Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Plakat und Gegenplakat (knuddel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 06.10.2009 17:29 schrieb knuddel:

Was haltet ihr davon?

Nicht viel (natürlich).

Deine Antwort ist etwa so rethorisch wie meine Frage :-)

Stell Dir vor, der Alki am Bellevue liest das Plakat, während er sich mit dem Tagi von gestern auf die Bank legt und sich dabei den Arsch abfriert.

Ich verstehe durchaus was du meinst. Ich nehme deinen Standpunkt zur Kentniss und nehme die Kritik entgegen. Aber ich habe eine Andere Meinung, und diese möchte ich dir mitteilen. Ich hoffe, du fühlst dich dadurch nicht provoziert, diskriminiert oder in deinen Rechten verletzt:

Was ist mit dem Alki, der am Bellevue das atheistische Plakat liest und jegliche Hoffnung verliert, dass Gott ihm aus seinem Schlamassel raushelfen wird? Und dann erst noch die absollut zynische und abartige Anweisung, er solle sein Leben geniessen, während er sich alles mögliche abfriert? Geniesse deine blauen Zehen!! Los!! Ja, klar, die Leute die das Plakat bezahlt haben, die haben genug Geld um ihr Leben zu geniessen. Aber die Randständigen, deren Hoffnung auf Gott eine ihrer letzten psychischen Stützen ist? Was ist mit denen? Hast du schon mal so weit gedacht?

Noch schlimmer: Das atheistische Plakat weist die Leute an, das Leben zu geniessen, was sicher nicht einschliesst, den Randständigen zu helfen. Geniesse dein Leben!!! Wirf dein Geld nicht in den Hut des Penners!!! investiere dein Geld lieber in eine Flasche Vodka und geniesse ihn, wie dein Leben!!!

Oder willst Du den hungernden Kindern dieser Welt erzählen: «Sorg Dich nicht, Gott sorgt für Dich?» Das ist sehr zynisch, richtig abartig.

Willst Du den hungernden Kindern dieser Welt erzählen: «Sorg Dich nicht, Geniesse dein Leben? Und übrigens, deine Hoffnung auf Gott ist vergebens.» Das ist sehr zynisch, richtig abartig. Gemein, dreckig, niederträchtig, arrogant… Ich finde nicht genug wüste Wörter dafür.

Wo ist den nun Dieser Gott, der für uns sorgt, angesichts des Leids dieser Welt? Nein, Gott sorgt für gar niemanden. Wenn nicht wir selbst für uns und unsere Mitmenschen schauen, dann tut das gar niemand.

Und weil wir (reichen) Menschen assoziale Schweine sind, lassen wir die Alkis auf der Strasse, anstatt sie zum Essen zu uns nach Hause einzuladen. Viele Randständige haben die Hoffnung, dass die Menschen ihnen helfen schon längst aufgegeben. Jetzt will man ihnen auch noch die Hoffnung auf einen Gott der hilft, oder nach dem Tod sich um einem kümmert zerstören.

Das christliche Plakat vermittelt Hoffnung und Herzenswärme. Das atheistische Plakat diskriminiert leidende Leute und verspottet sie. Vor allem diejenigen, die auf Gottes Hilfe hoffen. Und es gibt nun mal viele Leute, die von Menschen (die ihr Leben geniessen) dermassen enttäuscht wurden, dass sie nur noch auf Gott hoffen können.

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Re: Plakat und Gegenplakat (mike123)


Am 07.10.2009 10:11 schrieb mike123:

Was ist mit dem Alki, der am Bellevue das atheistische Plakat liest und jegliche Hoffnung verliert, dass Gott ihm aus seinem Schlamassel raushelfen wird? Und dann erst noch die absollut zynische und abartige Anweisung, er solle sein Leben geniessen, während er sich alles mögliche abfriert? Geniesse deine blauen Zehen!! Los!! Ja, klar, die Leute die das Plakat bezahlt haben, die haben genug Geld um ihr Leben zu geniessen. Aber die Randständigen, deren Hoffnung auf Gott eine ihrer letzten psychischen Stützen ist? Was ist mit denen? Hast du schon mal so weit gedacht?

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Re: Plakat und Gegenplakat (gwendolan)


Am 07.10.2009 18:02 schrieb gwendolan:

Wir leben in der Schweiz zum Glück in einem Sozialen Rechtsstaat. Die Freidenker angagieren sich aufgrund eines humanistischen Weltbildes absolut dafür, dass den Armen geholfen wird. In der Schweiz lebt und verfriert deshalb ja auch keiner auf der Strasse, der sich das nicht selbst ausgesucht hat. Dafür sorgt aber der Staat und das soziale Sicherheitsnetz, nicht die Kirche(n).

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Re: Plakat und Gegenplakat (captain_blume)


Am 08.10.2009 10:51 schrieb captain_blume:

was mit dem alki ist, der das plakat liest und deshalb die hoffnung auf gott verliert? was ist denn das für eine frage, bitteschön? wenn gott diesen alki als sein schäflein unter seine fittiche genommen hätte, dann wäre der alki ja nun kein solcher bzw. in dieser unglücklichen situation.

ich frage mich immer wieder, wie bei all dem leid und der ungerechtigkeit in der welt ein halbwegs rationaler mensch noch an einen gütigen gott glauben kann, der seine schöpfung liebt.

aber man hat ja rausgefunden, dass bei gläubigen menschen -wenn sie nach gott und glauben und allgemein solchem schmus gefragt werden- ein hirnzentrum aktiv ist, dass normalerweise für phantasie und vorstellungsvermögen verantwortlich ist. das erklärt wohl den glauben an ein solches wesen namens gott. andererseits glauben diese menschen ja auch nicht an den osterhasen oder den samichlaus. und da muss schon ein grosses mass an selbsttäuschung vorhanden sein, um solche offensichtlichen unstimmigkeiten einfach ignorieren zu können.

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Re: Plakat und Gegenplakat (captain_blume)


Am 08.10.2009 11:19 schrieb captain_blume:

was mit dem alki ist, der das plakat liest und deshalb die hoffnung auf gott verliert? was ist denn das für eine frage, bitteschön? wenn gott diesen alki als sein schäflein unter seine fittiche genommen hätte, dann wäre der alki ja nun kein solcher bzw. in dieser unglücklichen situation.

ich frage mich immer wieder, wie bei all dem leid und der ungerechtigkeit in der welt ein halbwegs rationaler mensch noch an einen gütigen gott glauben kann, der seine schöpfung liebt.

aber man hat ja rausgefunden, dass bei gläubigen menschen -wenn sie nach gott und glauben und allgemein solchem schmus gefragt werden- ein hirnzentrum aktiv ist, dass normalerweise für phantasie und vorstellungsvermögen verantwortlich ist. das erklärt wohl den glauben an ein solches wesen namens gott. andererseits glauben diese menschen ja auch nicht an den osterhasen oder den samichlaus. und da muss schon ein grosses mass an selbsttäuschung vorhanden sein, um solche offensichtlichen unstimmigkeiten einfach ignorieren zu können.

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