Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Schwache Argumente. Ein Beispiel: Oberflächlichkeit und Unkentnis bei der atheistischen Abhandlung der Zehn Gebote (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.02.2010 09:36 schrieb mrw:

Am 23.02.2010 23:29 schrieb wild-rose:
Gott ist die gesetzgebende Autorität im Volk Israel. Um Gesetze zu geben und zu rechtfertigen, muss natürlich zuerst festgelegt werden, wer dazu autorisiert ist.
Vergleicht man den Aufbau mit einem weltlichen Gesetzbuch aus heutiger zeit, wird man feststellen, dass das Verbot des Mordes keineswegs vor dem Aufbau der Staatsordnung stehen muss.

Das Argument lasse ich gelten. Allerdings braucht es nicht vier von zehn Geboten (40% aller Gebote), um die Autorität festzulegen. Eines hätte genügt.

Aber diese Aussage hat auch noch einen interessanten Nebeneffekt: Wenn Gott sagt: «Du sollst keine anderen Götter haben neben mir», so ist das gleichbedeutend mit der Aussage: «Es gibt andere Götter, ausser mir!»

Der Kritiker interpretiert, aus dem Bibeltext, dass es neben dem Gott Israels noch andere Götter gibt. Nachlesbare Tatsache ist, dass die Menschen sich dazumals oft Götter hergestellt haben.

Aus atheistischer Sicht haben sich die Völker damals (und heute) Götter erschaffen, natürlich inklusive dem Jahwe-Gott.

Sehr deutlich unterstrichen wird das durch Psalm 96.5: "Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht."

Für viele Religion sind alle Götter Götzen, ausser den (dem) eigenen.

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Re: Schwache Argumente. Ein Beispiel: Oberflächlichkeit und Unkentnis bei der atheistischen Abhandlung der Zehn Gebote (wild-rose)


Am 24.02.2010 19:19 schrieb wild-rose:

Für viele Religion sind alle Götter Götzen, ausser den (dem) eigenen.

Für genauso viele Völker leb(t)en auch die Götter der Nachbarvölker, bzw., die selbst gemachten Götter dim Nacharshaus. So anerkennt zum Beispiel der Philisterkönig den "lebendigen" Gott Israels im 1. Samuel 27.6. Es gab eigene Götter und feindliche Götter.

Aus atheistischer Sicht haben sich die Völker damals (und heute) Götter erschaffen, natürlich inklusive dem Jahwe-Gott.

Für einen gläubigen Menschen macht das Gebot Sinn. Für einen nichtgläubigen macht es keinen Sinn. Aber somit spricht das Gebot weder für noch gegen den Glauben. Jedenfalls nicht, wenn man sich bereits vorher für eine Seite entschieden hat.

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