Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Ockham [Re: Der Anfang] (julius-schmid)

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Diskussionsbeitrag:

Am 27.05.2008 11:36 schrieb julius-schmid:

Am 27.05.2008 09:40 schrieb mrw:
Am 26.05.2008 17:41 schrieb julius-schmid:
Du redest also von etwas, und weisst gar nicht wovon genau. Gute Voraussetzung. Das ist genau die Methode der extremen Agnostiker, nicht wahr, Datura? ;-)

Nun ja, ich würde ehr sagen, ich hab euch meine Überlegungen mitgeteilt. Wenn wir zum Beispiel an der Uni (Physik, Chemie, Mathe) an ein Problem heran gehen, dann wissen wir 99% der Zeit nicht genau, worüber wir reden. Natürlich gibt es ein Ziel, oder eine Frage die geklärt werden soll, aber das heisst ja nicht das man diese zu Begin verstanden hat.
Ausserdem bin ich doch zu dem Schluss gekommen, dass man wenn man den nicht komplexen Gott wählt, egal ob mit oder ohne Bewusstsein zu etwas kommt, für das der Name Gott nicht mehr passend ist.

Meiner Meinung nach ist das, was Du da andeutest (und was Datura vehement vertritt) nichts weiter als ein «Nicht-Loslassen-Können» von einem Begriff, der sich nachweislich erledigt hat, der einem aber in der Kindheit mit einem heiligen Ernst dermassen eingetrichtert wurde, dass man kaum mehr davon loskommen kann.

Da muss ich dir widersprechen, ich bin nicht religiös erzogen und wenn sich in meiner Kindheit irgendetwas festgesetzt hat, so ist es die Tatsache, dass religiöse Menschen Spinner sind. (Bevor sich jetzt wieder jemand angegriffen fühlt, es ist keine Aussage die ich mache, sondern nur die allgemeine Meinung meiner Familie in meiner Kindheit.)

Nicht sinnvoll würde ich nicht sagen, aber sie bringt uns nicht weiter.

Das eine ist ein Synonym für das andere!

OK, allgemein hast du recht. Ich hätte ausführlicher schreiben sollen was ich gemeint habe: Als sinnvoll habe ich den allgemeinen Zusammenhang gesehen. Das "weiterbringen" habe ich nur in materiellem Zusammenhang gesehen. Also z.B. mehr Wohlstand etc. , oder es bringt die Menschheit weiter.

Man könnte ja x-beliebige Thesen aufstellen, eine absurder als die andere. Trotzdem tut man es nicht, weil es uns nicht weiter bringt.

Nun wenn man zu einem Problem eine These hat die einem sinnvoll erscheint, dann kann man sie schon aufstellen. Danach wird man versuchen sie zu beweisen und sie zu widerlegen. Man veröffentlicht sie natürlich erst, wenn sie bewiesen und nicht widerlegt ist. Ich habe aber meinen Eintrag nicht als Veröffentlichung betrachtet, sondern als euch allen zugängliche Überlegung.

Wieso kommst Du ausgerechnet auf einen Gott oder eine höhere Macht? Wieso sind wir nicht einfach das Experiment von Ausserirdischen, oder der Traum eines Geistes, oder die Batterien einer Matrix?

Eigentlich ist Gott eine schlechte Bezeichnung, denn der Begriff von Gott ist mit verschiedenen Eigenschaften gefüllt, die ich mir da nicht vorstelle. Macht find ich bis jetzt noch nicht schlecht. Ich komme darauf, weil:
Energie und Masse stehen in einem Verhältnis. Nach unserem derzeitigen wissen kann Energie nicht entstehen nur umgewandelt werden. Nun ist aber nach dem Urknall beides vorhanden. Nach den Beobachtungen die wir in unserer Welt machen können muss um etwas entstehen zu lassen vorher immer etwas da gewesen sein. Darum stelle ich die Theorie auf und sage, es muss etwas da gewesen sein, es muss etwas sein, das etwas entstehen lassen kann es muss etwas sein, das ausserhalb unserer Logik liegt, da es sonst zu Widersprüchen führt. Da finde ich den Namen Macht ganz OK. Man kann es von mir aus aber auch anders bezeichnen.

Man muss nicht einen Grund haben, um eine These zu verwerfen, man muss einen Grund haben, eine These aufzustellen und beizubehalten!

Ich hoffe das ist Grund genug sie aufzustellen. Ob ich sie beibehalte weiss ich noch nicht. (Das kann man sowieso nie wissen) Ich habe da bis jetzt nicht all zu lange drüber nachgedacht, da es weder eine Auswirkung auf mein leben hat, wenn die These stimmt, noch wenn sie falsch ist.

Es sollte jede These nach Möglichkeit verworfen werden. Nur die Thesen, die nicht verworfen werden können, sind gute Thesen. Das ist Ockhams Rasiermesser – und aus obiger Erklärung sollte klar hervorgehen, warum es zwingend ist: Es ist die einzige Möglichkeit, totale Beliebigkeit zu vermeiden.

Ich weiss.

Wenn es aber einen Gott gibt, der sehr komplex ist, allmächtig, etc., so kann man davon ausgehen, dass wir ihn egal sind, da er sich nicht zeigt.

Das ist eines der Argumente, weshalb ich immer wieder sage, dass das Christentum zu 100% widerlegt ist. :-)

Da bin ich ganz deiner Meinung.

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Re: Ockham [ Re: Der Anfang ] (mrw)


Am 27.05.2008 15:09 schrieb mrw:

Genau genommen:

Irgendwie muss es zu irgendwas gekommen sein.

Das ist momentan meine einzige sichere Aussage in Bezug auf den Anfang. Nur schon das als «Macht» zu bezeichnen geht mir zu weit.

Ich vermute, dass mit neuen Theorien (sprich die berühmte «Weltformel») neue Vorhersagen auftauchen werden, wie das Ganze angefangen hat. Dann erst hat man eine sinnvolle These. Nur zweifle ich daran, dass uns die Antwort, die uns möglicherweise erwartet, befriedigen wird. Aber das war ja noch nie ein Kriterium. Wir müssen das akzeptieren, was sich aus Forschung und Wissenschaft ergibt, und nicht umgekehrt.

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Re: Ockham [ Re: Der Anfang ] (julius-schmid)


Am 28.05.2008 11:06 schrieb julius-schmid:

Am 27.05.2008 15:09 schrieb mrw:
Genau genommen:
Irgendwie muss es zu irgendwas gekommen sein.
Das ist momentan meine einzige sichere Aussage in Bezug auf den Anfang. Nur schon das als «Macht» zu bezeichnen geht mir zu weit.

Das kann ich verstehen.

Ich vermute, dass mit neuen Theorien (sprich die berühmte «Weltformel») neue Vorhersagen auftauchen werden, wie das Ganze angefangen hat. Dann erst hat man eine sinnvolle These. Nur zweifle ich daran, dass uns die Antwort, die uns möglicherweise erwartet, befriedigen wird. Aber das war ja noch nie ein Kriterium. Wir müssen das akzeptieren, was sich aus Forschung und Wissenschaft ergibt, und nicht umgekehrt.

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