Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Ockham [Re: Der Anfang] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 27.05.2008 09:40 schrieb mrw:

Am 26.05.2008 17:41 schrieb julius-schmid:
Mit oder ohne Bewusstsein, respektive Absicht?

Hmm, […] keine Ahnung.

Du redest also von etwas, und weisst gar nicht wovon genau. Gute Voraussetzung. Das ist genau die Methode der extremen Agnostiker, nicht wahr, Datura? ;-)

Meiner Meinung nach ist das, was Du da andeutest (und was Datura vehement vertritt) nichts weiter als ein «Nicht-Loslassen-Können» von einem Begriff, der sich nachweislich erledigt hat, der einem aber in der Kindheit mit einem heiligen Ernst dermassen eingetrichtert wurde, dass man kaum mehr davon loskommen kann.

Darum nenne ich das Kind gern beim Namen: Unsinn.

Das beste Argument dagegen ist, dass uns diese These nicht weiter bringt. Darum ist sie nicht sinnvoll.

Nicht sinnvoll würde ich nicht sagen, aber sie bringt uns nicht weiter.

Das eine ist ein Synonym für das andere!

Der Sinn einer These ist, dass sie uns weiter bringt. Eine These, die uns nicht weiter bringt ist nicht sinnvoll.

Man könnte ja x-beliebige Thesen aufstellen, eine absurder als die andere. Trotzdem tut man es nicht, weil es uns nicht weiter bringt. Wieso kommst Du ausgerechnet auf einen Gott oder eine höhere Macht? Wieso sind wir nicht einfach das Experiment von Ausserirdischen, oder der Traum eines Geistes, oder die Batterien einer Matrix? Man kann beliebige Thesen aufstellen, aber es bringt uns nicht weiter. Darum ist es sinnlos und man tut es nicht.

Man muss nicht einen Grund haben, um eine These zu verwerfen, man muss einen Grund haben, eine These aufzustellen und beizubehalten!

Es sollte jede These nach Möglichkeit verworfen werden. Nur die Thesen, die nicht verworfen werden können, sind gute Thesen. Das ist Ockhams Rasiermesser – und aus obiger Erklärung sollte klar hervorgehen, warum es zwingend ist: Es ist die einzige Möglichkeit, totale Beliebigkeit zu vermeiden.

Wenn es aber einen Gott gibt, der sehr komplex ist, allmächtig, etc., so kann man davon ausgehen, dass wir ihn egal sind, da er sich nicht zeigt.

Das ist eines der Argumente, weshalb ich immer wieder sage, dass das Christentum zu 100% widerlegt ist. :-)

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Re: Ockham [ Re: Der Anfang ] (julius-schmid)


Am 27.05.2008 11:36 schrieb julius-schmid:

Am 27.05.2008 09:40 schrieb mrw:
Am 26.05.2008 17:41 schrieb julius-schmid:
Du redest also von etwas, und weisst gar nicht wovon genau. Gute Voraussetzung. Das ist genau die Methode der extremen Agnostiker, nicht wahr, Datura? ;-)

Nun ja, ich würde ehr sagen, ich hab euch meine Überlegungen mitgeteilt. Wenn wir zum Beispiel an der Uni (Physik, Chemie, Mathe) an ein Problem heran gehen, dann wissen wir 99% der Zeit nicht genau, worüber wir reden. Natürlich gibt es ein Ziel, oder eine Frage die geklärt werden soll, aber das heisst ja nicht das man diese zu Begin verstanden hat.

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