Re: Bibel im historischen Kontext? [Re: Schwache Argumente. Ein Beispiel: Oberflächlichkeit und Unkentnis bei der atheistischen Abhandlung der Zehn Gebote] (mrw)
Am 30.05.2010 20:12 schrieb mrw:
Am 30.05.2010 01:39 schrieb wild-rose:
Du kannst den historischen Kontext betrachten, daraus lernen, was Gott uns damit sagen will
«Gott» will uns gar nichts sagen, «Gott» existiert nicht. «Gott» ist eine literarische Figur,
und dir dann überlegen, wie du seinem Willen in unserer heutigen Zeit nachkommen kannst.
Das heisst im Klartext: Jeder kann aus der Bibel machen, was er will! Jeder kann hineininterpretieren, was im passt.
Wenn zum Beispiel Paulus im neunen Testament den Christen empfiehlt nicht zu heiraten. Dann klingt das äusserst unsinnig. Allerdings erhalten seine Worte plötzlich einen Sinn, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, dass er seine Worte an Christen richtete, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden (Christenverfolgungen). Es macht durchaus Sinn in Zeiten der Verfolgung "mobil" zu bleiben und sich nicht durch eine Familie an Orte und Verpflichtungen zu binden.
Oder er hatte Stress mit einer nervigen Ehefrau und einem Drachen von Schwiegermutter …
Jetzt frag mich bitte nicht, ob dazumals in Korinth wirklich die Christen verfolgt wurden. Ich hab das nicht überprüft. Ich habe diese Erklärung gehört und ich ich finde sie eben einleuchtend. Es ist nur eines von vielen Beispielen, wie der historische Kontext eine Rolle spielen kann.
Wenn er es so meint, warum sagt er es dann nicht so? Wenn jemand ein «heiliges» Buch verfasst, von dem er erwartet, dass es auch noch nach Jahrhunderten, Jahrtausenden gültig sein soll, warum ist er dann so blöd und schreibt über etwas, was nur in der speziellen gegenwärtigen Lage gilt, und warum weist er nicht darauf hin, wie das zu verstehen ist?
Bedenke auch: Darüber, wie die Bibel zu verstehen ist, wurden schon Kriege geführt!
Und was ich dann nicht verstehen kann, ist, warum die angeblich vom heiligen Geist umnachteten Bibelschreiber offensichtlich zu dumm waren, sich klar und verständlich auszudrücken. Die Tatsache, dass man die Bibel unterschiedlich interpretieren kann, und dass man darüber sogar Kriege führen kann, beweist, dass da kein Gott seine Hand im Spiel hat.
Du berufst dich darauf, dass aus der Bibel alles eins zu eins auf das heutige Leben umgesetzt werden können müsste.
Nein, ich sage, dass die Bibel heute nichts mehr zu melden hat.
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Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Am 09.06.2010 14:29 schrieb wild-rose: Bitte schrieb nicht solche Aussagen in deses Forum ohne sie zu begründen. Das senkt den Wert der Diskussion beträchtlich. Kannst du deine Aussage von einem Standpunkt aus begründen, der erkehnen lässt, dass deine Meinung nicht schon im voraus feststand?
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