Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Ist Kultur biologosch determiniert? [Re: Was ist ein Jude] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 20.09.2008 11:01 schrieb mrw:

Am 19.09.2008 19:04 schrieb hans:
Genau hier irrst Du, mein lieber gwendolan. Es handelt sich bei den kulturellen Unterschieden um Überlebensstrategien. Und wenn es eine biologische Determiniertheit sicherlich gibt, dann ist es die, denn Lebensstrom zu erhalten. Jede Kultur ist eine Antwort auf die Herausforderungen des Lebens.

Aber jede Kultur ist eine korrekte Antwort. Das wiederum zeigt dass die «biologische Determiniertheit», wie Du es fälschlicherweise nennst, sehr indifferent und beliebig ist, und somit auch nicht so genannt werden kann.

Anders gesagt: Es gibt unendlich viele Varianten, die Herausforderungen des Lebens zu meistern, genauso wie es auch unendlich viele Varianten gibt, eine Kultur zu entwickeln. Deshalb kann man nicht von «determiniert» reden.

Nachtrag: Im Gegenteil, wenn Du schreiben würdest, dass die Kultur determiniert sei (was ich Dir so vermutlich zu Unrecht unterstelle?), dann hiesse das, dass es eine höhere und viele minderwertige Kulturen gäbe, eine durch den Determinismus vorgegebene Zielkultur sozusagen. — Aber vielleicht ist das gar nicht so falsch, vielleicht ist unsere freie, humanistische, demokratische, individualistische Kultur eben gerade genau das? Hmmm, interessante Überlegung, immerhin baut sie ja auf vorhergehenden Kulturen auf, insbesondere auf den antiken, und übernimmt jeweils das Beste daraus. Vielleicht ist unsere Kultur eben doch das Ziel, dass alle auf dieser Welt erreichen müssen? (Ich hab's mit Absicht provokativ formuliert, also nimm mich nicht beim Wort.)

Bei der Frage nach dem biologischen Überleben steht die Frage des individuellen Wohlbefindens, des individuellen Glücks aussen vor. Diese aber ist wesentlich in der Bewertung der Strategien, auch genannt Kulturen. Von daher kann man die Kulturen auf dieser Basis bewerten und sich auch gegen die eigene und für eine andere Kultur entscheiden, die Prägung und Herkunft also ablegen, wenn eine andere einem besser erscheint.

In einem Punkt gebe ich Dir recht, Hans, man muss die Sache kennen, die man übernehmen will, man kann sich nur für Wege (Weltanschauungen, Werte, Kulturen) entscheiden, die man kennt und beurteilen kann. Aber diese Kenntnis kann muss einem nicht in die Wiege gelegt werden, man kann sie sich auch aneignen. Und in diesem Punkt muss ich Dir widersprechen.

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