Re: Jeder macht sich seinen eigenen Gott - Mensch im Mittelpunkt? [Re: Ist Gott messbar? [Re: übertreibt ihr es nicht ein wenig?]] (ich_bin_der_ich_bin)
Am 15.03.2009 16:34 schrieb ich_bin_der_ich_bin:
Nicht Gott muss einen Nutzen für uns haben, die Einführung des Begriffs «Gott», die Einführung der Theorie «es gibt einen Gott» muss einen Erklärugswert haben, sonst ist die für unser Verständnis nutzlos und fällt Ockhams Rasiermesser zum Opfer.
Vielleicht verstehe ich das falsch, bitte korrigiere mich, wenn ich mich irre: Ockham s Gesetz sagt im Grunde aus, dass wenn es mehrere Erklärungen für etwas gibt, dass die einfachere davon zu bevorzugen ist. Ockham sagt überhaupt nicht aus, dass alles einen Erklärungswert haben muss, so wie du das darzustellen versuchst. Du lügst wieder einmal mehr bzw. versuchst Deine Fehlinterpretation als Wahrheit zu verkaufen, aber das funktioniert bei mir nicht.
Hier die Definition von Wikipedia:
Ockhams Rasiermesser ist das Sparsamkeitsprinzip in der Wissenschaft. Es besagt, dass von mehreren Theorien, die den gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste zu bevorzugen ist.
Wie schon mehrmals gesagt, erklärt die Urknalltheorie unser Herkommen des Universums nicht, auch da kannst Du Dich mit mir auf eine (technische) Auseinandersetzung einlassen, wenn Du willst. Es gibt also gar keine mehrere Theorien, die die Entstehung des Universums erklären, von denen man eine davon Ockhams Rsiermesser opfern könnte. Eine Energie wie Gott ist die einzige Theorie, die wirklich erklärt auch wenn man nich erklären kann wie Gott funktioniert, das übersteigt den Intellekt des Menschen.
Die Urknalltheorie ist halbfertig wenn man sie ganz genau betrachtet. (Wird von wissenschaftlichen Menschen wie Dir gerne vergessen.) Sie erklärt nur oberflächlich aber nicht wirklich, wenn man sie hinterfragt. (Dem ist nichts hinzu zu fügen, um es mit Deinen Worten zu sagen.)
Ganz oberflächlich gesehen und nach newtonscher Mechanik kann es keine Wikrung ohne Ursache geben. Nach der Urknalltheorie ist aber der Urknall Wirkung ohne Ursache. Und dann haben wir noch die Quantenmechanik bzw. die Quantentheorie in der man im subatomaren Bereich "zufällige" Fluktuationen von Energie beobachten und sogar nachweisen kann. In der Quantenunschärfe entstehen Energieteilchen ohne erkennbares Muster aus dem Nichts. Die Quantentheorie hat das alte Paradigma von Ursache und Wirkung abglöst und das Paradoxon beseitigt. (scheinbar) Ha, könnte man jetzt vorschnell urteilen: "Es braucht doch kein Woher, kein Gott, damit Existenz werden kann." (Materie ist ja auch nur eine Form von Energie) Und dann doch, müssen diese zufällig entstehenden Energieteilchen genau so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Dann frage ich Dich? Warum ist unser Energieteilchen "Universum" nicht wieder verschwunden, als es so plötzlich aus dem Nichts erschienen ist?
Welche Energie steht da dahinter ???????????
Diese Frage wird z.B. nicht beantwortet, von keiner Theorie. Weiter hat diese subatomare Kalamität die Begründung der Quentenunschärfe begründet = spontane zufällige Fluktuation in der Struktur der Materie und der Raumziet treten auf. Materie, die ja nur eine Form von Energie ist, kann also aus dem Nichts auftauchen und so also auch das absolute Vakuum nicht wirklich leer ist. Die schwankende Quantenenergie erzeugt in dem nur scheinbar leeren Raum virtuelle Teilchen aller Art. (Auch im Übrigen zwichen den Atomen) (Experiment nach Hendrik Casimir / Casimir Effekt) Das Einzige, was diese Energieteilchen am Wachsen hinder ist das Fehlen von Energie bzw, wenn eine ausrechend grosse Energiequelle vorhanden wäre, könnte sie wachsen, zu einem Universum wie dem unseren.
Und da ist er schon wieder, mein Gott, diese konfessionslose Energie, die Existenz werden lässt, die als Substanz ununmstösslich hinter allem steht, meine Energie die z.B. aus Bewegungsenergie Pionen werden lässt.
Die Quantentheorie besagt also, dass all die Materie des Universums im Urknall selbst erzeug werden konnte, ganz ohne Gott (scheinbar), wenn man nicht hinterfragt, wo überhaupt die Energie herkam die das überhaupt ermöglicht hat. Und schon wieder steht er da, Gott, unumstösslich Quelle aller Energie und Existenz, nur oberflächlich durch die Urknalltheorie von seinem Sockel gestossen und doch stiller ehrwürdiger Meister allem da Seienden. Wenn man hinterfragt landet man immer bei Gott, bzw. einer Energie, welche diesen Namen verdient, wenn nicht ist man nicht ehrlich genug im Hinterfragen. (Das ist meine persönliche Ansicht) Genau so die Evolutionstheorie. Evolution ist ein Instrument, wie Gott Leben werden lässt, sie verwertet die Informationen der DNA zu leben. Alles eine Frage der Voraussetzungen und des wirksamen Prinzips.
Wie schon mal gesagt beschreibt die Wissenschaft nur, wie Gott Existenz und Leben werden lässt. Man kann darob oberflächlich interpretieren dass Gott von seinem Thron gestossen wurde, was aber nicht stimmt, erhaben und unangefochten steht er hinter allem.
Mein Gott begründet sich durch die Wissenschaft.
Du kannst mir gerne erklären, warum ich mich irre oder ob ich in der Interpretation der Urknalltheorie Fehler mache, ich bin gespannt und bereit zu lernen.
Gruess
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