Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Lukas 6.31 [Re: Zahlungspflicht für alle Christen] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 17.08.2008 14:31 schrieb mrw:

Am 16.08.2008 19:53 schrieb hauser:
Gut, da haben Sie mir einen netten kleinen Vortrag gehalten.

Schön, aber mir dieser Antwort ist es nicht abgetan. Die Verniedlichung «netter kleiner Vortrag» ist ein Ausweichmanöver, aber kein Argument! Es ist wieder eine Ausrede, die nur erreichen soll, dass Du Dich um Deine Zahlungspflicht mogelst, ohne dass es allzusehr auffällt!

Aber eines habe ich noch nicht ganz verstanden. Können Sie mir bitte nochmals zusammenfassend folgendes erklären:
Warum soll ich gegen Lukas 6.31 ("Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, tut auch ihr ihnen gleicherweise.") verstossen, indem ich Ihnen so tue, wie ich nicht will, dass Sie mir tun?
Denn ich will nicht, dass Sie mir Geld schenken. Warum soll dann ich Ihnen Geld schenken?

Weil man nicht an sich selbst denken soll, sondern an den anderen.

Die Frage ist nicht, «Will ich, dass der andere mir X tut?», sondern die Frage ist vielmehr ob der andere will, dass ich ihm X tue. Wenn ich mich nun in die Lage des anderen Versetzen, ann wollte ich, dass er mir X täte, auch wenn ich das für mich selber vielleicht nicht will. Als sollte ich ihm trotzdem X tun.

X kann man nun mit «Geld geben» ersetzen.

Ein konkretes aber natürlich hypothetisches Beispiel: Angenommen Herr A ist Masochist. Er liebe es, wenn man ihn fesselt und ihn vergewaltigt. Soll er nun gemäss Lukas 6.31 Menschen entführen, sie fesseln und vergewaltigen? Er möchte ja, dass man ihm das tut, er geilt sich daran auf, also tut er es anderen auch: «Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, so tut auch ihr ihnen.» (Lukas 6.31)

Nur: Für Herrn A wäre es etwas gutes, für andere nicht. Lukas 6.31 ist also sinnlos, ja geradezu gefährlich, ausser man interpretiert ihn so, dass man sich in die jeweils andere Person versetzen soll, und dann das tun, was die andere Person will. Also man kann nicht von sich selbst auf andere schliessen, wie Du das tust. Herr A müsste sich also nicht fragen, was er selbst will, und dann genau das anderen tun, sondern er müsste sich überlegen, ob die anderen Personen wollen, dass Herr A ihnen das tut.

Demzufolge kommt es nicht darauf an, ob Du für Dich Geld willst. Es kommt nur darauf an, was ich will. Wärst Du tatsächlich mich, so wolltest Du das Geld, weil Du nämlich einen sehr noblen und sinnvollen Verwendungszweck dafür hättest: Die Förderung des Atheismus.

Also, der Spendenknopf ist oben rechts!

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Lukas 6.31 [ Re: Zahlungspflicht für alle Christen ] (memorystick)


Am 17.08.2008 20:11 schrieb memorystick:

Die Frage ist nicht, «Will ich, dass der andere mir X tut?», sondern die Frage ist vielmehr ob der andere will, dass ich ihm X tue. Wenn ich mich nun in die Lage des anderen Versetzen, ann wollte ich, dass er mir X täte, auch wenn ich das für mich selber vielleicht nicht will. Als sollte ich ihm trotzdem X tun.

Ich zitiere hier unten deine eigenen Worte, wo du selber gesagt hast, dass man sich nciht in den anderen versetzen soll. Dazumals hat es dir genützt. Jetzt schneidest du dir damit ins eigene fleisch. resultat: In keinen der beiden Fällen kann ich dich jetzt wirklich ernst nehmen, da du deine Meinung offenbar stets zu deinen gunsten änderst.

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