Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Kommunismus und (Juden-/) Christentum [Re: Wie kann man denken das Gott nicht lebt?] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 16.09.2008 21:05 schrieb mrw:

Am 15.09.2008 19:02 schrieb hans:
Was Marx betrifft, so kann ich Dir in einem Punkt zustimmen, er war Jude und Atheist.

Dem widerspreche ich zum zweiten Mal. «Jude» ist der Begriff eines Angehörigen einer gottgläubigen Religion. Ein Jude kann damit niemals gleichzeitig auch Atheist sein. Der Vater von Marx, nicht Marx selbst, war Rabbiner, ist aber zum protestantischen Christentum konvertiert.

Das macht Marx nach Deiner krummen Auffassung zu einem christlich-atheistischen Juden, oder wie?

Behält man jeden Stempel, der einem einmal aufgedrückt wird, bis ans Ende seines Lebens und kann man nicht selber wählen?

Nur weil er in einer (früher) jüdischen (und später christlichen) Familie aufgewachsen ist, ist Marx noch lange kein Jude (auch kein Christ). Genausowenig, wie Freud oder Einstein. Ebenso ist niemand automatisch ein Christ, nur weil er in einer christlichen Familie aufgewachsen ist. Man ist Angehöriger der Religion, zu der man sich bekennt. Das ist sowohl für Marx, als auch für Freud, als auch für Einstein der Atheismus. (Man könnte bei Einstein noch über «Pantheismus» streiten, aber zumindest hat er sich ganz klar gegen einen persönlichen Gott ausgesprochen, und über den Pantheismus haben wir schon reichlich und unfruchtbar mit Datura diskutiert.)

Also hört auf, solchen Unsinn zu wiederholen, wenn er doch nachweislich falsch ist.

Bei Wiederholung solch falscher Unterstellungen verlange ich einen Nachweis dafür, dass sich Marx (oder Freud, oder Einstein) deutlich zum Judentum bekennt!

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Re: Kommunismus und (Juden-/) Christentum [ Re: Wie kann man denken das Gott nicht lebt? ] (hans)


Am 17.09.2008 10:30 schrieb hans:

Hallo mrw, eigentlich sollte man Deinen Beitrag gar nicht kommentieren, aber ich will Dir trotzdem mit einem Beitrag von Henryk M. Broder antworten.

H.M.Broder über Iris Berben:

Arme Iris, seit 35 Jahren reist sie nach Israel, seit 28 Jahren teilt sie Tisch und Bett mit einem Israeli-und weiß immer noch nicht, daß das Judentum eine Religionsgemeinschaft und kein Verein ist, dem man wie den Grünen oder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit beitreten kann. Und niemand traut sich, ihr zu sagen, daß es für eine Konversion nur eine religiöse aber keine politische Option gibt, daß es ein Rabbiner sein muß, der den Übertritt regelt, und nicht Shimon Peres, ihr "guter Freund" in Tel Aviv. Und daß man als Wahl-Jude die religiösen Gebote beachten muß, die einem egal sein können, wenn man als Jude geboren wurde.

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