Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Vakuumfluktuationen (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.07.2009 21:42 schrieb datura:

Am 22.07.2009 19:19 schrieb gwendolan:
Am 20.07.2009 21:54 schrieb jones:
Hallo mrw
Angenommen es fand tatsächlich eine Fluktuation in einem Vakuum statt, welche Teilchen-Antiteilchen-Paare hervorbrachte, die anschliessend in Ungleichgewicht (warum auch immer dies logisch sein sollte?) annihiliert sind und Materie übrig gelassen haben: wenn anfangs doch keine Materie existierte, so existierte anfangs doch auch keine Zeit und auch kein Raum.
Wie kann ohne Raum ein Vakuum entstehen, wie kann eine Fluktuation geschehen ohne dass Zeit existiert?
Bis anhin wurden solche Fluktuationen in Vakuum beobachtet, wenn mit Platten, also Materie, ein Gravitationsfeld angelegt wurde? Materie = Energie, es war also Energie im "Test-System". Ohne Raum keine Energie, oder?
Irgendeine Idee?
Jones

Der Ursprung von allem, die Frage, weshalb es überhaupt etwas gibt, und nicht vielmehr nichts, ist sehr schwierig. Eine der schwierigsten Fragen, die die Menschheit zu beantworten hat. Zu beantworten hat, weil wir noch keine pfannenfertige Lösung für dieses Rätsel kennen. Alles, was die Zeit vor dem Urknall (sogar die ersten Sekundenbruchteile dannach!) betrifft ist momentan (und vielleicht sogar für immer!) hochspekulativ. Vielleicht wird es nie eine Antwort auf diese Frage geben. …

Mir erscheint die Theorie, dass der aus einer Singularität entstanden sein soll als widersinnig, da dies eine unendliche Dichte voraussetzt. Aus Erfahrung wissen wir: Es gibt nichts unendliches. (sogar die Masse des Universums ist endlich) Mir erscheint die Theorie, dass ab einer gewissen (endlichen) Dichte die Gravitation abstoßend wirkt als am sinnvollsten.

Damit ergibt sich folgende abgeschlossene Theorie: "Vor" den Urknall kollabierte ein Universum, solange bis eine kritische Dichte erreicht wurde. Sobald die Dichte überschritten wurde wirkte die Gravitation nicht mehr anziehend, sondern abstoßend. ⇒ Das Ergebnis war der sogen. "Urknall".

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Re: Vakuumfluktuationen (sara)


Am 09.09.2009 20:03 schrieb sara:

Damit ergibt sich folgende abgeschlossene Theorie: "Vor" den Urknall kollabierte ein Universum, solange bis eine kritische Dichte erreicht wurde. Sobald die Dichte überschritten wurde wirkte die Gravitation nicht mehr anziehend, sondern abstoßend. ⇒ Das Ergebnis war der sogen. "Urknall".

Leider ist diese Theorie nicht "abgeschlossen":

1) Die Entstehung des "Universums vor dem Urknall" ist damit nicht erklärt, sondern bedarf nun genau der selben Erklärung, die es zur Entstehung des "Universums nach dem Urknall" abzugeben vorgibt. Die Frage bleibt: Wieso existiert überhaupt "etwas" und nicht einfach "nichts"? Auf jeden Fall löst der Einschub eines glamurösen, ergebnisorientierten Gottes in die Gleichung gar nichts. Wenn dieser Gott "unendlich und ewig" sein soll und damit der Anfangspunkt und Erklärung von allem, dann kann genauso gut einfach das Universum selber "unendlich und ewig" sein; es bedarf somit keines Gottes für eine Erklärung seines Ursprungs.

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