Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Vakuumfluktuationen (sara)

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Diskussionsbeitrag:

Am 09.09.2009 19:46 schrieb sara:

Am 03.08.2009 15:53 schrieb knuddel:
So weit ich weiss will kein Atheist Gott wiederlegen. Wir verlangen lediglich einen beweis für Gott. Wenn es keinen wissenschaftlichen gibt, so sollt man Gott genau so als spekulation ansehen wie alles andere über das wir nichts wissen.

Doch. Gerade mit Ockhams Rasiermesser wird der Versuch gemacht, Gott zu widerlegen. Wenn dem nicht so ist, habe ich wohl etwas grundlegend falsch verastanden.

"Ockham's Razor" besagt lediglich, dass, wenn mehrere Theorien das gleiche erklären, eine einfache/sparsame eher der Wirklichkeit entspricht als eine kompliziertere, die selber vieler weiterer Annahmen und Erklärungen bedarf. Mit anderen Worten, ein Regenbogen ist eher durch das Brechen von Sonnenstrahlen an der runden Oberfläche von Wassertropfen zu erklären (da dieses Phänomen direkt an einem Prisma beobachtet werden kann und eines einzigen physikalischen Gesetzes bedarf) als dass irgendeine nie gesehene blumige Göttlichkeit mit nie direkt beobachteten Fähigkeiten einen nicht verifizierbaren Pinsel in einen unsichtbaren angenommenen Farbtopf steckt ;-)

Daraus folgt, dass "Ockhams Rasiermesser" Gott nicht direkt "widerlegen will", sondern einfach nur zeigt, warum Gott zur Erklärung der allermeisten Sachverhalte gar nicht nötig ist. Warum sollte ein vernünftig denkender Mensch speziell diesen Gott allen anderen (plausibleren) Erklärungen vorziehen?

freundlich grüsst, Sara

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Re: Vakuumfluktuationen (knuddel)


Am 18.09.2009 17:04 schrieb knuddel:

"Ockham's Razor" besagt lediglich, dass, wenn mehrere Theorien das gleiche erklären, eine einfache/sparsame eher der Wirklichkeit entspricht als eine kompliziertere, die selber vieler weiterer Annahmen und Erklärungen bedarf. Mit anderen Worten, ein Regenbogen ist eher durch das Brechen von Sonnenstrahlen an der runden Oberfläche von Wassertropfen zu erklären (da dieses Phänomen direkt an einem Prisma beobachtet werden kann und eines einzigen physikalischen Gesetzes bedarf) als dass irgendeine nie gesehene blumige Göttlichkeit mit nie direkt beobachteten Fähigkeiten einen nicht verifizierbaren Pinsel in einen unsichtbaren angenommenen Farbtopf steckt

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