Re: Bibel im historischen Kontext? (bonito)
Am 25.05.2010 18:03 schrieb bonito:
Auch wenn man die Texte der Bibel in einen historischen Kontext setzt, werden die nicht wesentlich besser.
Man muss wissen, dass die Juden zu der Zeit als das AT entstanden sein soll, also nach 1000BC im Vergleich zu den umliegenden Kulturen primitv waren - Nomaden halt.
Da hatten andere schon seit vielen Tausend Jahren Städte, Staaten etc. Schon das Talionsrecht aus dem AT ist win Scherz im Vergelich zu der babylonischen oder ägyptischen Rechtssprechungm, die primär auf Schlichtung ausgelegt war.
Ganauso die "Gleichberechtigung":
Bibel: Frau = Sachen / Besitz des Mannes
Ägypten: eine Gleichberechtigung ähnlich der heute hier
Mesopotamien: bis ca. 3000BC wie in Ägypten, dann vermehrt Führung durch den Mann, aber bis zum Schluss durch die Perser und Griechen war eine Frau nie Sache
Technologisch? kam da auch nichts, sogar die 7 Tage Woche mit dem letzten Frei und die Monatsnamen des "erwählten" Volkes sind babylonische.
Ähnlichkeiten der alten Mythen zum bibl. Text?
Der Sintflutmythos ist praktisch identisch mit dem sumerischen, nur das der "Held" da nicht besoffen auf dem Boden rumliegt.
Paradiesverteibung: Inanna und der Huluppou Baum
"Ur"sünde: Enki und ninhursaja
Menschwerdung (Lehm, Odem & Co.): Enki und Ninmah
"Turm von Babel": Enmerka und der König von Aratta
Nächstenliebe, Feindesliebe, Barmherzigkeit?
Alter Kram … min auf 2200BC datierbar, aber vermutlich viel älter:
Akkadischer Rat der Weisheit: (dt. Übersetzung auf dem engl. von mir)
Steh nicht im Weg bei der Versammlung.
Trödel nicht rum, wo es Streit gibt, denn sie werden in Dir einen Zuschauer haben. Sie werden in Dir einen Zeugen haben und dich vor Gericht bringen etwas zu bezeugen was Dich nichts angeht. Im Falle eines Streites gehe weg, ignoriere sie. Wenn ein Streit, der Dich betrifft, aufflammt schlichte ihn. Ein Streit ist eine versteckte Falle, eine Wand welche die Feinde versteckt. Er bringt Gedanken, die einst vergessen waren und einem Mann nicht zustehen.
Tue nicht schlechtes Deinem Widersacher; antworte mit Höflichkeit dem der Dir böses will, bewahre Gerechtigkeit auch genen Deinen Feind, sei freundlich zu Deinem Feind,
Gib Nahrung zu essen, Bier zu trinken, gib was benötigt wird, sorge für die Bedürftigen und behandle sie mit Hochachtung. Daran erfreut sich eines jeden Gott. Das ist eine Freude für Shamash, der ihm Ehre bringt.
Tue Gutes, sei hilfsbereit alle Tage.
Ehre keine Sklavin in Deinem Haus; sie soll Dein Schlafzimmer nicht beherrschen wie eine Ehefrau, übergebe Dich nicht den Sklavinen. Es wird im Volk gesagt "Der Haushalt verdirbt in dem eine Sklavin herrscht" Heirate keine Hure, deren Ehemänner Legionen sind, eine Ishtar-Frau welche ihrem Gott geweiht ist, eine Kulmashitu-Frau … Wenn Du Ärger hast, wird sie Dich nicht unterstützen, wenn Du streit hast, wird sie dir lästern. Es ist keine Ehrfurcht oder Unterwürfigkeit in ihr. Selbst wenn sie gut im Haushalt ist, werd sie los, den sie spitzt ihre Ohren für die Fussstapfen eines anderen.
Mein Sohn, wenn es der Wunsch eine Herrschers ist, das du zu ihm gehörest, wenn Dir sein gut bewachtes Siegel anvertraut wird, öffne seine Schatzkammer und betrete sie, den niemand ausser Dir mag das tun. Unzählbare Reichtümer wirst Du da drinen finden, aber begehre nichts davon, denke auch keine Verbrechen im Geheimen, dann hinterher wird der fall untersucht werden und das geheime Verbrechen, welches Du getan hast, wird entdeckt.
Sprich nicht Schlechtes, sprich nur gutes. Sage keine bösen Sachen, spricht gut von anderen Leuten. Der der Schlechtes und Böses spricht – werden andere Menschen meiden, wegen seiner Schuld bei Shamash. Sprich nicht zu freizügig, pass auf was Du sagst. Drücke nicht Deine tiefsten Gefühle aus, selbst nicht wenn Du alleine bist. Was Du sagst magst Du später bereuen. Erzieh Dich selber Deine Stimem zurückzuhalten.
Ehre Deinen Gott jeden Tag. Aufopferung und fromme Äusserungen sind die richtige Beigabe zu Weihrauch. Gebe gerne für Deinen Gott, denn dass ist das Richtige. Bete, Bitte und Knie vor ihm jeden Tag, dann werden Deine gebete erhöhrt und Du wirst in Harmonie sein mit Deinem Gott.
Für Hiob, einige Psalme etc. gibt es auch genügend Keilschrift vorlagen.
Denn das ist alles nur geklaut,
das ist alles gar nicht meine,
das ist alles nur geklaut,
doch das weiß ich nur ganz alleine,
das ist alles nur geklaut
und gestohlen,
nur gezogen
und geraubt.
Entschuldigung, das hab' ich mir erlaubt.
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Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Bibel im historischen Kontext? (datura) Am 29.05.2010 00:44 schrieb datura:
Hier ein Auszug aus dem babylnischen Recht:
Was ist daran gerecht, falls die Tochter stirbt? Was kann die Tochter dafür, dass ihr Vater eine Fehlgeburt verursacht hat und die Mutter dabei stirbt? [Ich nehme an, so ist das gemeint] |
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