Atheismus in der Schweiz
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Re: Gewalt, Bibel, Christentum [Re: Atheismus] (uto)

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Diskussionsbeitrag:

Am 23.02.2009 12:32 schrieb uto:

Menschen sind nicht perfekt, aber sie arbeiten daran.

Nicht alle. Viele sind stolz auf ihre unperfektheit.

Gott ist nicht perfekt und stolz darauf.

Du schliesst von der Schöpfung auf den Schöpfer. Denn alles was du siehst ist die Schöpfung. Diese ist wegen der Sünde wohl tatsächlich unperfekt. Aber das ist noch lange kein Hinweis darauf, dass der Schöüfer unperfekt ist. Übrigens bist du als unperfektes Wesen vieleicht gar nicht im Stande, perfekt von unperfekt zu unterscheiden.

Die Gesellschaft hat Gesetze, welche Gewalt verbietet. Die Gesellschaft hat eine international anerkannte Deklaration der Menschenrechte erarbeitet. Die Gesellschaft verfolgt Verstösse gegen die Gesetze und schützt die Menschen so gut sie nur kann. Die Gesellschaft hat für die Schwächsten soziale Einrichtungen erschaffem, ohne Missionierungshintergedanken. Die Kirchen hingegen haben keine tolerante und gewaltfreie Grundlage. Sie basieren auf der äusserst intoleranten und blutrünstigen Bibel.

Eine bessere Angriffsfläche hast du nicht zu bieten? Kannst du mir sagen, wie sich das neue vom alten Testament unterscheidet und in welchem Bezug diese bieden zueinander stehen? Und was das für die Gewaltanwendung und "Blutrünstigkeit" bedeutet?

Nach der Verkündung der Bibel ist es nicht nur «normal», sondern eine «frohe Botschaft», wenn ein Gott seinen eigenen Sohn ans Kreuz nageln lässt.

Deine Formulierung zeigt, dass du nicht besonders viel Anhung von Gott und der Dreifaltigkeit hast. Wenn du darüber nichts weisst ist es auch ganz klar, dass du Probleme damit hast, zu verstehen, wer von wem für was geopfert wurde. Hoffentlich hat Franz Buggle mehr Ahnung davon.

Mit ihrem Kampf gegen Sex und andere Freuden des Lebens lassen die Christen den Menschen nur noch die Gewalt als letztes «Vergnügen» übrig.

Wiebitte? Ich fange an, an deinem Verstand zu zweifeln. Ich hoffe, das war satierisch gemeint.

Und Menschen tun sehr oft Grausames in tiefster religiöser Überzeugung.

Was kann die Religion dafür, wenn man sie missbraucht?

Ich erinnere daran, dass in allen katholischen Kirchen, und bedauerlicherweise teilweise sogar auf öffentlichem Grund, gefolterte und gekreuzigte Leichen eines angeblichen «Gottessohnes» herumhängen.

Ich erinere daran, dass auf öffentlichem Grund Horrorfilme gedreht werden, die noch viel schlimmeres darstellen.

Und dieser Schmarren wir noch als «frohe Botschaft» verkauft.

Schon wieder hast du keine Ahnung. Die frohe Botschaft bezieht sich viel mehr auf die Auferstehung. Nicht auf die Kreuzigung. Du kannst nachlesen, dass man über die Kreuzigung gar nicht froh war. Ich bezweifle nicht, dass du in der Bibel gelesen hast. Aber ich bezweifle, dass du versucht hast, sie unvoreingenommen zu verstehen.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Gewalt, Bibel, Christentum [ Re: Atheismus ] (mrw)


Am 24.02.2009 11:15 schrieb mrw:

Am 23.02.2009 12:32 schrieb uto:
Gott ist nicht perfekt und stolz darauf.

Du schliesst von der Schöpfung auf den Schöpfer.

Selbstverständlich. Das ist gängige wissenschaftliche Methode, vom Beobachtbaren auf das Unbekannte zu schliessen und die Schlüsse wiederum zu prüfen.

Denn alles was du siehst ist die Schöpfung. Diese ist wegen der Sünde wohl tatsächlich unperfekt.

Nicht nur.

Erstens, wenn ein allmächtiger Schöpfer dahinter stehen würde, wären die Fehler der Schöpfung selbstverständlich die Fehler des Schöpfers.

Zweitens, Gott selbst bringt Gewalt und Unheil in die Welt, so steht es in der Bibel geschrieben. Gewalt ist aber immer eine Ausdruck des Versagens. Gott aber ist oft noch stolz auf seine Vernichtungsaktionen und Gewalttaten. Nirgendwo in der Bibel wird Gott für seine Gewalt kritisiert. Nirgendwo bedauert er die Gewalt, nirgendwo begründet er, warum er trotz seiner angeblichen Allmacht den Weg der Gewalt beschreitet. Er tut es einfach, und Juden, Christen und Moslems akzeptieren die Gewalt, ohne sie zu hinterfragen.

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