Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Paralleluniversen [Re: Stephen Hawkings Meisterwerk] (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 28.11.2010 21:31 schrieb datura:

Lykas schrieb:

1. Wer ausser mir erachtet die Multiverse Theorie als eine billige Ausrede? Meiner Ansicht nach wird dieser Ansatz in der Kosmologie nur deshalb verfolgt, weil die many-worlds-interpretation in der Quantenmechanik eine deterministischen Erklärung erlaubt. Den Nutzen in der Kosmologie ist mir aber bisher schleierhaft. Zwar versehe ich, dass die probabilistiche Kopenhagener-Interpretation der Quantenmechanik sehr unbefriedigend ist. Ich habe die Kopenhagener-Interpretation eigentlich immer als einen praktischen Witz betrachtet, der in der Wissenschaftsgemeinde Amok gelaufen ist.

Ob eine Theorie wahr oder falsch ist entscheidet das Experiment. Dabei ist prinzipiell egal, ob es sich ob die Theorie den Sparsamkeitsgebot entspricht oder nicht. So erklärt die Theorie "Persephone wird jedes Jahr von Hades in die Unterwelt entführt, worüber Demeter so traurig ist, dass sie die Vegetation einstellen lässt." dem Vegetationszyklus in der nördlichen Halbkugel.

Dieses Modell kann man auf beide Halbkugeln ausweiten, und sich eine andere Geschichte ausdenken: "Demeter reist gemeinsam mit Persephone von der nördlichen Halbkugel zur südlichen Halbkugel und wieder zurück." Das erlährt den Vegedationszyklus auf beiden Halbkugeln.

Dieses Modell leistet sehr viel und erklährt alles wesentliche. Die Wahrheit kann es also sein. Jetzt kommt die Philosophie dazu, und erklärt das Sparsamkeitsgebot. Sparhrsam ist es aber wirklich nicht. Aus mehr oder weniger willkührlichen Gründen wird eine Theorie verworfen, und als falsch erklährt, obwohl sie wahr sein könnte.

Ob die Kopenhabener Deutung der Quantenphysik, kann nur dann widerlegt, wenn eine Beobachtung vorliegt, die dieser Interpretation widerspricht.

Ob Bohr's Ansicht richtig ist, dass es in der Natur eines Teilchens liegt, dass Ort und Impuls sind in diesem Sinne also nicht mehr objektive Eigenschaften eines Quantenobjektes, oder ob Heissenbergs Meinung zutrifft, dass wir als Menschen (als Beobachter) nicht in der Lage seien (z. B. durch Störungen am Messgerät, durch unsere Unfähigkeit oder durch eine unzulängliche Theorie), die Eigenschaften Ort und Impuls an einem Quantenobjekt gleichzeitig beliebig genau zu messen. richtig ist macht keinen Unterschied. Daher sind beide als äquivalent anzusehen.

Der landläufigen Erfahrung aber erscheint die heißenbergsche Interpretation für sinnvoller.

Außerdem soll ein Elektron tatsächlich solche "Überlagerungszustände" zu kennen.

Zu deiner Frage: Die Wirklichkeit ist uns unzugänglich. Wir können nur Modelle dafür entwerfen und widerlegen.

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