Re: Faule Ausreden, um am Samstang nicht arbeiten zu müssen [Re: Frohe Lebensfreude den Atheisten, den Christen viel Spass beim rumhängen in der Kirche] (mrw)
Am 14.04.2009 12:24 schrieb mrw:
Am 14.04.2009 10:32 schrieb knuddel:
Aber egal, die Diskussion verläuft sowieso in die völlig falsche Richtung.
Trotzdem, oder gerade deswegen ist sie interessant.
Typisch faule Ausrede.Da Jesus bereits dafür bezahlt hat, dass ich es nicht fertigbringe, mich immer an Gottes Gesetz zu halten, stellt sich für mich nicht die Frage, wie peinlich genau ich mich an das Gesetz halte. Es stellt sich nur die Frage, ob ich die Erlösung von meiner Schuld die Jesus mir anbietet, annehme oder nicht. Das Gesetz bleibt gültig, wie Jesus selber gesagt hat. Aber seit er da war, können wir bei Übertretungen begnadigt werden.
Da geht es weiter mit den faulen Ausreden.
Also: Welche Gebote genau muss man nun unbedingt einhalten und bei welchen darf man abweichen?
Darfst Du töten, und danach Dir von Jesus vergeben lassen?
Darfst Du wissentlich und willentlich Gebote brechen, und Dir dann vergeben lassen?
Wenn Du aber weisst, dass Du sechs Tage die Woche arbeiten musst, Du arbeitest aber nur fünf Tage, ruhst Dich zwei statt einen Tag aus, dann hast Du Gottes Gebot wider besseres Wissen in voller Absicht gebrochen. Das ist genauso schändlich, wie wenn Du absichtlich einen Menschen aus Gier ermordest, und dann um Vergebung bittest. Und das wiederum ist genauso schändlich, wie wenn Du atheismus.ch nicht tausend Franken pro Monat spendest, obschon Du das tun müsstest.
Also frage ich nochmals:
Darf man wirklich Gottes Gebote brechen, im vollen Wissen, dass man sie bricht, und sich hinterher das Vergehen einfach vergeben lassen?
Wer entscheidet, dass man das darf? Wer entscheidet, welche Gebote man brechen darf und welche nicht?
Welchen Wert haben Gottes Gebote noch, wenn es schnurzpiepegal ist, wenn man sie bricht?
Du hingegen, verstösst gegen deine atheistische Prinzipien, wenn du am Sonntag nicht arbeiten gehst.
Erstens hat Gwendolan hier begründet, warum das nicht wirklich ein Problem ist: Re: Frohe Lebensfreude den Atheisten, den Christen viel Spass beim rumhängen in der Kirche [Re: Frohe Ostern den Christen, dem Rest frohes Arbeiten!] (gwendolan).
Zweitens beuge mich hier dem gesellschaftlichen Druck und den Vorschriften meines Arbeitgebers. Das heisst aber nicht, dass ich die gesellschaftlichen Regeln deswegen gut heisse. Wenn es nach mir ginge würde die Zehn-Tage-Woche eingeführt, mit 3-4 Freitagen pro Woche.
Abgesehen habe ich schon oft am Sonntag gearbeitet, auch für die Firma. Dafür kassierte ich sogar eine Belohnung: Die Überzeit wird als 150% gerechnet. Nicht zuletzt ist der Sonntag, wenn ich Zeit dazu habe, auch der Arbeit an atheismus.ch gewidmet.
Und dann hast du die Frechheit, andere als Wischiwaschi-Christen zu bezeichnen?
Du vergisst eines: Wir Atheisten haben keine Regeln, ausser denen, die uns die Gesellschaft auferlegt, und die dürfen, ja müssen wir hinterfragen, und diejenigen, die wir uns selbst auferlegen, weil wir sie für vernünftig erachten.
Ihr Christen hingegen hättet klare, aber auch widersprüchliche gottgegebene Regeln, denen Ihr unbedingt blind gehorchen müsstet, und die Ihr nicht in Frage stellen dürftet.
Du kommst mir vor wie Peer Steinbrück: Um von deinem eigenen Versagen abzulenken, zeigst du mit dem Finger auf die anderen.
Jetzt wirst Du aber wirklich sehr ausfällig und beleidigend!
Wen es nun tatsächlich Gott nicht gefällt, dass ich dir kein Geld gebe, kann mir das trotzdem vergeben werden. Denn ich nehme die Vergebung die Jesus mir anbietet dankend lobpreisend an. Und das macht mich zum Christen. Das entkröftigt so ziemlich alles, was du auf der betreffenden Seite über die Spenden schreibst.
Siehe oben.
Was kann Gott vergeben, und was nicht?
Wenn Du nie in die Kirche gehst, weil Dir das stinkt, nicht betest, weil Dir die Zeit dafür zu schade ist, keinen Zehnten abgibst, weil Dich das Geld reut, überhaupt Dir das Christentum egal ist, Du lebst wie ein Atheist, vergibt Dir Gott das auch einfach so?
Wenn das mit dem Vergeben so einfach ist, dann kann man ja tun und lassen, was man will, — offensichtlich tust Du das ja auch, — Gottes Gebote und Verbote sind völlig egal, es gibt ja sowieso die Vergebung. Das dreht die Pascalsche Wette völlig um: Es wäre dumm, für einen Gott irgendetwas zu tun. Wenn es ihn nicht gibt, dann ist das eine Verschwendung von Mühe, Zeit und Geld. Wenn es ihn gibt (und es ist zufälligerweise der christliche Gott, den es gibt), dann vegibt er uns alles und wir kommen so oder so in den Himmel. Oder gemäss dem Gleichniss mit dem Weinbauern (weiss nicht mehr, wo das ist und bin zu faul zum suchen): Wir können kurz vor dem Tod alles bereuen und erhalten trotzdem die volle Belohnung, das ganze Himmelreich.
Ab hier gilt der «nicht ganz ernst zu nehmen» Modus (und zwar für beide, für Knuddels Aussage und die von MRW):
Und ich muss dich noch darauf hinweisen, dass deine Sprüche von "faule Ausrede" und ähnliches beim einen Ohr rein und beim anderen Ohr rausgehen, wenn du keine Argumente dazu bringst.
Nur bringe ich die Argumente, also solltest Du sie zwischendurch vom Hirn bearbeiten lassen, bevor sie auf der anderen Seite wieder raus gehen.
Klare und wahre Worte gefallen Dir nicht? Schade. Sollte ich wirklich Rücksicht auf dermassen übertriebene Befindlichkeiten nehmen? Ich denke nein. Wieso seid Ihr Christen immer so extrem empfindlich? Eine faule Ausrede klar als eine solche zu bezeichnen, ist doch keine schlimme Ausdrucksweise! Eure Emfindlichkeiten liegen doch nur daran, dass Euer Glaube nichts wert ist, und Ihr befürchten müsst, dass er beim kleinsten Hauch von Realität zusammenbricht. Darum müsst Ihr Euch hinter einem Schutzwall aus übertriebenem Selbstmitleid verkriechen. Oh, das war nun wieder echt gemein von mir, oder…
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Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Am 14.04.2009 14:51 schrieb knuddel:
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