Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Verweise verboten [Re: Ian Mc Cormacck = Ich war Tod] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 19.11.2008 11:06 schrieb mrw:

Am 18.11.2008 15:46 schrieb sandra:
Hier ist ein Bericht über ein Mann der Tod gewesen ist und wieder in diese Welt gekommen ist.

Also nochmals zur Wiederholung: Wenn Ihr über andere Webseiten berichten wollt, dann dürft Ihr nicht einfach einen Verweis dorthin legen, sondern Ihr müsst den dortigen Inhalt mit eigenen Worten zusammenfassen.

Doch auch das soll die Ausnahme sein!

Ziel des Forums ist es, dass wir nicht über andere Seiten im Netz diskutieren, sondern dass wir in der Lage sind, unsere Ansichten in eigenen Worten zu formulieren. Wir wollen miteinander reden und nicht über andere.

Da hier leider schon längere Beiträge dazu verfasst wurden, konnte ich den Beitrag mit dem Verweis nicht mehr spurlos löschen, sonst hätte ich alle Folgebeiträge mit löschen müssen.

Aber im eigenen Interesse: Ihr solltet gar nicht auf Beiträge reagieren, die nur «Guck-mal-da»-Verweise liefern, weil Eure Beiträge zusammen mit dem gelöscht werden könnte.

[Zusammenfassung von atheismus.ch]:

Dieser Beitrag ist typisch: Eine an sich belanglose Geschichte, Mann wird von Qualle gestochen und überlebt, wird extrem aufgebauscht und ausgeschmückt. Dann packt man noch religiöse Empfindungen und eine Bekehrungsgeschichte hinein und schon steht das religiöse Erbauungstraktätchen.

Offenbar geschehen solche wundersamen Bekehrungen so selten, dass man den ursprünglich englischsprachigen Artikel auch noch extra nach Deutsch übersetzen musste.

Im ganzen Artikel geht es nicht um Fakten, es geht um Emotionen. Selbst wenn der Kern des Erlebnisses wahr wäre, so ist doch anzunehmen, dass wegen der Spannung, und um die Missionsbotschaft auch gut rüber zu bringen, nachträglich wesentlich hinzudramatisiert wurde.

Um die Spannung aufzubauen und das Drama einzuleiten kommen Belehrungen über Quallenarten, Haifische vor, andere Taucher, wie sie sich anders verhalten haben, als man selbst. Nach dem Unfall Fischer, die betonen, wie schrecklich gefährlich das ganze sei. Geschmückt wird noch mit «unchristlichen» selbstsüchtigen herzlosen andersrassigen Mitmenschen, die den Sterbenden im Stich lassen, nur um seinen Leidensweg zu dramatisieren und die «Auferstehung» von den Toten noch viel wunderbarer erscheinen zu lassen. Man könnte meinen, der Schreiber wolle sich mit der Passion Jesi vergleichen. Das Clichée vom bösen Chinesen wird bemüht und der geldgierige Jude feiert seine modernisierte Renaissance als indischer Taxifahrer. Die bekannten Elemente aus den Nahtoderzählungen dürfen auch nicht fehlen. Selbstverständlich «staunt» der Arzt, dass der «Tote» wieder «aufersteht». Ausgefüllt wird die dürftige Geschichte mit endlosem religiösem Geschwätz und religiösen Halluzinationen, die der «sterbende» im Koma gehabt haben soll.

Das unglaubwürdigste ist der Arzt, der beim Aufwachen dabei gewesen sein soll und ihm erklärt haben soll, dass er tot gewesen sei. Wenn einer wirklich tot ist, dann verschwendet ausser dem Gerichtsmediziner kein Arzt mehr seine Zeit mit ihm. Er war folglich allenfalls für eine gewisse Zeit scheintot. Das ist, wie Gwendolan schrieb, kein Wunder, wenn er wirklich durch ein Nervengift gelähmt war.

Noch auf dem Weg in den Spital glaubt er, mit Gott zu sprechen

Interessant hierbei ist, dass Gott immer Sachen erzählt, welche die Betroffenen bereits vorher wussten. Er wusste bereits, dass der Quallenstich sein Tod sein könnte, und dass er wach bleiben sollte. Da er in einem christlichen Umfeld aufgewachsen war, kannte er sehr wohl all die christlichen Fabelgeschichten, das Auferstehungsmärchen und das Erlösungsversprechen, auch wenn er das im Artikel bestreitet. Es tönt halt besser, wenn er alles erst in der Halluzination erfährt.

Auf der anderen Seite habe ich noch nie eine Geschichte gehört, wo ein Mensch, der noch nie im Leben nennenswerten Kontakt zu Christen oder der christlichen Lehre hatte, der als Animist, Hindu, Buddhist aufgewachsten ist, und plötzlich im Nahtod dem christlichen Gott begegnet. (Und wenn einer eine solche Geschichte erzählen würde, müsste er mir beweisen können, dass sie stimmt.)

Um die Dramaturgie noch zu steigern, sind nicht nur plötzlich kommentarlos die Fischer nicht mehr da, die ihn einige Absätze zuvor noch schnellstens ins Krankenhaus bringen wollten, auch der indische Taxifahrer will den Schwerverletzten nicht mitnehmen, weil er kein Geld hat.

Das war echt amüsant: Erst trifft er auf Fischer, die angeblich den Ernst der Lage erkannt haben und davon sprechen, dass er sofort ins Krankenhaus müsse. Doch dann sind sie plötzlich nicht mehr da, denn die Geschichte tönt ja viel dramatischer, wenn der arme Kerl tödlich vergiftet einsam mit einem geldgierigen herzlosen andersrassigen Taxifahrer streiten muss.

Hier zeigt sich ganz klar, dass an der Geschichte etwas nicht stimmen kann.

Wäre die Geschichte wahr, müssten sich wohl die Fischer, der Inder und der Chinese wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten. Jemandem nicht zu helfen, ist zumindest in der Schweiz strafbar.

[Der] Chinese hält ihn wegen der Einstiche für einen Drögeler

Falls an der Geschichte ein wahrer Kern sein sollte, so hat vermutlich der Chinese damit recht gehabt. Wenn er nicht von einer Qualle gestochen wurde, sondern im Drogenrausch stand, dann erklärt das das seltsame Verhalten des indischen Taxifahrers und des Chinesen.

Aber ich vermute vielmehr, dass der Inder und der Chinese aus rassistischen Gründen hinzugedichtet wurden, denn beide Rassen gelten nicht als gute Christen, sondern als Böse Heiden, die erst noch nur auf Geld aus sind. Da wollte man wohl kein Clichée auslassen.

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