Atheismus in der Schweiz
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Re: Tag, Ihr Gottlosen! (logos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 12.07.2008 19:41 schrieb logos:

Am 12.07.2008 16:51 schrieb jones:
Denkt Ihr, mit Euren Methoden könnt Ihr die Menschheit einen? Denkt Ihr, sobald es gelungen ist, die Gesellschaft vom Glauben zu befreien, könnt Ihr auch die Grenzen der Länder und Kulturen verschwinden und diese Teile vereinen lassen?

Denkst Du, mit Religion sei das gelungen?

Ihr denkt, eine solch homogene Gesellschaft, wäre dann von einigen Supermenschen so steuerbar, dass alle morgens schön brav arbeiten gehen und im allgemeinen Rummel des Konsums von Kriegsgelüsten abgehalten werden kann?

Denkst Du, daß Religionen das alles verhindert haben?

Euer Tun ist nicht ewig, diese Seite, welche bestehen soll, wird wegen oben genannten Motiven sterben und in Vergessenheit geraten. Der Schöpfer nicht, er war, er ist und bleibt es auch. Schon andere Kaliber als Ihr es seid, haben versucht und ihr Leben verschwendet um das verändern zu wollen.

Schon andere Kaliber als Du haben versucht, mit Mord, Inquisition, Folter und Kriegen die Welt durch Religion zu verändern.

In euren Texten sprecht Ihr immer so über den einen Gott, als ob Ihr eigentlich an ihn glauben, aber ihn strikte verleugnen tut. Euch verwirrt der Umstand, dass Gott den Menschen die Wahl gegeben hat. Ihr hättet den Menschen nie eine Wahl gelassen, Ihr seid zu diktatorisch.

Nein, wir hätten den Menschen die Wahl gelassen und diese Wahl auch respektiert, ohne zu drohen und zu morden.

Die Menschen haben eine Wahl und wählen grösstenteils weder Gott, weder Teufel noch Eure Wortgefechte direkt.

Die Meisten Menschen sind zu bequem, um zu denken und ihr Leben und die verantwortung für dieses zu übernehmen. Stattdessen glauben sie lieber und schieben alles auf Gott.

Die Menschheit ist zu faul, der Fernseher hat interessanteres zu bieten, hilft das Leben auszufüllen.

Da gebe ich Dir recht.

Doch fehlt diesen Menschen das gleiche wie Euch; die Seele des Menschen welche im Ebenbild Gottes geschaffen ist, bleibt leer. Sie lässt sich nicht befriedigen, weder mit profilieren am Arbeitsplatz, weder mit brillieren in der Wissenschaft, weder mit einem Harem noch mit einer Garage voller Harley-Davidson‘s.

Ein befreidigtes Leben, nota bene nicht durch materielle Güter, läßt sich sehr wohl führen.

Man kann durch die Welt hetzen, sich in die eigene ach so kluge Gedankenwelt hinein ziehen, sich den eigenen Gedanken ausliefern, die regelrecht in sadomasistischer Weise den Spiegel der Unwissenheit hervorkehren. So vergisst man schnell, wozu das Leben da ist; zum leben.

Gebe Dir hier auch recht. Nur, was hat das mit Gott zu tun?

Diese Leere hatte auch René Descartes, und er wühlte mit seinem Verstand in Fakten und Vermutungen und am Schluss wusste er, dass er nichts wusste.

Das war Sokrates. Descartes kam zum Schluß, daß das einzige, dessen er sich sicher sein konnte war, daß er existiert.

Warum suchen die Menschen mythische Dinge? In den meisten Filmen die gut ankommen, sind irgendwelche magische, mythische oder sonstige unerklärbare Elemente das Zentrum. Warum schauen viele Leute diese Soaps regelmässig?

Weil sie dumm und faul sind, oder einfach zur Unterhaltung.

Da Euer Gewissen das selbe sagt, und Ihr dieses auch nicht so schnell totschlagen könnt, streift Ihr wie wilde Tiger umher und reisst alles was Euch an Gott erinnert.

nicht das Gewissen, die Logik und die Vernunft!

Wenn Ihr ihn suchen würdet, so würde er sich Euch offenbaren. Doch mit dieser Einstellung, Euch gegenseitig hetzend, mit klug klingender Wortwahl übertreffend, erkennt Ihr nie die Liebe Gottes.

Wenn er existiert, warum muß ich ihn dann erst suchen? Spielt er gerne verstecken? Dinge die existieren findet man früher oder später.

Gesetzt der Fall, Ihr würdet an Gott glauben und dessen Schöpferrolle akzeptieren, Ihr betrachtet die Schöpfung wie Ihr sie seht, zB. in einem wehrlosen Jungtier (etwa ein Haase), sieht das Geschöpf wie von einem blutrünstigen Gott geschaffen aus? Die Harmonie, die Musik, stammt die von einem egoistischen Gott? Gibt es Blondinen, Brünetten, und Schwarzhaarige weil Gott sexistisch ist? Völlig unmöglich!

All dies kann man durch Vernunft erklären. Einen Gott als Ursache anzunehmen ist viel komplexer.

Das Ihr Probleme habt, äussert sich dadurch, dass Ihr den einen Gott für böse haltet. Ihr versteht nicht, warum Kain‘s Taten keine Achtung gefunden haben und hättet Abel auch erschlagen. Dies weil Ihr wie Kain funktioniert.

Dein problem ist, daß Du verblendet bist.

Gerade Ihr mischt auch Glauben mit Verstand. Zum einen verwerft Ihr den christlichen Glauben den Ihr nicht mit Eurem Verstand widerlegen könnt, und zum anderen glaubt Ihr an etwas was Ihr nicht beweisen könnt, aber mit Eurem Verstand wiederum als greifbar erachtet.

Was wäre denn das, woran wir glauben?

Das Christentum soll also das grösste Potential haben, Eure Umwelt zu beeinflussen? Warum denn das? Ist das belegbar? Zeigt mir eine Kirche die noch voll ist. Sagt mir wie es um das Verhältnis zwischen Namens- Christen (gezwungen, getauft als Kleinkind oder trittbrettfahrender Feigling) und jenen Menschen die an das Gnadenwerk Christi glauben und in seinem einen Gebot leben das alle 10 Gebote des Gesetzes beinhaltet.

An Weihnachten und Ostern sind die Kirchen gerappelt voll.

Während in verschiedenen Regionen in China der Anteil über 40% betragen soll, so umfasst dieser in der Schweiz noch gerade aufgerundete 5%. Und in so einem Land beginnt die Verfassung mit „Im Namen Gottes des Allmächtigen…“! Die grosse Masse die Ihr ansprecht, besteht aus religiösen Menschen, die was vorspielen und so tun als ob und die Schriften nach Gutdünken auslegen und verzerren, um andere mundtot zu machen, und dann eben diese spirituellen Typen.

Dazu kann ich nichts sagen. Ich kenne die Zahlen nicht.

So auch Ihr. Euer logisches und in sich konsistentes Bild kann nur unter den klinischen Bedingungen eurer Köpfe überleben, unter Annahme das Dieses und Jenes so war wie Ihr es haben wollt. Um dieses Bild zu kraxeln braucht Ihr eben diese 10‘000 Cern-Forscher, während ein kleines Kind dem Schöpfer etwas auf Papier zeichnen kann, was nur er als Dankbarkeit (eine Art von Gebet) erkennt und ihn erfreut, während Ihr es als Produkt eines sich entwickelnden neuronalen Netzes betrachtet.

Wenn ein kleines Kind etwas zeichnet, dann denkt es sicher nicht an einen Schöpfer. Es entdeckt seine Welt. Das Zeichnen ist eine Übung seiner motorischen Fähigkeiten und es freut sich über seinen Erfolg. Das ist ein Produkt seines neurolnalen Netzwerkes.

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