Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Gott, Christen, Nazis und Verbrechen [Re: Lange nicht mehr hier gewesen!] (knuddel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 21.04.2009 18:45 schrieb knuddel:

@knuddel: Du antwortest schon noch auf die zahlreichen anderen Themen, und lässt nicht alles versanden, oder?

Wir haben doch gerade die Diskussion um das Sündenverständnis und Heuchelei. Da habe ich dir sehr ausführlich geschrieben.

Haben wir sonst noch Themen? Ich kann mir gerade gar nicht daran erinnern, dass sonst noch etwas grösseren im Gang ist…

Die Bibel lehrt uns eben gerade, dass dieser Gott nicht mit sich spassen lässt, wenn man nicht nach seinem Willen handelt, und dass er es schon gar nicht durchgehen lässt, wenn man seinen Namen missbraucht.

Du hast offenbar sehr lückenhafte Bibelkentnisse. Jesus selber hat angekündigt, dass es Menschen geben wird, die sich als Gott ausgeben. Er hätte gar nicht von diesen Menschen warnen würden, wenn er sich entschlossen hätte, diese Menschen sofort und unverzüglich zu töten. Auch durch die Apostel hat Gott vor diesen Menschen, die offenbar vorerst ungestraft Gottes Namen missbrauchen können, gewarnt.

Somit ist deine Aussage

Daher passt es nicht ins Bild, wenn dieser Gott nun plötzlich überhaupt nicht darauf reagiert, dass die Menschen in seinem Namen Verbrechen begehen, die gemäss Knuddels Ansicht nicht seinem Willen entsprechen.

fasch und es eröffnet sich die Möglichkeit, dass Gott es zulässt, wenn in seinem Namen Dinge geschehen, ohne dass er unmittelbar eingreift.

Das "Problem" ist, dass Gott den Menschen den freien Willen gegeben hat. Dann gibt er ihnen auch die Entscheidungsfreiheit, sich von ihm abzuwenden. Er zwingt sie nicht, das zu tun, was er will und er zwingt sie nicht, ihm nachzufolgen. Wie sonst könnte er die Liebe zwischen Gott und den Menschen ermöglichen? Liebe kann nur auf freiem Willen basieren.
Der freie Wille kann nicht als Entschuldigung gelten,

Es ist keine Entschuldigung, sondern eine fundierte und untermauerte Begründung.

weil hier der Mensch den Namen Gottes missbraucht, falls Gott tatsächlich mit den Taten nicht einverstanden sein sollte. Wenn jemand Dir ein Verbrechen unterstellt, das Du nicht begangen hast, müsstest Du auch einschreiten, und das Gesetz würde Dich dabei unterstützen. Warum also sollte sich ein Gott das gefallen lassen, mit der schwammigen und oft bemühten Allerweltsausrede, das sei halt «freier Wille und nun mal nicht zu ändern»? Daher müsste Gott eigentlich einschreiten.

Gott müsste, Gott sollte, … Begründung bitte. Deine bisherige Begründung hat nicht standgehalten.

Zudem lehrt uns die Bibel, dass Gott früher immer sofort und grausam eingegriffen hat, wenn jemand seinen Namen missbrauchte, ihm fluchte oder sonstwie sein Ego ankratzte.

Falsch. Oft hat er sich einfach nur von der Person oder dem Volk abgewandt. dsa heisst, er hat sich nicht mehr mit ihnen befasst. Ich habe dir in einem vorhergehenden Beitrag schon gesagt, dass du ein sehr lückenhaftes Bild vom Christentum hast. Jetz habe ich sogar den Eindruck, du formst das Christentum in deinen Gedanken so, dass es am besten in dein Konzept passt.

Kannst Du mir mal plausibel erklären, warum in der Bibel immer wieder geschrieben steht, dass Gott eingegriffen haben soll, was wir aber nicht prüfen können, Gott aber nun, seit die Bibel abgeschlossen wurde, offensichtlich niemals mehr wieder je eingegriffen hat?

Woher willst du wissen, dass er nicht mehr eingegriffen hat?

Er greift zwar manchmal in die Geschichte ein. Aber im grossen und ganzen lässt er der Menschheit freie Hand.

Wann hat er seit der Bibel je eingegriffen?

Wieso sind seine Eingriffe ausschliesslich in der Bibel dokumentiert? Oder gibt es ausserhalb der Bibel Nachweise von göttlichem Eingreifen?

Die Eingriffe in der Bibel sind nicht besser nachweisbar als die Eingriffe die heute stattfinden. Auch Eingriffe in der Bibel kannst du als Zufälle verleugnen. Du kannst mit Christen sprechen und sie werden dir von Eingriffen von Gott berichten die du nicht besser überprüfen kannst als die Dinge die in der Bibel stehen. Warum genügt dir dsa nicht?

Wir haben also ein primitives, ungebildetes Wüstenvolk mit Wissensstand von vor zweitausend Jahren, kulturell allenfalls im Mittelfeld, das von sich behauptet, einen Gott zu besitzen, der dieses Volk als sein eigenes erwählt habe und der ihnen immer wieder geholfen habe. Diese Behauptungen sammeln sie in einem Buch bekannt als Bibel zusammen.

Das ist deine Theorie die du aus dem Spiegel hast. Google mal nach Kritik die an diesen Artikeln geübt wurde. Dann kriegst du erklärt, was für einer Boulevardwissenschaft du auf den Leim kriechst.

Ausserhalb dieser Bibel gibt es keinerlei Nachweise für diesen Gott und sein Wirken. Und Du glaubst das trotzdem?

Warum sollte es massenhaft andere Hinweise auf Gott geben? Denkst du, dass Menschen die nicht an ihn glauben Werke über ihn schreiben?

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Gott, Christen, Nazis und Verbrechen [ Re: Lange nicht mehr hier gewesen! ] (kimkarryanne)


Am 21.04.2009 22:25 schrieb kimkarryanne:

@knuddel: Du antwortest schon noch auf die zahlreichen anderen Themen, und lässt nicht alles versanden, oder?

Wir haben doch gerade die Diskussion um das Sündenverständnis und Heuchelei. Da habe ich dir sehr ausführlich geschrieben.

Wenn ich was sagen darf, da war noch die Sache mit den Statistiken…

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