Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Die Atheismusbewegung geht einen falschen weg (andy)

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Diskussionsbeitrag:

Am 30.09.2008 17:58 schrieb andy:

Ich möchte alle hier erstmals alle herzlich grüssen. Ich bin neu hier und würde mich, so wie ich im Schnellzug durch diese Page gegangen bin, demnach nur als halber atheist bezeichnen. Ich kann mich mit den Argumenten bez. Religion so wie sie hier dargestellt werden, gut indentifizieren und auch befürworten, bin aber mit der Grundhaltung einfach nein zu sagen absolut nicht einverstanden. Das ist mir persöhnlich zu billig und auch zu wenig konstruktiv. Das Abschaffen der Religionen bringt nicht die Lösung, so doof das auch sein mag. Die "Religionen" so falsch sie auch sein mögen, ziehlen mit ihrem tun und handeln auch auf Grundbedürfnisse und Ideologien der Menschen ab, sie ködern sie auch damit. Das heisst aber auch, das diese Bedrüfnisse gegeben sind und die Menschen auf der Suche sind und bleiben werden. Hierfür müsste die Atheimusbewegung mehr alternativen als die Aufklärung bieten, um echt konstruktiv zu sein, welches aber dadurch zwangsläufig zu einer neuen Religion führen wird. Das Ganze ist so also ein Wiederspruch in sich. In Religionsfragen geht es für mich um mehr als "nur um den Glauben" es geht auch um absolut weltliche fragen, wie Recht und Ordnung, Sozialwesen und was weiss ich nicht alles. Unsere ganze Geschichte wie auch unsere Gesetzgebung ist historisch gesehen auf dem "Glauben und nur auf dem Glauben" entstanden und bis heute gewachsen. Das müssen wir akzeptieren und dürfen es nicht vergessen. Das nun so umstossen zu wollen stellt somit einfach alles in Frage. Und das kann es ja wirklich nicht sein und ist ja auch nicht die Idee. Aber nur ein aufwecken oder Augen öffnen der "Gläubigen" ist zwar ein Anfang aber bei weitem nicht das Ende. Nun guter Rat ist teuer und ich habe leider auch keinen.

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Re: Die Atheismusbewegung geht einen falschen weg (pitsch)


Am 30.09.2008 18:41 schrieb pitsch:

Am 30.09.2008 17:58 schrieb andy:
Ich möchte alle hier erstmals alle herzlich grüssen.

Hi Andy, herzlich willkommen hier!

Ich bin neu hier und würde mich, so wie ich im Schnellzug durch diese Page gegangen bin, demnach nur als halber atheist bezeichnen.

Warum? Wenn Du nicht voll und ganz den Texten hier zustimmst heisst dass ja noch lange nicht, dass Du kein 'ganzer' Atheist bist.

Das Abschaffen der Religionen bringt nicht die Lösung, so doof das auch sein mag.

Volle Zustimmung meiner Seits!
Eine Abschaffung wäre erstens unrealistisch und würde nichts bringen. Es wäre etwas Auferzwungenes, was keinesfalls eine Lösung wäre.
M.E. sollte das Ziel einer Atheistischen Bewegung sein, Religion und Staat vollkommen zu trennen. Das ist das aller Wichtigste.

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Re: Die Atheismusbewegung geht einen falschen weg (gwendolan)


Am 30.09.2008 21:57 schrieb gwendolan:

Der Atheismus ist natürlich nur der Anfang. Wenn der Aberglaube erst einmal beseitigt ist, ist das fundament für eine sinnvollere Gesellschaft gelegt, welche auf der Vernunft basiert und ihre Kinder zu selbständigem Denken und zur Vernunft erzieht und welche ihre Probleme vernünftig, statt emotional, löst. Aus dieser Richtung vgl. z.B. Michael Schmidt-Salomon, «Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur».

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Re: Die Atheismusbewegung geht einen falschen weg (mrw)


Am 05.10.2008 12:16 schrieb mrw:

Am 30.09.2008 17:58 schrieb andy:
Ich möchte alle hier erstmals alle herzlich grüssen. Ich bin neu hier und würde mich, so wie ich im Schnellzug durch diese Page gegangen bin, demnach nur als halber Atheist bezeichnen.

«Halber Atheist»? Wie soll das gehen, glaubst Du an einen «halben» Gott? Oder bist Du Dir unschlüssig, ob es einen Gott gibt?

Wenn Du nicht an einen Gott glaubst, bist Du ein ganzer Atheist, unabhängig davon, ob Du im Übrigen meine Ansichten, oder die anderer Atheisten teilst.

In der Regel stellt sich aber sehr oft heraus, dass nach Bereinigung der Einstiegsdifferenzen wir Atheisten untereinander recht homogene Vorstellungen haben, auch wenn die Gewichtungen im Einzelnen unterschiedlich sein mögen.

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