Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Fehler in der Bibel widerlegen eindeutig ihre angebliche göttliche Herkunft[ Re: Relativität göttlicher Gebote angesichts von Sündenvergebung [...]] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 07.05.2009 01:09 schrieb mrw:

Am 27.04.2009 09:31 schrieb knuddel:
Wo sind Widersprüche [in der Bibel] zu finden? Welches sind die gravierendsten?

Diese beiden Seiten, die auch unter Andere Seiten im Netz genannt werden, listen Widersprüche in der Bibel auf:

Beachtet man, wie oft die Bibel abgeschrieben und überliefert wurde ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich fehler einschleichen. Aber im Zusammenhang mit dem Kontext lassen sich die allermeisten Fehler aufklären und von zwei widerrsprüchlchen Stellen wird klar, welche die Richtige ist.

Es gibt zum Beispiel zwei Stellen in Könige und Chronik, in der eine Armee mit unterschiedlicher Anzahl Pferde beziffert wird. Man kann aber wissen, welche Zahl die richtige ist, weil die eine unrealistisch hoch ist, nicht mit den Anzahl Ställen oder Reitern übereinstimmt, oder sonst irgendwo nicht in den Kontext passt.
Aber Leser die den Kontext icht kennen, oder sich nicht für ihn interessieren, weil sie sich nur für die Widersprüche interessieren, kömmern sich natürlich nicht darum. Auch auf dieser Website gibt es Leute, die jedes mal "blöd tun", wenn man sie dazu auffordert, mal den Gesamtkintext der bibel zu betrachten, anstatt nur einzelne Zeilen zu kritisieren.

Eine Betrachtung des Zusammenhangs hilft in diesem Fall nicht weiter. Das Problem ist folgendes: Falls man davon ausgehen würde, dass die Bibel «göttlich» sei und «Wahrheit» verkünde, dann führt jeder Widerspruch ins unauflösbare Dilemma, auch wenn er im Kontext entschieden und korrigiert werden könnte. Trotzdem hat, bei der Stelle, die Du erwähnst, eine Bibelstelle eine falsche Zahl genannt. Wenn aber Zahlen falsch sein können, was dann noch? Ist die «Auferstehung» auch ein Fehler? Wer kann das dann noch wissen…?

Ein Fehler an beliebiger Stelle der Bibel mach alles Vertrauen und alle Glaubwürdigkeit zunichte, denn ein göttliches Buch hat keinen Fehler, nicht den geringsten. Ein Gott wurde selbst für die Fehlerfreiheit von Übersetzungen sorgen, – falls ein göttliches Werk überhaupt übersetzt werden müsste, was ich bezweifle, denn gäbe es einen Gott, könnten alle Menschen ihn verstehen, nehme ich an.

Ohne diesen absurden Anspruch sind die Fehler kein Problem: Wo Menschen sind (und nicht Götter) werden Fehler gemacht. Nur von einem Gott kann man ein absolut fehlerfreies Werk verlangen, von einem Menschen nicht. Folglich ist es eindeutig: Die Bibel ist menschlichen, nicht göttlichen Ursprungs.

Im Weiteren würde es ein Gott wohl schaffen, seinen Willen so zu formulieren, dass er unmissverständlich und absolut klar und eindeutig ist. Das dies bei der Bibel nicht der Fall ist, wie u.a. eine historische Betrachtung der Interpretationen zeigt, ist eindeutig erwiesen, dass die Bibel nicht «Gottes Wort» ist.

Ein Gott, der nicht einmal seinen Willen fehlerfrei und eindeutig den Menschen übermitteln kann, ist nichts wert, egal ob es ihn gibt oder nicht.

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