Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Bibel als Menschenwerk, Gewalt und Re: Freier Wille (memorystick)

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Diskussionsbeitrag:

Am 15.09.2008 22:54 schrieb memorystick:

Memorystick: Ich mische mich nur ungern in eure Diskussion ein, auch wenn ich fleissig mitlese. Mir wäre das gesamthaft zu aufwendig daran teilzunehmen.

Ja, aufwändig ist es. Aber diese seite provoziert auch aufwändige Diskussionen. Ich bin mir sicher, viele Gäubige die eine Diskussion abbrechen und sich einfach nicht mehr melden, machen das nicht, weil die atheistischen Argumente sie ins schwitzen bringen, sondern weil ihnen die diskussionen zu fest verzettelt werden.

Mit mir wird man sich jetzt jedenfalls etwas gedulden müssen, da ich ein Fest vorbereiten muss und mich das zeimlich absorbiert. Die Monsterbeitragserie mit mrw wird etwas warten müssen.

In der Bibel selbst steht geschrieben, dass der Christliche Gott das Quälen und Töten eben nicht aus Notwendigkeitsüberlegungen begangen hat (solche wären ja wie von MRW aufgezeigt auch recht fruchtlos, da ein allmächtiges Wesen immer eine mildere Option als brutale Gewalt hat), sondern eben genau dass dieser Gott Spass daran hatte! Vgl. z.B. explizit 5Mose 28.63

Gut, ich bin nicht zu stolz um zuzugeben, dass da tatsächlich steht, dass Gott freude daran hat, Menschen zu töten. Allerdings steht da nicht, dass es ihm Spass macht, wie du es gesagt hast. Freude und Spass… Ist das das selbe? Ich denke nicht. Spass ist das krassere Wort.. Die verwendung ist nicht angebracht. Ich will jetzt hier nicht über solche details reden, sondern einfach anmerken, dass du, wenn sich deine These auf ein einziges Bibelwort bezieht, sollst du es korrekt zitieren und keines wählen, welches dir besserr in dein Konzept passt.

Hast du noch mehr Stellen, die besagen, dass Gott freude daran hatte? Oder ist das die einzige. Du hast ja "zB." geschrieben. Das würde mich interessieren.

Wenn es die einzige Stelle ist, könnte ich jetzt sagen, dass es eine Ausnahme ist. Aber das will ich nicht. mrw hat das in seinem letzten Beitrag an mich mal gesagt. Meine Meinung dazu sage ich ihm dann noch :-)

Ich schaue mir leiber die spezifische Situation an. Und vergleiche mal mit dem biblischen Gesamtkonzext.

Betrachtest du die grundlegende christliche Botschaft, dann siehst du, dass Gott sich selber dafür geopfert hat, damit wir Menschen nicht mehr für unsere Schuld bezahlen müssen, zeigt eindeutig, dass er nicht will dass Menschen als Strafe sterben. Somit ist die Annahme, dass diese Freude in 5Mose 28.63 eine überall anwendbare Grundhaltung von Gott ist, widerlegt.

Ich zähle dir mal Gründe auf, warum das da stehen könnte. Du wirst natürlich sagen, dass keiner davon gut genug ist (weil sie nicht in dein Konzept passen) ;-) .

Die Grundlage ist, dass Gott diese Worte zu den Israeliten gesagt hat. Nicht zu irgendwelchen anderen Völkern. Der Text besagt, was passiert, wenn Israel sich von Gott abwendet.

Es wäre möglich, dass Gott sich nicht daran erfreut, dass er jetzt die Israeliten töten kann. Er könnte sich daran freuen, dass er jetzt Ruhe von ihnen hat, nachdem sie ihn die ganze Zeit provoziert haben.

Möglicherweise steht dies auch da, weil Gott seinen Worten mehr Gewicht verleihen wollte. Damit sich die widerspenstigen Menschen eher daran halten. Dies hat wiederum einen positiven Effekt für die Israeliten.

Schon an diese Möglichkeiten gedacht?

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Re: Bibel als Menschenwerk, Gewalt und Re: Freier Wille (gwendolan)


Am 15.09.2008 23:36 schrieb gwendolan:

Gut, ich bin nicht zu stolz um zuzugeben, dass da tatsächlich steht, dass Gott freude daran hat, Menschen zu töten. Allerdings steht da nicht, dass es ihm Spass macht, wie du es gesagt hast. Freude und Spass… Ist das das selbe? Ich denke nicht. Spass ist das krassere Wort.. Die verwendung ist nicht angebracht. Ich will jetzt hier nicht über solche details reden

Über solche sprachlichen Feinheiten sollte man wirklich nicht reden - schon gar nicht, da wir alle mit Übersetzungen arbeiten. Und selbst in Latein gab es bereits über 4000 verschiedene Bibeln, die alle unterschiedlich waren! Die Neuübersetzung "nach Luther" in den 1980er Jahren unterschied sich von der ursprünglichen Lutherübersetzung statistisch gesehen in jedem DRITTEN Wort. Das sind nur Beispiele, die ich gerade im Kopf habe. Aber eins sollte klar sein: Wir können, wenn wir uns über die Bibel unterhalten, uns jeweils nur über den Geist, über die Aussage unterhalten, nicht über den Wortlaut. ;-) Aber meinetwegen hat der Biblische Gott "einfach nur Freude" am Töten von Menschen, und keinen "Spass".

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Bibel und Ethik: Ein unauflösbarer Widerspruch [ Re: Bibel als Menschenwerk, Gewalt und Re: Freier Wille ] (mrw)


Am 17.09.2008 13:49 schrieb mrw:

Am 15.09.2008 22:54 schrieb memorystick:
Memorystick: Ich mische mich nur ungern in eure Diskussion ein, auch wenn ich fleissig mitlese. Mir wäre das gesamthaft zu aufwendig daran teilzunehmen.

Ja, aufwendig ist es.

Darum mische ich mich hier auch nur kurz und zusammenfassend in Eure Diskussion ein. Ansonsten konzentriere ich mich auf die Mammutdiskussion.

Allerdings müssen wir hier wie dort darauf achten, dass wir uns nicht munter im Kreise drehen, denn die Grundproblematik ist beiderorts dieselbe: Eine total andere Auffassung von Wahrheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zwischen den Religionsvertretern, am Beispiel von Memorystick (aber nicht nur) und uns Atheisten; — um das mal höflich auszudrücken. Wer sich verbiegt, um nicht der unliebsamen Wahrheit ins Auge blicken zu müssen, wird auch nie eine wirklich fruchtbare Diskussion führen können. Dennoch hoffe ich, dass trotzdem einiges hängen bleibt und etwas gesunde Zweifel geweckt werden können.

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