Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Ockham [Re: Stephen Hawkings Meisterwerk] (wild-rose)

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Diskussionsbeitrag:

Am 17.09.2010 17:10 schrieb wild-rose:

Sorry, Du redest an völlig mir vorbei.

Nein, ich weiss genau was du meinst und ich weiss, was Okhams Rasiermesser ist. Das was du als vorbeireden bezeichnest ist, dass ich lediglich von der anderen Seite aus argumetiere wie du. Du willst mit Okham etwas über Gott sagen. Ich sage mit Gott etwas über Okham.

Du sagst: Man muss dank Okham nicht annehmen, dass Gott existiert.

Ich sage: Wenn man annimmt, dass Gott existiert, kann diese Annahme mit Okham weder bestätigt noch widerlegt werden.

Ockhams Rasiermesser hat überhaupt nichts mit Gott zu tun

Und trotzdem willst du mit Okham bekräftigen, dass es keinen Gott gibt? Verstehe ich das richtig? Ich sehe eine Widerspruch zu deinem Punkt 5:

Aus Ockhams Rasiermesser resultiert, dass die Annahme eines Gottes nicht sinnvoll ist.
ob ein Gott existiert oder nicht, ist für Ockhams Rasiermesser völlig unerheblich.

Die Methode des Messers ist wisenschaftlich richtig. Unabhängig davon, ob Gott existiert oder nicht. Ist es das was du sagen willst?

Wenn ich sage, dass ich jeden Morgen meine Hosen anziehe, dann ist völlig unerheblich, ob Du sagst: «Gott hat das Universum so erschaffen dass Du darin jeden Morgen Deine Hosen anziehst.» Eine solche Aussage ist für meine Aussage völlig irrelevant und unerheblich. Ob sie stimmt oder nicht, tut überhaupt nichts zur Sache.

Ich sage nicht, dass du einen Rock trägst und ich sage nicht, dass Okhams Rasiermesser falsch ist. Da hast du mich wohl falsch verstanden. Ich sage, dass Okham sich nicht auf Gott anwenden lässt, weil Gott eine Hierarchie drüber steht. Wenn Gott die Natur und die Naturwissenschaften und ihre Methoden (inkl. Okham) erschaffen hat, dann kannst du die Anwendung von Okham in dieser Frage vergessen.

Du sagst, Okham sei nicht "erschaffen" worden. Du konntest mir noch nicht klarmachen, warum Gott (mal kurz angenommen er existiert) die Methode Okham nicht erschaffen haben soll, wenn vor der Schöpfung nichts, also auch keine Methoden existiert haben. Und auch keine Menschen die auf die Ideen der Methoden kommen.

Ockhams Rasiermesser ist eine wichtige Methode der Wissenschaft. Sie ermöglicht es, gute von schlechten Hypothesen zu trennen.

Da bringst du es auf den Punkt. Die Frage der Existenz Gottes hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Also kannst du Okham in der Schublade lassen, wenn du über Gott sprichst. Es passt schlicht und einfach nicht.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Ockham [ Re: Stephen Hawkings Meisterwerk ] (mrw)


Am 17.09.2010 19:35 schrieb mrw:

Angenommen, ich benutze ein Teleskop, um Sterne zu beobachten. Dann würdest Du in Analogie behaupten, dass die Materie, aus der ich das Teleskop hergestellt habe, von den Sternen komme, und ich daher mit einem Teleskop nichts über Sterne erfahren könne. Hier ist es offensichtlich, dass das Unsinn ist. Die Existenz von Sternen hat nichts damit zu tun, ob ich mit einem Teleskop Sterne untersuchen kann.

Du verwechselst und vermischst die Untersuchungsmethode mit dem zu untersuchenden Gegenstand. Und das ist falsch.

Am 17.09.2010 17:10 schrieb wild-rose:

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