Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Biblische Unmoral und Exodus [Re: die Bibel als Referenz] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 09.06.2008 12:10 schrieb mrw:

Biblische Unmoral

Bitte vergiss nicht, auch noch auf meinen vorhergehenden Beitrag zu antworten: Re: die Bibel als Referenz (mrw)


Bedenke bitte, Silary:

Nur ein sehr schäbiger, moralisch minderwertiger Gott, dem für bessere Lösungen die notwendige Intelligenz fehlt, hat es nötig, seine Probleme mit Drohung, Folter, Mord und Krieg zu lösen!

Genau bei solchen Aussagen, wie Du sie machst, kommt mir die Galle hoch! Es zeigt deutlich, wie unmoralisch und pervers das Christentum ist:

Am 07.06.2008 23:48 schrieb silary:
Hiob habe ich kürzlich durchgelesen. Ja, eine ziemlich krasse Geschichte. Aber du vergisst folgende Punkte: Hiob war gesetzestreu. Das heisst, er hatte ein Leben bei Gott nach dem Tod auf Nummer sicher.

Ungerechtigkeiten, ja krasse Quälereien werden einfach so wegdiskutiert.

Mit dieser fadenscheinigen Begründung kannst Du jegliche Ungerechtigkeit verniedlichen!

Verglichen mit dem ewigen Leben bei Gott ist das weltliche leben kürzer und unbedeutender als ein Augenblinzeln. sein Leiden ist also relativiert.

Auch hier wieder: Das unmoralische und verwerfliche Verhalten dieses Gottes wird verharmlost!

Ihr Christen seid sowas von einseitig: Geht es um Euren Gott, rechtfertigt Ihr alles. Geht es um andere Kulturen, seid Ihr kritisch und stellt alles in Frage!

Hiob war Teil einer grossen und wichtigen Beweisführung von Gott gegen Luzifer.

Gott geht es öfters darum, seine Macht zu beweisen. Auch beim Massaker am ägyptischen Volk war das Nichtziehenlassen der Juden nur ein Vorwand, um seine Macht zu demonstrieren. Lies den Auszug aus Ägypten selbst nach! Dem Farao hat er angeblich das Herz verstockt, damit dieser das Volk nicht ziehen lassen konnte. Stattdessen wollte Gott von Anfang an jede einzelne seiner grausamen und unmenschlichen Plagen durchexerzieren!

Menschen zu quälen oder gar zu ermorden ist immer falsch. Ganz besonders niederträchtig ist es aber, wenn es aus niederen Motiven geschieht. Nur die eigene Macht zu demonstrieren ist aber eines der niedersten aller Motive!

Er wurde für sein Leiden mit unendlichem Glück nach dem Tod belohnt.

Dafür gibt es keine Beweis. Aber auch das würde die Folter nicht rechtfertigen!

Was die Kinder von Hiob betrifft: Ich gehe davon aus, dass sie nach dem Tod direkt in den Himmel kamen.

Das ist das absolut Unverschämteste! Mord damit zu rechtfertigen, dass die Ermordeten dafür direkt in den Himmel kämen! Von der Rechtfertigung von Mord mit solch menschenverachtenden Argumenten bis hin zum aktiven Mord an andersdenkenden Mitmenschen ist es nur noch ein kleiner Schritt, wie uns die blutige Geschichte des Christentums beweist. Man hat auch die Hexen verbrannt, in der irrigen Annahme, damit ihre «Seelen zu retten». Das ist exakt genau die gleiche Argumentation, wie Du sie führst!

Deine Denkweise führt zu Mord und Totschlag!

Denk mal darüber nach — Und denk mal darüber nach, wie viel Leid und Verderben das Christentum der Menschheit gebracht hat! Hier haben wir einen der Gründe dafür: Die Argumentationsweise nach Deinem Schema!

Du bestätigst mein Urteil: Christen können keine moralisch integeren Menschen sein. Sie betrügen nicht nur sich selbst, sie müssen auch Gräueltaten rechtfertigen — oder ihrem Glauben entsagen.


Exodus

Und zweitens sind […] die ganzen Geschichten von wegen «auserwähltem Volk» als ägyptische Sklaven archäologisch völlig unhaltbar und damit höchstwahrscheinlich frei erfunden. Exodus etc. haben nie stattgefunden.

Wie kommst du darauf? Das fände ich noch spannend zu wissen. Hast du mehr Informationen dazu?

Bild der Wissenschaft, 12/05.

Archäologen haben aufgrund von gefundenen Alltagsgegenständen nachgewiesen, dass zur fraglichen Zeit keine Einwanderung eines anderen Volkes im «gelobten Land» stattgefunden hat.

Stattdessen wird plausibel erklärt, wie der unbedeutende Wüstengott Jahwe zum jüdischen Stammesgott aufgestiegen ist.

Die Bücher Moses sind offenbar eine Art Gründungsmythos für ein jüdisches Königsreich, ähnlich der schweizer Tellensaga. Es werden Gesetze definiert, Rituale festgelegt, kurz man schafft eine gemeinsame Basis für ein künftiges Volk. An gewissen Stellen kommt das besonders deutlich zum Vorschein, insbesondere in der Rede Moses vor seinem Tod.

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