Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Datura: Wissenschaft muss nicht geglaubt werden [Re: Glaube] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.08.2010 00:38 schrieb mrw:

Am 10.08.2010 19:03 schrieb sara:
Wir wissen (noch) nicht, ob es das berühmte Higgs-Boson wirklich gibt oder ob die "String-Theory" der Wahrheit entspricht, aber jeder, der sich ein bisschen damit beschäftigt, GLAUBT entweder ja oder nein

Die Wissenschaftler, die nach dem Higgs_Boson suchen, glauben vermutlich, dass sie erfolgreich sein werden, denn sonst würden sie ihre Zeit nicht dafür verschwenden. Aber sie glauben wohl nicht an das Higgs-Boson, solange sie es nicht gefunden haben.

Ich hoffe, der subtile Unterschied ist klar?

Was mich betrifft: Ich habe keine Meinung zum Higgs-Boson, solange es nicht nachgewiesen ist, und ebenso keine Meinung zur String-Theorie, solange sie sich nicht erhärtet. Solange eine Frage nicht geklärt ist, sollte man auf alle Seiten hin offen bleiben und nicht auf die eine oder andere Antwort wetten (es sei denn natürlich, man ist Wissenschaftler und forscht nach der richtigen Lösung).

Für die Religion bedeutet das: Selbst wenn wir uns den Christen soweit nähern würden, zu sagen, die Gottfrage sei ungeklärt, und selbst wenn wir weiter gehen, als es vernünftig ist und sagen, dass die Möglichkeit der Existenz nicht nur irgend eines Gottes besteht, sondern sogar die spezifische des christlichen, dann wäre es trotzdem noch falsch auf diesen Gott zu wetten. Man sollte dann entweder möglichst objektiv nach der richtigen Antwort forschen, oder aber nach allen Seiten offen bleiben und sich auf nichts einlassen, was nicht gesichert ist. :-)

Persönlich erachte ich die Gottesfrage als geklärt und als verneint, nur um da nicht Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich habe so lange geforscht, bis ich mir in meiner Entscheidung sicher genug sein konnte.

Das ist normal und auch richtig so - solange man dann nicht auf etwas falschem beharrt, wenn neue Indizien deutlich in die andere Richtung zeigen.

Das ist der springende Punkt. und genau der Punkt, wo Religionen scheitern. Im Einzelnen kann es schon sein, dass ein Wissenschaftler die Indizien nicht wahr haben will, aber er verliert dann schlicht sein Glaubwürdigkeit, zumindest in diesem Punkt. In der Religion gäbe es in einem solchen Fall ein Schisma und irgendwann Religionskriege.

Die Wissenschaft muss nie einen Krieg führen, auch dann nicht, wenn es in einer Frage unterschiedliche Meinungen gibt. Das unterscheidet die Wissenschaft ebenfalls von der Religion.

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