Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: frühneuzeitliche Rechtssystem; Religionsanmeldung; Glaubenswahrheit; (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 31.07.2010 15:12 schrieb datura:

Am 27.07.2010 22:32 schrieb pain:
Hat dein Urteil irgendetwas mit Gerechtigkeit zu tun?
Nein, wieso? Sollte es das?

Es ist nun einmal das Ziel eines Rechtssystemes gerecht zu sein. Da Du offenbar nicht einmal das Ziel der Gerechtigkeit verfolgst, erscheint mir Deine Urteilsfähigkeit sehr beschränk.

Weder Du noch ich (noch sonstwer) können hier gerecht urteilen.

Das mag schon stimmen, nur ich VERSUCHE es wenigstens.

Ich glaube, dass sie nicht die Möglichkeit hatte objektiv zu handeln.

Exakt! Das bedeutet aber gleichzeitig dass die Kirche im Unrecht war! Ihre Objektivität war nicht gegeben, also waren alle Verbrechen Subjektiv! Und das bedeutet ALLE Verbrechen waren bewusst von der Kirche begangen worden!

Zusammengefasst kann man also folgendes sagen: Wir stimmen darin überein, dass die Kirche nicht objektiv handeln konnte. Jemand, der nicht anders handeln kann, hat im juridischen Sinne keine Schuld. Da wir darin übereinstimmen, dass eine objektives Handeln der Kirche unmöglich war, kann man ihr nicht vorwerfen, dass sie nicht objektiv handelte. Müsste unsere Urteilsfindung daher nicht auf „unschuldig“ lauten?


Gläubige (mit beschränktem Horizont) sehen sofort einen Zusammenhang mit Gott zu sehen! Komisch nur dass auch "unschuldige" Menschen schon mit HIV infiziert wurden (Bluttransfer). Ohne dass diese gegen "Gottes Gesetze" verstossen hätten!
Es gibt also sehr viele Gründe und Theorien die gegen eine angebliche Gottesstrafe sprechen!

Du verstehst hier, so scheint es das Wort „Gottesstrafe“ wie ich es hier meine nicht. Es handelt sich hier um das Wissen über die Ursache, sondern um ein Wissen über die Infektionsverhinderung, und damit indirekt über dem Infektionsweg. Faktum ist, wenn man sich an die Gebote der Christlichen Kirchen (also auch der „Zeugen Jehova“) haltet, dann ist man sicher vor einer HIV-Infektion. Bluttransfer ist bei dem „Zeugen Jehova“ auch verboten. ⇒ Es gibt keine mir bekannte Möglichkeit dass beide Partner gottesfürchtig leben dass einer von beiden mit HIV infiziert zu werden, vorausgesetzt er wird nicht unfreiwillig mit einer HIV-infizierten Nadel gestochen. Ich sage damit nichts über die Ursache der Erkrankung aus. Gottesstrafe sagt hier nichts über die Ursache (= Gott) aus, sondern nur über die Infektionsverhinderung aus.

Was haben aber die Gläubigen von heute für eine Entschuldigung? Ich sag mal KEINE!

Heute passieren ja keine Verbrechen durch die Kirche. Wozu soll man sich dann entschuldigen? Glaubst Du an die Erbsünde?

"Heute passieren ja keine Verbrechen durch die Kirche." —> Das ist ziemlich dreist von Dir! Natürlich passieren heute noch Verbrechen! Nur wesentlich subtieler als früher (man muss genauer hinschauen um die Verbrechen zu erkennen).

Möglicherweise hatte ehemaliger ein Kinderarzt von mir recht, der behauptet hat, dass ich Autist bin. :-) Ich kann keine Verbrechen entdecken. Aber vielleicht sind sie diese Verbrechen zu subtil für mich um wahrgenommen zu werden.

Was ist zum Beispiel mit dem Kondomverbot?

Was ist daran ein Verbrechen? Hat nicht jede Religion das Recht seine Glaubensinhalte festzulegen? Und zwar auch, wenn sie lächerlich sind?

Was ist mit den Kindesmissbräuchen von Priestern. Der Papst schickt einen Hirtenbrief… LACHHAFT! Und Unverschämt obendrein! Such ein bisschen Datura, du wirst noch genügend Verbrechen finden!

Warum? Kindesmissbrauch von Priestern: Warum ist es ein Verbrechen auf möglicherweise stattgefundene Missbrauchsfälle mit einem Hirtenbrief zu reagieren? Hat der Papst den Kindesmissbrauch für gut befunden? Sein Amtsvorgänger hat Kindesmissbrauch als Verbrechen erkannt. Ich glaube nicht, dass Benedikt XVI. anderer Meinung ist als sein Vorgänger. Damit steht für Gläubige Menschen ex cathedra fest, dass es sich bei Kindesmissbrauch gegen die Ethik verstösst.

Glaubst Du an die Erbsünde?

Nein! Du etwa?

Da sind wir in unseren Unglauben gleich. Eben, weil ich nicht an die Erbsünde glaube, kann ich die heutige Kirche nicht verurteilen, weil es sie im Jahre 1484 eine Bulle mit dem Titel „In unserem sehnlichsten Wunsche“ schrieb. Ich verurteile deswegen nur Heinrich Kramer und Innozenz VIII, der nicht erkannte, dass Kramer ein Trottel war.

Der „gesunde Menschenverstand“ mit dem damaligen Wissen sagt aber, dass es einen Gott geben muss. Die Frage woher der Gott kommt ist vorerst irrelevant. „Wie kann jemand Tote auferwecken, wenn er nicht wirklich Gottes Sohn ist?“ „Wie kann jemand Blinde sehend machen, wenn er nicht Gottes Sohn ist?“ Das sind ja alles überzeugende Argumente, wenn man annimmt, dass die Bibel das schreibt, was tatsächlich vorgefallen ist. Wie kann jemand Blinde sehend machen, wenn er nicht Gottes Sohn ist?
Das sind ja alles überzeugende Argumente, wenn man annimmt, dass die Bibel das schreibt, was tatsächlich vorgefallen ist.

Auch das muss zuerst bewiesen werden! Jeder dahergelaufene P…. kann ein Buch schreiben, ..!

Ich glaube nicht, dass ich ein Buch schreiben könnte. Dazu schreibe ich viel zu kurz. (Mir fällt einfach nichts ein.) Ich glaube nicht, dass ich ein Trottel bin. ;-) Wenn man, wie ich schrieb annimmt, dass die Bibel das schreibt, was tatsächlich vorgefallen ist, dann muss man die Wunder der Bibel nicht beweisen. Die Korrektheit der bibelischen Beschreibung steht damit axiomatisch fest.

Tut mir leid, aber ich sehe nichts Sinnvolles in Kirchen.

Ohne Kirche gäbe es keine Kirchengeschichte, keine Päpste, die man auswendig lernen kann, keine Kreuzzüge, und keinen 30-jährigen Krieg. Die Geschichte währe möglicherweise nicht so interessant. Und vor allem es gäbe diese Diskussionsseite nicht. Es gäbe viele Atheisten nicht, die Diskussionen über Gott in ihren Lebensmittelpunkt stellen. Das alles dank der Kirche. Das ist doch alles sinnvoll. Bevor ich es vergesse: Ohne Kirche gäbe es die Don Camillo - Filme nicht u.s.w. u.s.f.. Ich denke, das ist doch alles sehr sinnvoll.

Das ist schon klar, dass Du den historischen Aspekt vermisst. Ich fand es nur sehr überraschend, dass ein Atheist die Religionen der Antike vermisst.

Warum? Nur weil ich Atheist bin heißt das doch nicht, dass mir die Geschichte egal ist (ob nun die des Christentums oder die des römischen Reiches). Wer die Geschichte kennt, kann aus ihren Fehlern lernen, wer sie nicht kennt macht evt. die gleichen Fehler erneut.

Ich schrieb: „Ich vermisse die Religionen der Antike.“ Darauf Antwortest Du sinngemäß: „Ich vermisse sie auch. :-(“ Das war für mich sehr überraschend, da von man von Atheisten erwartet, dass sie Religionen nicht vermissen. Ich vermisse sie, sowohl weil mythologisches Wissen verloren gegengen ist, als auch weil man viel über die andere Denkweisen erfährt. Das Atheisten sich auch für Geschichte interessieren können ist nicht überraschend, aber für Religionen? Das war doch sehr überraschend.

Das heißt nicht, dass ich es für Wahrscheinlich halte, dass Dein Wheihwasserverbrauch steigen wird.

Ich sage es mal so (SARKASTISCH): Eher finden die olympischen Winterspiele in der Hölle statt ;-)

Sage niemals nie! Vielleicht kommt ein Wanderprediger dahergelaufen und beweist Dir, dass Gottes Sohn ist.

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