Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Wie kann man denken das Gott nicht lebt? (pitsch)

Nur angemeldete Nutzer dürfen mitdiskutieren.
Diskussionsbeitrag:

Am 04.09.2008 20:32 schrieb pitsch:

Tach, iring. Auch wenn Du's recht übersichtlich gestaltet hast, wär ich dankbar, wenn Du das nächste Mal die Zitierfunktion verwenden könntest. Das erspart auch Dir viel Arbeit ;-)

[atheismus.ch: Die Formatierung bei iring wurde korrigiert.]

Am 04.09.2008 19:52 schrieb iring:
Nur weil es keinen Gott gibt, bedeutet das nicht zwingend, daß die Welt zufällig entstanden ist. Auch wären Ausserirdische kein Beweis, daß es keinen Gott gibt. Was es jedoch nicht gibt, ist der biblische Gott. Der widerlegt sich selber.
Über Gott zu streiten, wäre an sich müßig; denn wer die Bibel gelesen hat, kann nicht ernsthaft glauben, daß dieses grimmige Rachemonster (Jahwe, IHWH, Tetragrammaton) der
Schöpfer des Universums ist. Zudem ist der biblische Schöpfungsbericht irrational, Ausdruck eines verwirrten, kleingläubigen Hirns.

Da stimm ich Dir zu.

Atheisten neigen leider auch zur Irrationalität

In wiefern?

- und die Gefahren, welche daraus erwachsen sind immens. Dazu braucht es nur eine Blick auf China, die Sowjetunion oder Kambodscha. Kommunisten sind Atheisten, und sie benutzen Pawlows Reflextheorie zur Erklärung des Menschseins. Der westliche Atheist und der Kommunist glauben im Kern an dasselbe, an Evolution und den Menschen als biologische Maschine.

Der Atheismus alleine ist völlig ungefährlich. Die Sowjetunion usw. folgen Ideologien, der Atheismus ist keine Ideologie, er beschreibt lediglich, das nicht-an-gott-glauben. Der Atheismus macht auch keine Aussage über Moralvorstellungen, das machen Ideologien. Religionen hingegen vermitteln Moralvorschriften begründet mit Dogmatiken. Was sich daraus ergeben haben, sehen wir ja zur genüge, wenn wir z.B. das Mittelalter oder den heutigen Islam betrachten.

Daß das kochkomplexe Denken und Fühlen sich aus zufälligen Mutationen entwickelt haben soll, ist jedoch so wahrscheinlich, wie wenn ein LKW eine Ladung Ziegelsteine abkippt und daraus ein Haus entsteht.

Anscheinend hast Du die ET nicht wirklich verstanden, aber was ist denn Deine, absolut rationelle Theorie?

Die Wissenschaft ist ein Irrglaube wie der Glaube an den alleinigenden Gott. Sie kann nicht einmal eine Fliege erschaffen, behauptet aber, das Universum zu verstehen;

Nein, das behaupten die Religionen, die meinen zu wissen, was z.B. nach dem Tod kommen wird. Die Wissenschaft ist sich vollkommen bewusst, dass "sie" nicht das ganze Universum verstehen kann. Oder zumindest z.Z. noch nicht. Über einige Grenzen werden wir auch nie kommen, damit meine ich z.B. den Urknall oder eben die Frage zum Tod. Das ist so, weil der Mensch selbst endlich ist.

der Mensch nämlich ist viel kleiner als das Universum; wie kann er sich dazu versteigen, das erklären zu wollen, was ihn geschaffen hat - und am Leben erhält?

Die Wissenschaft hat bis heute extrem viele Theorien aufgestellt, diese übeprüft, verbessert und verworfen. Willst Du etwa behaupten, dass all die Erkenntnisse der Wissenschaft falsch sind?! Wenn nicht, dann ist der Mensch eben doch in der Lage, Aussagen über seine Umwelt, das Universum zu machen. Und warum sollten wir das eigentlich nicht dürfen, erklären zu wollen, was uns erschaffen hat?

Wäre das Universum plötzlich weg, würde auch der Mensch verschwinden, andersherum kratzte es das Universum wenig, wenn alle Menschen verschwänden.

Ja, weil das Universum kein Bewusstsein hat… Aber was bitte soll dieses Argument eigentlich? Das erscheint mir, wie die übliche christliche Argumentation (Auch wenn Du kein Christ zu sein scheinst), so à la gott darf alles und alles was er tut ist moralisch von höchstem Niveau, denn er hat uns erschaffen.

Ein Roboter wird daher auch mit noch so viel künstlicher Intelligenz nie in der Lage sein, den Menschen an Intelligenz zu übertreffen. Er wird bestenfalls das ausspucken, was ihm gefüttert worden ist.

Na und? Bei Robotern greift erstens der Evolutionsprozess nicht, da sich Roboter (z.Z. noch) nicht fortpflanzen und zweitens bräuchte es dazu Jahrmillionen.

mfG pitsch

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
Dies ist eine Reaktion auf den gewählten Beitrag. Gemäss Deiner Konfiguration wird er mit angezeigt.

Re: Wie kann man denken das Gott nicht lebt? (iring)


Am 07.09.2008 21:10 schrieb iring:

Atheisten neigen leider auch zur Irrationalität

In wiefern?

- und die Gefahren, welche daraus erwachsen sind immens. Dazu braucht es nur eine Blick auf China, die Sowjetunion oder Kambodscha. Kommunisten sind Atheisten, und sie benutzen Pawlows Reflextheorie zur Erklärung des Menschseins. Der westliche Atheist und der Kommunist glauben im Kern an dasselbe, an Evolution und den Menschen als biologische Maschine.

Der Atheismus alleine ist völlig ungefährlich. Die Sowjetunion usw. folgen Ideologien, der Atheismus ist keine Ideologie, er beschreibt lediglich, das nicht-an-gott-glauben.

Der Atheimus postuliert den Menschen als biologische Maschine. Das IST ein Dogma! und der Atheismus somit eine Ideologie, die Nähe zum Kommunismus alleine damit gegeben.

weiterlesen …

Hier können allgemeine Diskussionen zum Thema Atheismus stattfinden, die sich nicht direkt auf einen Artikel beziehen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Dies sind keine redaktionellen Beiträge! Hier melden sich die Gäste von atheismus.ch zu Wort.

Ein neues Thema starten: Neues Thema eröffnen.

Nur angemeldete Benutzer können antworten.
Seitenzugriffe seit 19.01.2009: hier: 1247, atheimus.ch insgesamt: 1218635
Wiki-Verweis auf diese Seite: [[:10_diskussionsforum:29920822024758_lukas:20080510233931_pitsch:20080904195249_iring:20080904203243_pitsch:00_index]]
Nächste Seite