Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Atheismuskritik (gwendolan)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.11.2008 17:31 schrieb gwendolan:

Am 23.11.2008 23:42 schrieb mystiiique:
Okay ich begreife langsam, dass ich mir das wohl etwas zu einfach vorgestellt habe. Es gibt nicht DEN atheistischen Standpunkt (wovon ich bisher ausgegangen war).

Ja, den gibt es wirklich kaum. Genau so wenig wie es DEN christlichen Standpunkt gibt. Wobei, wahrscheinlich noch weniger, denn schliesslich besteht in religiösen Glaubenssachen meist eine oberste Autorität, die Standpunkte allgemeingültig festlegt.

Die Aussage "Atheismus ist mit Agnostizismus vereinbar" habe ich aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus. Das siehst du ja anscheinend anders:

Es kommt halt darauf an. Ich bin Atheist bezüglich aller möglicher Götter, die irgend einen Einfluss auf die natürliche Ordnung der Dinge nehmen, die wir irgendwie erfassen könnten. Denn für sie fehlen ganz einfach jegliche Beweise. Bezüglich prinzipiell nicht erkennbarer Götter bin ich agnostisch - denn ich kann ja per Definitionem nichts über sie wissen, und genau das bedeutet Agnostizismus.

vielen Dank für deinen aufschlussreichen Input und vielleicht ein ander Mal wieder!

Bitte, gern geschehen.

PS: Aber eines kannst du sicher sein: die Naturwissenschaft hat diesbezüglich überhaupt keinen Wert. Bohrsches Atommodell… . . .Photonen die sich anders verhalten wenn sie beobachtet werden. .. .. . . schon klar…

Sicher? Nein, natürlich nicht. Aber im Glauben könnte ich nur unsicher sein, dort besteht nicht einmal die geringste Chance, irgend eine Wahrheit über unser Universum zu erfahren - schliesslich basiert er ausschliesslich aus alten Märchen.

..ich meine das sind alles nur Modelle, die die Welt in einem genügend grossen Bereich beschreiben, dass man damit Waffen bauen kann. Mehr ist das nicht und wird es auch nie sein. zurück in die Kirche mit dir und verneigen gefälligst! hahrarhrrah

Ach, sei doch nicht so kulturpessimistisch. Wir erforschen jetzt schon viel mehr als Waffentechnologie, da hast du offenbar ein bischen was verpasst. Wie viele tausend mal schon wurde eine übernatürliche "Erklärung" für eine Sache durch eine natürliche ersetzt? Woher Blitze und Donner herkommen? wie die Menschen entstanden? Warum Leute krank werden? Warum die Sonne auf und unter geht? Wieso es Jahreszeiten gibt? Bedenke, für all diese Dinge erhoben die Religionen lange Zeit den Anspruch, Erklärungen zu haben. Nun müssen sie sich um nicht völlig unglaubwürdig zu werden halt immer auf das beschränken, was die Wissenschaft noch nicht endgültig erklärt hat, was heute Dinge sind wie "woher kommt das Bewusstsein" oder "wie hat das Leben angefangen". Wieso sollten die Religionen nun ausgerechnet bei diesen (noch komplizierteren!) Sachverhalten recht haben, wo sie doch bislang so oft Unrecht hatten? Es gibt nun wirklich keinen Grund, ihnen ausgerechnet hier Vertrauen zu schenken!

Dass eine natürlich erklärbare Sache sich plötzlich als übernatürlich gesteuert erwiesen hat, ist im Gegenzug nicht ein einziges mal vorgekommen.

Und "zurück in die Kirche" wäre bei mir nun wirklich schwer, angesichts der Tatsache, dass ich noch nie irgend etwas mit irgend einer Kirche zu tun hatte. ;-)

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