Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Pumuckl [Re: @knuddel&daturaRe: Werbefeldzug der «Agentur C»] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 16.07.2008 12:11 schrieb mrw:

Am 15.07.2008 09:59 schrieb memorystick:
bin immer noch am zusammentragen einiger Fakten aus der Akte Ägypten.

Gut. Nicht vergessen.

und ich Dich mehrfach darauf hingewiesen habe, dass es mittlerweile selbst unter Religionswissenschaftlern als erwiesen gilt, dass der Gott der Bibel ebenso erfunden wurde, wie der Pumuckl?

Um ganz ehrlich zu sein: Das nehme ich nicht ernst.

Das ist Dein Problem. Ich sage ja, dass Du die Augen verschliesst vor allen Fakten, die nicht in Dein Konzept passen. Wenn Du Deine Scheuklappen nicht ablegen willst, kann ich Dir natürlich nicht helfen. Ich kann Dich nur darauf hinweisen, was an Fakten verfügbar ist, und allenfalls Quellen angeben. Aber damit ernsthaft auseinandersetzen musst Du Dich schon selbst. Wenn Du nichteinmal um den Preis der Wahrheit von Deinem Aberglauben ablassen willst, so ist das Deine freie Entscheidung. Ich könnte das nicht: Fakten ignorieren, nur um meine Ansicht nicht ändern zu müssen.

Diese Religionswissenschaftler sollen beweisen können, dass Gott erfunden wurde?

Würdest Du Dir wenigstens die Mühe machen, diese Artikel zu lesen, wüsstest Du, warum sie zu diesen Schlüssen gelangt sind. Man weiss heute ziemlich genau, wie die Bibel zustande gekommen ist und was sich tatsächlich abgespielt hat, auch wenn noch nicht alle Geheimnisse gelüftet sind. Aber bitte, es ist natürlich für Dich das einfachste, diese Fakten zu ignorieren und Dich nicht damit auseinanderzusetzen, In Anbetracht der Tatsache, dass Du Deinen Glauben um keinen Preis verlieren willst, und lieber in einem Irrtum verbleibst, statt ehrlich an Deinen Ansichten zu zweifeln, kann ich Deine Haltung nachvollziehen. Verstehen kann ich sie hingegen nicht nicht.

Und das glaubst du einfach so, weil du es in einem Spiegel-Artikel gelesen hast?

Nein. Du solltest besser zuhören, respektive genauer lesen. Die Spiegel-Artikel decken sich mit anderen Artikeln, z.B. aus dem Bild der Wissenschaften 12/2005. Leider ist der Artikel aus dem Bild der Wissenschaften nicht im Internet verfügbar, also verweise ich Dich auf den Spiegel, aber nur weil Du ihn dort gratis lesen kannst. In der Argumentation war das Bild der Wissenschaften teilweise noch besser, als der Spiegel.

Schau: Wenn es jemals gelingen sollte, Gott eindeutig zu widerlegen, dann wird das die Sensationsmeldung des Jahres.

«Gott» kann man nicht widerlegen, das ist ein abstrakter Begriff. Die Bibel hingegen schon und die Bibel wurde seit Jahrhunderten Stück für Stück zerpflückt und widerlegt. Leider ist diese Information bis heute nicht zu den Gläubigen durchgedrungen. Ganz interessant ist aber das, was Du auf dieser Seite unter den Statistiken lesen kannst: Viele Pfarrer glauben selbst nicht (mehr) an die zentralen Aussagen des Christentums – und warum? → Weil sie es studiert haben und besser wissen. Trotzdem können viele nicht einfach alles lassen und zugeben, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist. Stattdessen behelfen sie sich mit faulen Ausreden, wie: «Auch wenn Jesus nicht gelebt hat, muss da doch irgendetwas sein»1). So geht es einem, wenn man nicht die ganze Wahrheit akzwptieren will, aber sieht, dass man im Wesentlichen im Unrecht ist.

Denn dieser Beweis, würde das Leben von mehr Menschen beeinflussen, als die Euro 08 Zuschauer hatte.

Tatsächlich hat die Religion massiv an Macht und Einfluss verloren. Wenn aber die Religion für die meisten Menschen nicht mehr so wichtig ist, spielt es auch keine grosse Rolle mehr, ob es einen Gott gibt oder nicht, oder ob die Bibel erfunden wurde. Die meisten erfinden sich sowieso ihre ganz eigene persönliche Religion. Nur wenige Fanatiker wie Du klammern sich noch mit aller Macht an das, was längstens widerlegt ist. Diese lassen sich, wie man bei Dir sieht, auch durch stichhaltige Fakten nicht beeindrucken und erfinden faule Ausreden auf alles, was in der Bibel schlecht und falsch ist. Glaubwürdig ist das nicht, aber das beeindruckt einen Fundamentalisten auch nicht. Hauptsache er kann an seinem Fundament festhalten, um jeden Preis.

Und dieser Beweis würde vieleicht mehr Menschen in den Selbstmord treiben als Menschen am 11. September starben.

Nur Extremisten und Fanatiker. Ich hoffe mal, das sind nicht so viele. Aber die sind gegen Fakten und Wahrheit ohnehin immun.

Dann steht das auf allen Titelblättern sämtlicher Zeitungen. Und nicht nur in einem Nachrichtenmagazin. Du solltest dir der Dimensionen in denen du dich bewegst bewusst werden.

Wenn es wirklich neu wäre. Aber eigentlich wurde alles, was es an Bibelkritik zu sagen gibt längstens schon gesagt, oft vor über hundert Jahren. Einigermassen neu sind folgende Fakten, die es von Zeit zu Zeit in die Zeitungen und Magazibne schaffen:

Nur sind das Dinge, die viel Forschungsarbeit verlangen und Stück für Stück aufgedeckt werden. Da ist nicht peng eines Tages plötzlich alles anders. Die Forschung geht mühsam, Schritt für Schritt. Darum kommt die Sensation auch Scheibchenweise, was sie für Zeitungen ungeeignet macht.

Und selbst wen der Beweis erbracht würde, dann müsste man zuerst mal Prüfen, ob der Teufel (der gewissen Einfluss auf die Welt nehmen kann) Beweise gefälscht oder Zeugen manipuliert hat.

Ja genau, die Wissenschaft ist des Teufels, so steht es auch in der Genesis: «Vom Baum der Erkenntnis sollst Du nicht naschen!» Gib wenigstens zu, dass Du ein Feind der Wissenschaft bist, das wäre wenigstens ehrlich.

Jaja, jetzt kommt dann gleich wieder die Empörung, dass ich die Wissenschaft verteufle.

Klar. Warum weisst Du ja mittlerweile, hoffentlich.

Satan ist ein Bestandteil des christlichen Weltbildes.

Ich weiss. Und Gott ist zu schwach, um ihn zu besiegen oder wenigsten in seine Grenzen zu weisen. ieber lässt Gott, der partout die Öffentlichkeit scheut, es zu, dass der Satan die Mehrheit der Menschen verdirbt, statt sich einfach nur allen Menschen deutlich zu erkennen zu geben.

Ein wirklich absurdes Weltbild hast Du!

Grüsse nach Göschenen Airolo (was n' das für ne Redewedung?)

Gotthardtunnel: Zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus.

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1) Zitat in etwa gemäss einem bekannten Schweizer Fernsehpfarrer, den ich anlässlich einer Diskussionssendung kennengelernt habe
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