Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: @knuddel&daturaRe: Werbefeldzug der «Agentur C» (gwendolan)

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Diskussionsbeitrag:

Am 02.07.2008 09:14 schrieb gwendolan:

Am 02.07.2008 00:31 schrieb memorystick:
…Und wie der Glaube, dass Ausserirdische uns künstlich gezüchtet haben. Und wie der Glaube, dass das Universum genau vor 5 Minuten angefangen hat zu existieren, und zwar genau in dem Zustand, in dem es sich vor 5 Minuten befand.

Können wir uns auf 6000 Jahre einigen, dann hätten wir alle Jungs vom Kreationismusdepartement alle auf unserer Seite. lol

Wie gesagt: Glaube ist völlig beliebig.

Und wie der Glaube, dass Prometheus uns aus Lehm geschaffen hat… etc.

Glaube du nur was du willst… Ein Buddhist hat in meinem Beisein die Frage warumm er Buddist ist beantwortet mit: "weil es mir als das einzige logische erscheint".

Ich für meinen Teil glaube nicht. Ich verlass mich auf die logischen Resultate der Wissenschaft. Buddhisten haben überigens keinen Gott, ich weiss auch nicht, ob der Buddhismus überhaupt Aussagen über die Entstehung der Welt, der Menschen etc. macht.

Wenn man irgend einen Glauben einfach so als "belegt" akzeptiert, dann landet man in der Beliebigkeit. Das führt zu nichts. Die Wissenschaftliche Hypothese ist sehr gut belegt, im Gegensatz zu den anderen Hypothesen.

Wie vergleichst du eine theologische Hypothese mit einer biologischen? Ich ahbe das gefühl, dass du hier etwas pauschal und voreilig bist. Das musst du genauer erläutern.

Was gibt es hier zu erläutern? Die Wissenschaftlichen Hypothesen werden immer wieder überprüft, manchmal sind sie richtig, manchmal sind sie falsch, aber mit der Zeit nähern wir uns immer mehr der objektiven Wahrheit. Wenn jedoch eine theologische Hypothese überprüft wird, dann erweist sie sich jedesmal als unhaltbar und muss irgendwie zurechtgebogen werden. Wissenschaft ist der einzige Weg zur Erkenntniss und irgendwelchen Thesen welche aus irgendwelchen alten Schmökern abgeleitet wurden logischerweise überlegen.

Keine Lücke. Eine Lücke hat ein Anfang und ein Ende. Unser Wissensmanko hat nur ein Ende. Denn sie beginnt unendlich weit zurück und endet ein paar Milliarden Jahre vor Christus.

Wir haben zwei WissensUNSICHERHEITEN:

1. Was geschah vor einer Milliardstelsekunde nach dem Urknall? 2. Wie genau lief die chemische Evolution zwischen schon recht komplexen organischen Molekülen und dem ersten sich selbst replizierenden Molekül ab.

Das würde nicht genügen. Wenn Leben künstlich erzeugt würde müsste der "Herr Dr. Professor" zusätzlich noch folgende Dinge experimentell bewerkstelligen, um zu zeigen wie die Materie und Energie die für das Leben benötigt wird entstand:
1. Er müsste aus dem Nichts Materie erstellen

Das hat nichts mit der Evolution zu tun, sondern mit Physik. Tatsächlich entsteht dauernd Materie aus dem Nichts (Vakuumfluktuation), das lässt sich auch experimentell zeigen. Eine sehr plausible Theorie lautet, dass Materie und Antimaterie gleichzeitig entstanden sind, die beiden aber minim asynchron zerfallen, weshalb nicht alle Materie von der Antimaterie wieder ausgelöscht worden ist und ein Rest - die Materie unseres Universums - übriggeblieben ist (Diese Theorie hat den Vorteil, dass die Energiebilanz völlig ausgeglichen ist). Das alles ist viel plausibler als die Existenz einer unendlichen, allmächtigen, immer dagewesenen Intelligenz.

2. Er müsste aus der Dimensionslosigkeit Raum erzeugen

Wie soll das experimentell möglich sein, wo wir doch in einem Raum leben? Mathematisch ist das schon längst nachvollzogen, auch wenn man inzwischen glaub mit ca. 11 Dimensionen rechnet wovon aber alle bis auf 3 "aufgerollt" sind…

3. Er müsste aus dem Stillstand eine Zeit zum laufen bringen

Was ist Zeit? Ereignisse! Zeit läuft, solange etwas passiert. Gibt es keine Ereignisse mehr, dann steht auch die Zeit still. Von dem her ist diese Frage von meiner Antwort zu 1. auch abgedeckt.

4. Er müsste den Zustand der vor Punkt 1-3 war dokumentieren und zeigen, wie es zu diesem Zustand kommen konnte.

Wie war der Zustand vor Gott nochmal genau?

5. Er müsste den Zustand der vor Punkt 4 war dokumentieren und zeigen, wie es zu diesem Zustand kommen konnte.

dito.

6. Er müsste den Zustand der vor Punkt 5 war dokumentieren und zeigen, wie es zu diesem Zustand kommen konnte.
usw.

dito.

Falls du es noch nicht bemerkt hast, wir sind bereits beim Urknall angelangt. Ein ewig wiederkehrendes Thema suf dieser Seite, nicht? Egal, ich will darauf gar nicht detailiert eingehen, ich wollte nur kurz deine Frage beantworten, ob ich den Glauben nach dem künstlichen erzeugen von Leben aufgeben würde. Von mir aus kann dieses Thema beendet werden.

Natürlich willst du auf den Urknall nicht detailliert eingehen. Du scheinst davon ja auch nicht besonders viel zu wissen.

Gott und die biologische Evolution sind überigens tatsächlich unvereinbar -

Das sagen die Kreationisten auch. Du verstehst dich sicher hervorragend mit ihnen. lol

Sie sind mir - in der Diskussion, nicht im Alltag - auf alle Fälle lieber als wischiwaschi-christen. Sie haben klare Argumente, welche klar falsch sind. Und da sie immer wieder die selben "Argumente" bringen, gestaltet sich die Diskussion mit ihnen ziemlich einfach, auch wenn sie selbst am Ende natürlich ihr Scheitern nie einsehen.

die verläuft ganz einfach nach den üblichen simplen Naturgesetzen, da gibt es keinen gestalterischen Spielraum.

Und wer hat die Naturgesetze gestaltet? Rein rethorische Frage. Ich weiss deine Antwort schon. Ich will nur sagen, dass ich eine andere Antwort geben würde.

Wer hat Gott gestaltet? Keine bloss rethorische Frage. Ob die Naturgesetze und ihre Konstanten so sind, weil sie so herauskommen MUSSTEN, oder ob es da Variabeln gab, die in anderen Universen anders sein könnten - daran arbeiten Heere von theoretischen Physikern. Da kann ich dir als Jurist leider auch nicht weiterhelfen.

Aber wie auch immer, wenn Gott eine Evolution wollte dann hat er sie geschehen lassen. Oder wie würdest du denn sagen, dass das nicht sein kann? Eben, mich würde die Bibelstelle aus Genesis interessieren die deine Behauptung untermauert. Du hast ja weiter oben eine angedeutet.

1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 1 und 2

Lies dir das doch in Ruhe mal durch, dauert keine 10 Minuten. Nur schon die Tatsache, dass der Mensch einmal vor und einmal nach den Tieren geschaffen wird, lässt die ganze Bibel-Blase an inneren Widersprüchen scheitern. Einmal schafft er die Menschen auf einmal, einmal die Frau aus des Mannes Rippe. Ich weiss, du wirst jetzt sagen, das ist alles nur Metaphorisch zu verstehen. Aber noch nicht einmal als Metapher ist die Genesis mit der Evolution vereinbar - denn erstens findet Evolution ohne äussere Einmischung statt und zweitens ist die Genesis so falsch dass du sie schon weit gegen ihren Wortlaut auslegen müsstest, um sie der Realität metaphorisch aufprofen zu können.

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