Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Kein atheistisches Gemetzel! (mrw)

Nur angemeldete Nutzer dürfen mitdiskutieren.
Diskussionsbeitrag:

Am 17.08.2008 14:08 schrieb mrw:

Am 16.08.2008 14:10 schrieb gerryg:
Ich bin per Zufall auf die Seite gestoßen und hab mich ein bisschen reingelesen. Also entweder haben die die (schweizer) Atheisten im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst, oder sie sind einfach dumm! Warum?

Weder noch. Deine Schlussfolgerung ist ebenso voreilig wie falsch.

Wer war es denn in der Geschichte, der überall, dort wo Armut und Elend herrschte sozial (also Gebend) tätig wurde? Die sog. Christen!

Hä?

Das ist aber ganz neu.

Die Christen haben alles zerdeppert, ganze Völker ausgerottet, sich Land, Gold und selbst die Menschen angeeignet.

Wenn man die Geschichte kennt, sieht man, dass Krieg, Verfolgung, Folter, Mord und Totschlag aus christlichen Motiven alle Hilfsversuche überwiegt.

Doch auch die «Hilfe» ist nicht unkritisch zu sehen.

Unter «Wohltätigkeit» verstehen die Christen in allererster Linie, den «armen Negerlein» das Evangelium zu bringen. Lange Zeit war für Christen «Missionierung» ein Synonym für «Entwicklungshilfe». Damit haben sie Kulturen und Gesellschaften zerstört, und die Grundlage zu sehr viel Streit und Elend erst geschaffen. Auch resultiert die gebräuchliche Art der «Hilfe» in der Regel in einer Abhängigkeit.

Gutes soll man tun, aber ohne den anderen die eigene Weltanschauung dabei aufzuzwingen. Wenn z.B. in einer Armenküche die Bedürftigen zum Beten angehalten werden, oder unter einem Kreuz essen müssen, so geht das schon zu weit, da wird schon Hilfe mit Beeinflussung kombiniert. Damit geschieht die Hilfe nicht mehr um zu helfen, sondern um über ärmere Menschen Macht auszuüben und ist damit verwerflich.

Von was wurden Krankenhäuser, soziale Einrichtungen, Waisenhäuser u.v.m. überall auf der Welt gebaut? Von dem Geld, das die Christen gaben!

Nein, von dem Geld, dass viele Menschen geben, nicht nur, aber auch Christen. Wenn Du glaubst, dass Atheisten keine wohltätigen Organisationen unterstützen würden, dann täuschst Du Dich. Nur sind wir bei der Auswahl diese Organisationen viel kritischer und prüfen sorgfältig, bevor wir geben. Ein ZEWO-Zertifikat ist da das abolute Minimum, was eine unterstützungswerte Organisation vorweisen muss.

Hilfe ist schlecht, wenn es nicht Hilfe zur Selbsthilfe ist. Sehr oft resultiert Hilfe in einer Abhängigkeit vom Hilfswerk. Damit ist den armen Menschen nicht wirklich geholfen. Wir Atheisten setzen uns viel mehr dafür ein, dass Menschenrechte weltweit beachtet werden, dass demokratische Regierungen eingesetzt werden, dass Menschen und ihre Situation nicht ausgenutzt wird, dass Menschen auf sich selbst vertrauen und nicht ihr Schicksal an Götter (oder Industrienationen, oder Hilfswerke, oder Kirchen) delegieren. Wer erst einmal erkannt hat, dass er sein Schicksal in die eigene Hand nehmen muss, der hat schon den Grundstein zum künftigen Erfolg gelegt. In vielen armen Ländern ist genau das das Problem: Eine korrupte Regierung und Menschen, die mit dem Schicksal hadern und sich lieber helfen lassen, statt selbst aktiv zu werden. Echte Hilfe muss nachhaltig sein. Beispiel: Statt einen Spital zu bauen, sollte man Schulen und Universitäten bauen. Dann können sie selbst Spitäler bauen, mit eigenen Ärzten. Aber auch die besten Schulen nützen nicht, wenn es an qualifizierten eigenen Lehrern mangelt. u.s.w. Die Probleme sind komplizierter, als dass man sie durch den einfachen Akt einer Spende lösen könnte. Im Gegenteil: Ein Spital ohne Geburtenkontrolle führt zur Bevölkerungsexplosion und damit zur Hungersnot. Wer also ein Spital baut, wird damit vielleicht sogar zum Verursacher einer Hungersnot.

Zusammengefasst: Richtig helfen ist nicht einfach.

Natürlich nicht an Abzocker-Atheisten - sondern an Menschen in Not!!!

«Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden.»Lukas 6.37 «Und du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten ablegen.»Deuteronomium 5.20

Offensichtlich bist Du kein Christ, wenn Du andere verurteilst und als «Abzocker-Atheisten» verleumdest.

Was dagegen haben die Atheisten gemacht?

Wissenschaft, Humanismus, Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie, …

Junge Geschichte: Berufsatheisten wie Stalin, Lenin, Hitler, Mao, EnverHodscha …… (man kann so weiter machen) zerstörten, demolierten und brachten hunderte Millionen Menschen brutal um!

Du meinst «Enver Hoxha», den albanischen Diktator? Hitler war gläubiger Katholik, den führst Du in der falschen Liste.

Und wieviele Diktatoren sind Christen? Warum zählst Du die nicht auf? Pinochet, Franco, Hitler, …? Auch diese Liste kann man beliebig erweitern.

Die Grundidee des Kommunismus ist ja ganz nett, geht es doch darum, den Entrechteten ihr Recht zurückzuerobern. Hier zeigt sich auch wieder, dass Gutes beabsichtigen und Gutes tun sehr schnell auseinanderlaufen kann.

Wir Atheisten wenden uns gegen jede Form von Religion. Auch gegen die Verehrung eines göttlichen Führers oder grossen Vorsitzenden. Würdest unsere Seiten aufmerksamer lesen, wäre Dir das aufgefallen.

Der real existierende Kommunismus war immer auch eine Form von Religion und hat somit mit Atheismus nichts zu tun. Er unterscheidet sich nur darin, dass der Gegenstand der Verehrung, der grosse Führer, verweltlicht wurde.

Fazit: Atheismus ist aus alter und junger Geschichte bestätigt, eine brutale und mörderische "Gegen-Gott-Religion" und damit letzlich zutiefst menschenfeindlich!

Falsch. Welche alte Geschichte meinst Du? Atheisten gab es schon vor der Antike. Was kennst Du denn aus der Zeit für böse Geschichten?

Atheismus ist keine Religion, sondern eine Weltanschauung, die logische Schlussfolgerung aus der Betrachtung der real existierenden Religionen und ihren lächerlichen thelogischen Streitereien.

Hier noch ein Hinweis an die Betreiber dieser Seite: Schreibt doch mal einen atheistischen Koran! WAS, jetzt schon die Hosen randvoll??? Natürlich, versteh ich, man weiß ja, dass ein Messer zwischen den Rippen oder eine Bombe im Büro nicht von Christen kommen wird!

Du gibst also zu, dass Religion per se gewalttätig ist, ganz besonders monotheistische Religionen, wie der Islam oder eben das Christentum? Gut, dann weisst Du ja bereits mehr, als Du zugibst.

Dein geschichtliches Gedächtnis währt sehr kurz. Der Islam ist heute da, wo vor wenigen Jahrzehnten das Christentum auch stand. Vor nicht allzulanger Zeit noch hat auch das Christentum seine Ideologie mit der Waffe und dem Strafgesetzbuch verteidigt, wie heute noch der Islam. Mach mal eine Zeitreise zu den Inquisitoren (ca. 400 Jahre genügen), und erwähne beiläufig, dass Du Dir nicht ganz sicher seist, ob Gott, Jesus und heiliger Geist nun drei sind, oder eines. Du wirst sehen, wie kurz Dein Leben nach einer so harmlosen Aussage noch währt!

Wir kritisieren auch den Islam. Da die meisten von uns in einem christlichen Umfeld aufgewachsen sind, kennen wir das einfach besser, als den Islam, und ehrlich kritisieren kann man nur, was man kennt. Aber auch der Islam kriegt bei uns sein Fett weg, z.B. im Artikel über Intoleranz.

Hier können allgemeine Diskussionen zum Thema Atheismus stattfinden, die sich nicht direkt auf einen Artikel beziehen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Dies sind keine redaktionellen Beiträge! Hier melden sich die Gäste von atheismus.ch zu Wort.

Ein neues Thema starten: Neues Thema eröffnen.

Nur angemeldete Benutzer können antworten.
Seitenzugriffe seit 19.01.2009: hier: 1507, atheimus.ch insgesamt: 1218635
Wiki-Verweis auf diese Seite: [[:10_diskussionsforum:29920516115112_gerryg:20080817140809_mrw:00_index]]
Nächste Seite