Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Atheismuskritik (gwendolan)

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Diskussionsbeitrag:

Am 23.11.2008 18:24 schrieb gwendolan:

Was soll ich nun machen? Mit mehreren Personen gleichzeitig das selbe Thema zu diskutieren ist mir zu anstrengend.

So verschieden sind mrw's und mein Standpunkt nun auch nicht, ich würde sagen, wir beleuchten das ganze einfach aus unserem jeweiligen Blickwinkel, die Thematik ist die selbe. Das ist das Wesen eines Diskussionsforum, das mehrere Leute mitreden. Du kannst aber Sammelantworten erstellen und dann Punkte, wo mehrere Leute das selbe sagen in "einem Wisch" erledigen.

Was ich bisher gelernt habe: Atheismus ist mit Agnostizismus vereinbar (mit diesem Begriff habe ich mich bisher nie auseinandergesetzt). Mit Wikipedia lässt sich daraus folgende Aussage ableiten:

Es kommt immer darauf an. Ich bin Atheist bezüglich jedes Gottes, den die Menschen je erfunden haben und den sie je erfinden werden. Sobald es konkret wird, wird ein Gott wiederlegbar, worauf auch mrw hingewiesen hat.

Atheisten verneinen die Möglichkeit der rationalen Erkenntnis Gottes.

Diese Aussage finde ich etwas eigenartig. Atheisten glauben nicht an Gott. Punkt. Mehr beinhaltet der Begriff nicht. Das eine "rationale Erkenntnis Gottes" möglich sei behaupten manchmal gewisse Gläubige, allerdings hält keines der einschlägigen Argumente ("Gottesbeweise") wirklich einer rationalen Analyse Stand. Ich verneine also nicht die Möglichkeit der rationalen Erkenntis Gottes, sondern ich verneine seine Existenz gerade weil ich der Meinung bin, dass er rational fassbar wäre, würde er denn existieren.

Du findest allerdings, dass unsere aktuellen wissenschaftlichen Methoden schon ziemlich weit gehen. Diese Haltung verstehe ich nicht. Warum soll das weit sein? Wir haben dafür keine Referenz.

Sie sind alles, was wir haben. Wissenschaft ist die einzige Methode, irgend welche Aussagen über das Universum, in dem wir leben zu machen, die nicht in völliger Beliebigkeit endet.

Es ist bezeichnend, dass Gläubige (vor allem Christen) ihren Gott immer ausserhalb des aktuellen Erkenntnishorizonts zu halten versuchen: Zuerst, als wir noch keine Fluggeräte und Teleskope hatten, war er im Himmel. Als wir auch durch den Himmel flogen, und ihn dort nirgends sahen, war er halt weiter draussen, und nun, wo wir Milliarden von Lichtjahren in den Himmel hinausblicken können hockt er angeblich an irgend einem "transzendenten" Ort, den wir prinzipiell nicht einsehen können.

Und genau das ist ja auch die Aufgabe der Religion.

Nur können die Vertreter jeglicher Religionen ja auch nicht weiter blicken, als die Teleskope der Wissenschaftler. Im Gegenteil, viele Religionen wurden und werden von Leuten erfunden, die nicht mal über den höchsten Bildungsstand ihrer Zeit verfügten. Man denke da an Mr. Hubbard, den Fantasyautor der Sciontology erfunden hat, oder an den Quacksalber Joseph Smith, der das Mormonentum begründet hat, oder an den Analphabeten Mohammed, der den Islam erfunden hat. Religion zieht sich einfach immer weiter zurück, je weiter die Naturwissenschaft vorstösst.

Natürlich soll man die Naturwissenschaft nicht überschätzen. Aber sie ist alles was wir haben. Und der völligen Beliebigkeit erfundener Märchen von Leuten, die nicht mehr, sondern weniger über "life the universe and everything" wissen, als Naturwissenschaftler, eindeutig vorzuziehen.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Atheismuskritik (mystiiique)


Am 23.11.2008 23:42 schrieb mystiiique:

Okay ich begreife langsam, dass ich mir das wohl etwas zu einfach vorgestellt habe. Es gibt nicht DEN atheistischen Standpunkt (wovon ich bisher ausgegangen war). Die Aussage "Atheismus ist mit Agnostizismus vereinbar" habe ich aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus. Das siehst du ja anscheinend anders:

Ich verneine also nicht die Möglichkeit der rationalen Erkenntis Gottes, sondern ich verneine seine Existenz gerade weil ich der Meinung bin, dass er rational fassbar wäre, würde er denn existieren.

Eine schöne und klare Aussage. Gerade weil sie "ich bin der Meinung" enthält. Ich werde mir dies als den Atheistischen Standpunkt mal durch den Kopf gehen lassen (obwohl mir natürlich unterdessen bewusst ist, dass da wohl nicht alle Atheisten der gleichen Meinung sind).

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