Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Atheistisches Gemetzel! (rsh)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.03.2009 13:10 schrieb rsh:

Am 16.08.2008 14:10 schrieb gerryg:
Wer war es denn in der Geschichte, der überall, dort wo Armut und Elend herrschte sozial (also Gebend) tätig wurde?
Die sog. Christen!

Hilfe durfte allerdings nur erwarten wer sich dem christlichen Glauben zuwandte, Heiden wurde nicht geholfen (oder wie du es nennen würdest Abzocker-Atheisten). Das heisst für mich die Kirche hat sich an der Not der anderen bereichert. Einerseits wurde die Glaubensgemeinschaft (durch Angstmache) vergrössert und praktischerweise wurde so andererseits noch mehr Geld eingenommen, denn was durfte der Christ nun machen nachdem ihm geholfen wurde…er zahlte der Kirche Geld dafür, dass sie geholfen hat. Völlig Asozial aus meiner Sicht.

Von was wurden Krankenhäuser, soziale Einrichtungen, Waisenhäuser u.v.m. überall auf der Welt gebaut? Von dem Geld, das die Christen gaben! Natürlich nicht an Abzocker-Atheisten - sondern an Menschen in Not!!!

Leider siehst du nur die letzten 100 - 200 Jahre. Im Früh- und Hochmittelalter war es gang und gäbe, dass…

  • Kinder (männlich und weiblich) Anrecht auf schulische Bildung hatten
  • Frauen einen Beruf ausüben durften und Geschäfte der (verstorbenen) Männer übernehmen durften
  • es eine gut funktionierende Gesundheitsversorgung gab (meist in öffentlichen Badehäusern integriert)
  • es soziale Einrichtungen gab, die z.B. Kranke und Behinderte betreuten, und sie in der Gesellschaft akzeptiert wurden.
  • Waisenhäuser gab es ebenso

Dann kam das Spätmittelalter und mit ihm stieg leider der Einfluss der Kirche, was dazu führte, dass…

  • Mädchen nicht mehr zur Schule durften, da sie dem Manne Untertan waren und sich um den Haushalt zu führen hatte.
  • Frauen nicht mehr arbeiten durften aus den gleichen Gründen wie oben (dies hat sich ja bekanntlich bis vor 20-30 Jahren gehalten und hält sich in einigen Kleingeistern leider immer noch)
  • Die Gesundheitsversorgung zusammenbrach, da es von der Kirche verboten wurde z.B. Operationen durchzuführen da man sich dadurch an "Gottes Werk" verging. (Man lies die Menschen sterben, da sie ja dann im Himmelreich Erlösung erführen)
  • Badehäuser wurden verboten weil sich dort Männer und Frauen nackt sahen, was ja der Keuschheit widerspricht (dies führte dann zu katastophalen Hygienezuständen und dazu dass die Pest um sich griff)
  • Kranke und Behinderte plötzlich als Aussässige betrachtet wurden, die in Siechenhäuser ausserhalb der Städte abgeschoben und als Minderwertig angesehen wurden (bis heute so in der "christlich" geprägten Gesellschaft)
  • Waisenhäuser zerfielen, da man die Kinder einfach als "Sklaven" und billige Arbeitskräfte missbrauchte (6 Tage sollst du arbeiten…)

Zuerst alles kaputt machen und anschliessend ähnliche Strukturen wieder aufbauen sehe ich persönlich nicht als Verdienst an sondern eher als heuchlerisch, besonders wenn man sich nachher noch damit brüstet. Aber damit ist die Kirche immer "gut" gefahren, man könnte dieses Thema ausweiten z.B. auch auf Feste die ursprünglich heidnisch waren und dann christianisiert wurden, etc.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Atheistisches Gemetzel! (uto)


Am 24.03.2009 23:16 schrieb uto:

Jaja, hacke auf der mittelalterlichen Kirche rum um die heutigen Christen anzuklagen. Da du auf diesem weg nur die RKK anklagst, fühlen sich die meisten Christen davon sowieso nicht betroffen. Und diejenigen die es dann tatsächlich betreffen würde sind sowieso schon alle gestorben, bevor es da Internet gab.

Interessant finde ich, dass du es als assozial bezeichnest, wenn ein Mensch die Kirche unterstützt, nachdem sie ihm geholfen hat. Indem er die Kirche unterstützt kann sie nämlich weiteren Menschen helfen. Man hätte dem zuerst geholfenen gar nicht helfen können, wenn es nicht schon vorher Menschen gegeben hätten, die die Kirche unterstützen. Also: Erst informieren, dann schreiben. Dann widersprichst du auch nicht dir selbst indem du gelebte Nächstenliebe als assozial bezeichnest.

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