Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Tag, Du verblendeter Extremist [Re: Tag, Ihr Gottlosen!] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.07.2008 12:11 schrieb mrw:

Eigentlich ist Gwendolans erfrischender Antwort kaum mehr etwas hinzuzufügen, aber ich kann es mir dennoch nicht verkneifen. :-D

Am 10.07.2008 22:03 schrieb jones:
Gerne würde ich zu eurer Sammlung einzigartiger Anleitungen zur Selbstverleugnung und psychologisch atheistischer Gruppentherapie etwas schreiben, bin jedoch nicht sicher, ob mir dies in Anbetracht der strikten Teilnahmebedingungen dieses Forums überhaupt gestattet ist.

Gestattet ist sehr viel. Streng untersagt ist lediglich das Anlegen von Verweisen, ausser in den genannten Ausnahmefällen und unerwünschte Werbung1). Ansonsten ist fast alles zugelassen, auch wenn einiges sehr unerwünscht ist. Es handelt sich hier um eine Diskussionsplattform, entsprechend soll jeder mit jedem reden. Wer Teilnehmer ignoriert, soll mit denen in ein Chat, wer Predigten halten will, soll sich einen eigenen Auftritt basteln. Wer diskutieren will, und ein Minimum an Anstand hält (die Anforderungen sind nicht hoch dafür), ist willkommen.

So, und nun zum Inhalt:

Denn wer nicht eure Aussagen untermauert, macht doch Werbung für den, welchem Ihr einen erbitterten Krieg erklärt habt- Ihr die Ihr doch gegen Gewalt seit.

Dein Beitrag spricht eher dagegen. Es ist immer wieder lustig zu sehen, wie extremistische Fundamentalisten die Sache, die sie eigentlich vertreten wollen, durch ihre Rede verunglimpfen. Wenn ich lese, was Du schreibst, dann wird mir wiedereinmal deutlich klar, warum ich Atheist bin. :-D

Keines Falls will ich euch bekehren noch belehren.

Das gelingt wohl weder Dir bei uns, noch uns bei Dir. Das einzige, was wir anstreben können ist zu versuchen, Dir zu helfen, Deine Scheuklappen ein klein wenig zu lockern und die Welt mal aus einer etwas veränderten Perspektive wahrzunehmen. Aber denken musst Du selbst.

Dies kann ich nicht und selbst der welcher zum Glauben befähigt, zwingt nicht.

«Derjenige», den Du meinst, den es nicht gibt, müsste nur, falls es ihn gäbe, uns das Wissen geben, statt von uns einen Glauben zu verlangen, den wir nicht liefern können, weil wir gelernt haben, unseren Verstand zu gebrauchen. «Derjenige» müsste auf den Glauben verzichten, denn Glaube ist ein minderwertiges Konzept.

Ein jeder hat sein Wille, jeder wähle selbst, ob Dunkel oder Licht.

Danke. Ich wähle das Licht von Weisheit und Wissen, und ich meide das Dunkel von Unwissenheit und Aberglaube.

Doch wer nicht sucht und prüft, der wählt nicht, er zieht voreiligen Schluss.

Und wählt einen Glauben, statt die Weisheit des Wissens.

Korrekt.

Genauso ist Glauben ohne richtig zu prüfen, ohne dazu den Verstand zu brauchen, nicht echt

Falsch. Glaube und Verstand sind unvereinbar. Diejenigen, die glauben, benutzen zwar ihren Verstand, ja, denn einigen von ihnen sind durchaus nicht dumm. Aber sie benutzen den Verstand nur ausserhalb ihres Glaubens. Sie glauben an das, was dem Verstand widerspricht. Sie verwenden den Verstand nicht, wenn es um den Glauben geht. Im Gegenteil: Credo quia absurdum, der Glaube ist absurd, widerspricht Verstand und Logik.

Darum sind wir Atheisten: Wir sind nicht bereit, beliebige Behauptungen über den Verstand zu stellen, und nichts anderes ist Religion, als absolute Beliebigkeit.

Wie Ihr selbst sagt, Religiosität ist nicht gut.

Oh ja.

Nur Glaube oder Unglaube ist echt.

Hä?

Wer kein Verstand hat, kann nicht glauben.

Wer kein Verstand hat, muss glauben.

Wer Verstand hat, muss innerhalb seines Glaubens auf den allzu intensiven Gebrauch verzichten.

Wer Verstand hat, aber keine Demut, der so wenig.

Es ist nicht nötig, sich entmutigen zu lassen. Sei mutig, denk über die absurden Seiten Deines Glaubens nach!

Ursünde soll es nicht geben, sagt Ihr.

Woher auch? Wieso sollte die ganze Menschheit leiden unter dem Fehler von gerade mal zwei(!) Ururur…ururururahnen?!? Absurd!

Und doch ist es diese, die alte Schlange, die euch antreibt, euch über den setzen zu wollen, der alles überragt und niederwirft was egoistisch ist und sich aufplustert.

Du meinst mit «den» Gott, oder? Schön gesagt! Ja, Dein kleiner Wüstengott will tatsächlich alles überragen und niederwerfen, was gegen ihn ist, weil er selbst egoistisch ist, und sich, wie Du schreibst, aufplustert.

Ihr bezeichnet Gott als sexistisch, als blutrünstig und als ungerecht. Und doch prüft Ihr die Schriften nicht, ihr verurteilt unter dem Deckmantel der Moral.

Wir verurteilen auf der Basis unserer humanistischer Moralvorstellung nach intensivem Studium der Schriften.

Würdest Du die Bibel lesen und sie verstehen, müsstest Du uns recht geben. Siehe hierzu auch die Diskussion mit Memorystick,

Jeder bekommt bei Gott was er will;

Toll! Dann nehme ich die Welt ohne Aberglaube und ohne Religion, in der alle Menschen klug, weise und rücksichtsvoll sind und ihren Verstand gebrauchen. Wann kriege ich das?

Der welcher die Liebe liebt, bekommt die Gegenwart dessen welcher die Liebe gab, die er selbst ist.

Und wer war das? Dein Jahwe-Gott brachte Tod und Verderben. Dein Jahwe-Elohim-Gott ist ein niederträchtiger, jähzorniger, tyrannischer Egoist, der nur daran denkt, seine eigene Verehrung mit brutalster Gewalt durchzusetzen, selbst wenn er seinen Sohn dafür töten lassen muss.

Wer brachte die Liebe? Luzifer, der Humanist? Oder wer?

Die Anderen wiederum, welche dem folgen, welcher als erster sich über Gott erhob und auf die Welt geworfen wurde, die er durch des Menschen Willen vom Menschen geerbt hat, ebendiese gehen in Finsternis, in die Gegenwart des Menschenfeindes welcher die Liebe und Wahrheit hasst, abgesondert von Gott und seinen ewigen Plänen.

Du verwechselst da etwas. Wer beim «Menschenfeind» im Dunkeln ist, der sitzt in einer Kirche und betet ein Kreuz als Gott an.

Hasst Ihr?

Nein. Aber wir wehren uns gegen gefährliche, intolerante und inhumane Ideologien, wie das Christentum.

Wer mich jetzt anhand dieses Textes verurteilt, der hasst den, der Liebe ist.

Du setzt also Dich und Deinen Text mit Gott gleich? Wie überheblich!

Denn so einer, kann gar nicht vergeben.

Du möchtest, dass ich Dir Deinen Text vergebe, weil Du einsiehst, das er dumm und falsch ist? Bravo! Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Deine Einsicht ist meine Vergebung wert.

Und wer nicht vergibt, dem wird von Gott nicht vergeben.

Wenn hier einer um Vergebung bitten müsste, dann Dein Gott. Aber seine Gräueltaten kann und darf man nicht einfach vergeben. Im Gegenteil: Man muss immer wieder daran erinnern, um zu verhindern, dass sich die Geschichte der christlichen Terrorherrschaft wiederholt.

Eure Moral, euer Humanismus ist nicht göttlich,

Ja, darum ist es eine gute Moral: Sie ist vernünftig und beruht auf dem Verstand. Man kann sie erklären, ohne dass man dafür an Wunder glauben muss.

sondern Eigennützig und egoistisch.

Das trifft vielmehr auf Deinen Gott und die Bibel zu. Die Bibel wurde aus egoistischen Machtmotiven heraus geschrieben. Daher war man auch auf einen gewaltigen und mächtigen Gott angewiesen, er sollte ja einschüchtern und gefügig machen.

Ihr seid unter Gesetz verurteilt, dem Gesetz welches jedes Unrecht ans Licht bringt.

LOL

Nur wer das Gnadenwerk Jesu Christi annimmt, dem ist das Gesetz, der Fluch weggenommen, da Jesu Christi ihm zum Fluch wurde.

LOL

Jedenfalls ist Jesus umsonst gestorben. Sowieso wurde die Welt wegen ihm nicht besser. Statt Licht brachte er uns das finstere Mittelalter, die Verdrängung des antiken Wissens, Tod und Unterdrückung.

So vereint das Kreuz in der Vertikalen den Vater im Himmel mit dem Sünder auf der Erde, dem der sich an den Teufel verkauft hatte.

Gähn.

Weiter verbindet das Kreuz in der Horizontalen die Juden mit den Heiden. Gerade Ihr kämpft auch gegen diese. Auch das zeigt eure schlechte Gesinnung.

Gähn.

Symptomatisch für eure Verirrung ist der Umstand, dass der Fokus eurer Kraftkonzentration auf das Christentum gerichtet ist.

Gähn.

Kannst Du lesen, dann lies die Einstiegsseite: atheismus.ch

Da steht, warum wir uns vorwiegend auf das Christentum beziehen. Wir bekämpfen das, was das grösste Potential hat, unsere Freiheit zu bedrohen.

Dies obschon es den der sagt, ich bin der ich bin, nach eurer aller Überzeugung gar nicht gibt.

Wir bekämpfen auch nicht einen Gott, sondern eine Ideologie.

Ihr investiert also interessanter Weise einen enorm grossen Teil eurer Ressourcen, euer kurzen Zeit des Seins, um gegen etwas zu arbeiten, was es nach eurer Überzeugung gar nicht gibt, um dann unweigerlich von dieser Erde zu scheiden.

Im Gegensatz zu Dir haben wir uns mit dem Umstand abgefunden, dass unsere Lebenszeit beschränkt ist, und machen das Beste daraus.

Und mit Fanatikern zu diskutieren ist auch immer wieder ein bisschen lustig. Auch wenn sich die Texte wiederholen. Leider bringt Ihr Christen immer wieder dieselben Argumente, die wir schon längstens untersucht haben. Etwas Neues, das unseren Intellekt fordert, wäre wünschenswert.

Dies ohne etwas bleibendes hinterlassen zu haben.

«atheismus.ch» ist ein Werk für die Ewigkeit. :-)

Erklärt mir doch bitte, was denn weniger Sinn macht; Das glauben an etwas, was es (nach eurer Überzeugung) nicht gibt und Gutes zu tun, oder gegen etwas zu kämpfen was es (eurer Überzeugung nach) nicht gibt und dabei nichts Gutes zu tun, als nur zu lästern?

Glauben ist falsch. Gutes tun oder nicht, ist nicht abhängig von einem Glauben, sondern von der inneren Einstellung jedes Einzelnen. Im Gegenteil geschehen viele Verbrechen im Namen eines Glaubens.

Nein, ich weiss, so einfach ist es nicht.

Schön, dass Du das einsiehst.

Denn zum einen helft Ihr ja den Anderen, die wie Ihr auch, sich selbst nicht erkennen, gegen den zu lästern der euch kennt seit es Zeit gibt. Zum andern kompensiert und überdeckt Ihr eure Verletzungen und Unsicherheit weiter, indem Ihr in eine humanitäre Wohltätigkeitsinstitution eintretet und dort weiter das unausweichliche Urteil aufschieben wollt, [u.s.w. u.s.f.]

Gähn

Viele der Wissenschaftler, insbesondere die der Filosofie und aber leider auch die der Theologie, drehen sich mit Vorliebe im Dreck.

Erstens muss man unterscheiden zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Wenn ich schreibe, dass Wahrheit nur aus der Wissenschaft kommen kann, dann meine ich die Natrwissenschaft.

Zweitens ist Theolügie keine Wissenschaft.

«Die Kirche, der Papst und all diese verlogenen Christen tun und taten Dies und Jenes, also ist das Christentum doch offensichtlich eine Lüge.»

nicht nur, aber auch. Zumindest ist das Verhalten ihrer Anhänger und ihre Scheiterhaufen ein klarer Hinweis darauf, wie diese Religion zu bewerten ist.

Der Besuch in eine Kirche machen so wenig einen Christen aus einem Menschen, wie der Besuch in einen McDonald‘s aus ihm einen Hamburger.

Völlig unpassender Vergleich. Lies ihn nochmals durch und denke kurz darüber nach, vielleicht merkst Du es auch.

Ja, die Kirche wie sie dem Ideal des Menschen entsprach tat schlimmes, so wie der Mensch der sein Ideal in Ritus spielt und sich im Dreck seiner Eigenliebe dreht, der tut nichts Gutes um Gutes zu tun, sondern um sich selbst zu dienen.

Wen wundert's, wurde doch bereits die Bibel schon aus Eingennutz und Machtgier geschrieben, und machen sich doch schon die Evangelien einen Sport daraus im innerchristlichen Machtkampf, die jeweils anderen Ansichten unter den urchristlichen Gemeinden gegenseitig zu verleumden.

Wer sucht der findet. Wer liebt, der hasst nicht. Wer demütig ist, der verblendet seinen Verstand nicht mir seinem Egoismus. Wer lebt, der stirbt nicht den zweiten Tod. […]

Gähn.

«Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.»
Dieses Gebot von Christus enthält alle zehn Gebote welche Moses von Gott dem Vater erhalten hat.

Nein, tut es nicht. Offensichtlich sind Dir die zehn Gebote vollkommen unbekannt.

Was ist nun am Schluss meines Beitrages euer Empfinden? Wollt Ihr mich akademisch zerfleischen? Oder gar aus eurem Universum der Zufälle verbannen? Das Herz des Menschen ist zu nichts anderem fähig. Traurig, oder? Gibt denn schlechte Wissenschaft, das Denken im eigenen egoistischen Bezugssystem, tatsächlich gültige Erkenntnis? Was ist der gültige Massstab für Wahrheit und Liebe?

Gähn

Nennt mich einen Idioten, und Ihr nennt auch Einstein einen Idioten!

Einstein war im Gegensatz zu Dir ein sehr intelligenter Mensch, der nicht an einen persönlichen Gott glaubte. Aber ich erwarte nicht von Dir, dass Du das weisst.

Amen

Ach wie süss, ein Zauberspruch. LOL

Denkst Du, dass Du mit einem Zauberspruch dein Geschwafel besser dastehen lassen kannst? Denkst Du, Du kannst uns verzaubern, dass wir uns von Deinem Text blenden lassen? Denkst Du, dass Du mit einem Zauberspruch Unwahrheit zu Wahrheit wandeln kannst, wie Brot und Wein in Fleisch und Blut?

Aberglaube hat manchmal eine richtig niedliche Komponente, die ein kleines bisschen ins lächerliche tendiert.

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