Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Atheismus Kampagne (uto)

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Diskussionsbeitrag:

Am 21.02.2009 14:29 schrieb uto:

Ich wollte mich auch mal zu Wort melden

Seit einiger Zeit zeigt die Agentur C die blauen Plakate mit den Bibelzitaten. Nach dem Vorbild von England wollen nun atheisten in der Schweiz in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gegenkampagne starten in der sie atheistische Plakate aushängen.

Es war zu erwarten und ganz sicher auch das Ziel der atheisten, damit eine Kontroverse, eine Diskussion und womöglich weitere Gegenkampagnen und eine Plakatschlacht auszulösen. Tatsächlich hat die Zeitung 20min bereits drei mal darüber berichtet. Ein mal sogar auf de Frontweite. Was provoziert, erregt aufmerksamkeit und bewirkt Absatzsteigerung.

Mittlerweile scheint die Luft aber bereits aus dem Ballon raus zu sein. Mehrere Verkehrsbetriebe meldeten an, dass sie die Plakate nicht aushängen werden. Einige taten dies von sich aus, andere nachdem Drohotschaften eingegeangen waren.

Dorhbotschaften, die die Zerstörung von Plakaten und ÖV-vehikeln prophezeiten. Da Drohbotschaften allzuoft anonym sind, ist leider nicht auszumachen, von wem sie stammen. Zweifelsohne ist es möglich, dass diese von erzürnten Christen stammten. Eine andere Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden muss ist, dass die Drohungen (teilweise) von atheisten stammten, die das Christentum in ein schlechtes Licht rücken wollen.

Auch ganz ohne Drohbotschaften ist das verhalten der verkehrsbetriebe absollut verständlich. Schliesslich will man nicht zweien fanatischen Parteien eine Plattform für ihre Machtkämpfe bieten. Die atheismuskampagne ist zu offensichtlich ein Angriff auf die Plakate derr Agentur C. Eine abgekupferten Gegenkampagne die provozieren will und vieleicht wieder eine weitere Gegenkampagne mit sich zieht will keine Firma auf ihrer Fassade.

Es muss an dieser Stelle die Frage gestellt werden, warum die atheisten ihre Provokationen nicht auf ihre eigenen Privatautos lackieren lassen. Wer darüber nachdenkt, wird verstehen, warum keine Verkehrsbetriebe solche Plakate auf ihren Fahrzeugen wollen.

Nach den Absagen von Verkehrsbetrieben kündigten die atheisten an, dass sie nicht aufgeben würden. Es soll auf Plakatwände ausgewichen werden. Dort dürfte man mehr Erfolg haben. Im aktuellen Werbeloch, wo die Plakatwände oft für sich selber werben müssen, ist man um jeden Auftrag froh.

Aber eben, die Luft ist raus. Die Provokation verläuft vermutlich im Sande, weil Menschen die keine religiöse Weltanschauung haben lieber für sich in den Tag hinein leben und sich der spassgesellschaft widmen, anstatt die Provokationen einer fanatischen Minderheit die nur ungefähr die gleichen Ansichten haben zu unterstützen. Während Christen, die alle an einem Strick zeihen und sich für ihre Anliegen engagieren vermutlich mehr finanzielle und manneskräftliche Aufwendungen leisten können.

Eine Plakatschlacht mit Gegenkampagnen und Gegen-Gegenkampagnen wird es jedenfals nicht geben. Die Agentur C hat angekündigt, nicht auf atheistische Plakate zu reagieren und auf dem bisherigen Weg weiterzumachen. Dort hat offenbar die Vernunft überhand behalten und erkannt, dass es nichts bringt, auf Provokationen zu reagieren.

Dieses erwachsene Verhalten trägt entscheidend dazu bei, dass die Luft zügig entweicht. Denn für einen Streit braucht es zwei. Wenn der klügere nachgibt, dann interessieren sich auch die Medien nicht mehr dafür.

Viele Grüsse an alle die hier schreiben Uto

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Re: Atheismus Kampagne (mrw)


Am 21.02.2009 16:50 schrieb mrw:

Die Christen lassen hier ihre Maske fallen und zeigen, wie intolerant sie sind.

Eine Kampagne, wie die vom http://geniesse-das-leben.ch muss möglich sein, und bietet niemandem Anlass zur Beschwerde, schon gar nicht der Agentur-C. Die bilden sich ein, andere dürften nicht dasselbe, wie sie dürfen. Anders ausgedrückt: Die Christen gestehen uns Atheisten nicht die gleichen Rechte ein, wie sie für sich selbst einfordern.

Und das darf man nicht akzeptieren.

Nur schon weil diese Diskussion ausgelöst wurde, hat sich die Kampagne bereits gelohnt.

Es wäre nur dann in Ordnung, wenn Verkehrsbetriebe die Plakate ablehnen, die auch schon immer die Plakate der Agentur-C abgelehnt haben. Wenn die Regelung z.B. ist, dass religiöse und politische Werbung unerwünscht ist, dann ist das in Ordnung und wir Atheisten respektieren das. Aber wenn man die Kampagne der Christen annimmt und die der Atheisten ablehnt, oder wenn man mit idiotischen Begründungen kommt, «es sei der Öffentlichkeit nicht zuzumuten», dann darf man diesen Verstoss gegen die Meinungsfreiheit nicht akzeptieren!

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Re: Atheismus Kampagne (mrw)


Am 21.02.2009 17:11 schrieb mrw:

Am 21.02.2009 14:29 schrieb uto:
Dorhbotschaften, die die Zerstörung von Plakaten und ÖV-vehikeln prophezeiten. Da Drohbotschaften allzuoft anonym sind, ist leider nicht auszumachen, von wem sie stammen. Zweifelsohne ist es möglich, dass diese von erzürnten Christen stammten. Eine andere Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden muss ist, dass die Drohungen (teilweise) von atheisten stammten, die das Christentum in ein schlechtes Licht rücken wollen.

Das ist lächerlich. Dazu braucht es uns Atheisten nicht, die Christen rücken sich gern selbst in ein schlechtes Licht. Auch in diesem Forum ist das oft zu sehen. Die schlimmsten Beispiele wandern nach «Gelöschte Diskussionsbeiträge» oder «Lustige Briefe».

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