Re: Bibel im historischen Kontext? [Re: Schwache Argumente. Ein Beispiel: Oberflächlichkeit und Unkentnis bei der atheistischen Abhandlung der Zehn Gebote] (datura)
Am 02.06.2010 11:47 schrieb datura:
Falsch. Du kannst den historischen Kontext betrachten, daraus lernen, was Gott uns damit sagen will und dir dann überlegen, wie du seinem Willen in unserer heutigen Zeit nachkommen kannst. Wenn zum Beispiel Paulus im neunen Testament den Christen empfiehlt nicht zu heiraten. Dann klingt das äusserst unsinnig. Allerdings erhalten seine Worte plötzlich einen Sinn, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, dass er seine Worte an Christen richtete, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden (Christenverfolgungen). Es macht durchaus Sinn in Zeiten der Verfolgung "mobil" zu bleiben und sich nicht durch eine Familie an Orte und Verpflichtungen zu binden.
Ich gebe Dir volkommen recht, dass man dem historischen Kontex betrachten soll und dass man daraus lernen soll was Gott uns sagen will. Bitte verrate mir, welcher historische Kontex macht 4. Mose (15,32ff) halbwegs erträglich?
Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage. Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte. …. Wer an dem arbeitet, soll sterben. Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager.
Ich konnte keinen historischen Kontex konstruieren der diese Handlungsweise ethisch erträglich macht. Ich verlange keine ethisch gute Handlungsweise. Ich verlange hier nur eine ethisch halbwegs erträgliche Handlungsweise v. Mose.
Als Agnostiker habe ich hier eine Frage: Aus der offiziellen Mitteilung der Protestantische Kirche in den Niederlanden, berührt die Frage ob es einen Gott gibt nicht das Fundament des christlichen Glaubens. Nun interessiert mich: Was ist das Fundament des christlichen Glaubens?
Zu Deiner Frage: Wenn ein existierender allwissender Gott die Bibel mit verschiedenen Werkzeugen (menschl. Schreibern) die Bibel geschrieben hat, dann ist es doch naheliegend, dass er weiß wie man sich so ausdrückt, dass die Bibel für alle Menschen (auch in Zukunft) verständlich ist.
Jaja, "es widerlegt sich von selbst" ist ne nette rethorische Floskel.
Ich kann über mich nur sagen: Ich habe die Wahrheit, ob es einen Gott gibt nicht gepachtet.
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