückt wird?

Ausser der einfachen Erklärung, dass die Bibel erstunken und erlogen ist, gibt es nur noch eine, die Dir aber auch nicht gefallen wird: Gott wollte leidensfähige Lebewesen schaffen, mit dem einzigen Ziel, sie zu quälen. Zumindest zieht sich das wie ein roter Faden durch die Bibel: Er stellt eine Versuchung ins Paradies, um Adam und Eva ausweisen zu können. Er gibt so viele Gebote, lange Listen von Lebensmitteln, die nicht konsumiert werden dürfen, u.s.w., dass kein Mensch alle einhalten kann. Wer sie aber nicht einhält, soll gesteinigt werden. Die Bibel ist echt pervers!

Meiner Ansicht nach gibt es für einen aufrichtigen und moralisch integeren Menschen nur zwei Auswege aus diesem Dilemma:

  1. Es gibt diesen Gott nicht. Da seine Religion aber trotzdem viel Schaden anrichtet, muss man sie bekämpfen.
  2. Es gibt diesen Gott. Weil er so ein unmoralischer Tyrann ist, muss man ihn bekämpfen.

Unter gar keinen Umständen ist es angebracht, dieses unmoralische, brutale und grausame Unding «Jahwe-Gott» anzubeten oder zu verehren!

Das ganze Christentum, und auch das Judentum und der Islam, beruhen auf einem grossen Selbstbetrug. Man redet sich das ein, was man gern hätte, in Wirklichkeit ist die Bibel aber ganz anders. Nur verlernt der Gläubige, die Bibel objektiv und unvoreingenommen zu lesen. Nicht umsonst hat die katholische Kirche verboten, die Bibel selbst zu lesen. Nur Unwissenheit kann Glaube rechtfertigen!

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