Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Die lange versprochene Antwort (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 30.05.2008 14:36 schrieb mrw:

Hallo Silary

Hier kommt die lange versprochene Antwort auf Deinen Beitrag von vorgestern. Ich habe extra eigens neue Artikel im redaktionellen Teil angelegt, die auf Fragen eingehen, die Du hier aufwirfst. Da hier einiges zusammen kommt, bitte ich Dich, Kommentare zu diesen Artikeln jeweils dort zu platzieren, damit die Diskussionsstränge besser auseinandergehalten werden können.

Und gleich zu Beginn noch eine Bitte: Wenn Du mit einer Aussage nicht zufrieden bist, dann erkläre Deine Position möglichst gelassen, klar und konkret, – ganz ohne Pauschalvorwürfe, Anschuldigungen und Kraftausdrücke. Wenn es Dir gelingt, dann versuche, meine Position zu verstehen und formuliere Deine Antwort so, dass ich sie aus meiner Warte verstehen kann. Nur wenn wir uns bemühen, gegenseitig aufeinander einzugehen und die jeweils andere Position zu verstehen, kann eine sinnvolle und für beide Seiten lehrreiche Diskussion entstehen. Ich habe mich meinerseits sehr darum bemüht und hoffe, dass Du diesem Beispiel folgen magst.

Warum die Wissenschaft der Religion vorzuziehen ist

Am 28.05.2008 13:47 schrieb silary:
"Natürlich. [B] ist das wissenschaftliche Weltbild. Das ist fest gegeben. [A] kann man allenfalls noch dem aufpfropfen."

Warum nicht: "Natürlich. [A] ist die göttliche Ordnung. Das ist fest gegeben. [B] das wissenschaftliche Weltbild kann man allenfalls noch dem aufpfropfen."???

Dafür gibt es einige Gründe, z.B.:

Weil «Das wissenschaftliche Weltbild» klar definiert ist, hingegen ist es völlig unklar, was Du mit «Die göttliche Ordnung» meinst. Wenn Du mit einer «göttlichen Ordnung» argumentierst, dann verpflichtet Dich das dazu, im Detail zu erläutern was Du darunter verstehst. Beim Versuch einer solchen Erläuterung wirst Du feststellen, wie komplex die Annahme einer «göttlichen Ordnung» tatsächlich ist, wenn Du Deine Definition nicht genau genug machst, werde ich Dich nämlich andauernd löchern und nachfragen.

Weil das wissenschaftliche Weltbild ohne Gott auskommt, ein göttliches Weltbild hingegen nicht ohne das wissenschaftliche als Grundlage. zumindest verstand ich es so, dass wir uns darüber einig wären, dass der wissenschaftliche Ansatz richtig ist. Immerhin hast Du mehrmals geäussert, dass Du die ganze wissenschaftliche Erkenntnis seit dem Urknall nicht in Frage stellen würdest.

Im neuen Artikel «Nur Wissenschaft führt zu wahrer Erkenntnis» habe ich ausführlich dargelegt, warum der Mensch nur durch die Wissenschaft zu gesicherter Erkenntnis gelangen kann.

Wenn Du mit den Ausführungen dort nicht einverstanden bist, bitte ich Dich, gleich dort ganz unten dem Verweis in die Diskussion zu jenem Artikel zu folgen, und Deine Gegenargumente dort einzubringen, damit die Diskussion hier in diesem Strang nicht so wild durcheinander gerät.

Gottes Wege sind unergründlich

"Der christliche Gott ist ohnehin eindeutig widerlegt, aufgrund der eigenen Widersprüche"

Wie kannst du denken, dass das Geschöpf mit der geschöpften Logik den Schöpfer widerlegen kann? Das ist ja, wie wenn ein Playmobilmännchen mit seinem Plastikfigürchendenkvermögen beweisen will, dass es keine Playmobilfabrik gibt.

Das fliesst ein bisschen in das obige Thema hinein, da hier auch Zweifel an der Wissenschaft spürbar sind, die mit dem oben verwiesenen Artikel zerstreut werden sollten. Die Grundfrage aber, ob und wie die Logik auf einen Gott anwendbar ist, kann hingegen separat beantwortet werden.

Für diesen Punkt verweise ich Dich auf den neuen Artikel: Gottes Wege sind unergründlich.

Bitte platziere Deine allfälligen Kommentare zu diesem Thema gleich dort.

Der christliche Gott?

"Es wurde keine Erklärung [A] genannt, die ohne [B] existieren könnte. "

Damit sagst du nur aus, dass du nicht vom christlichen Gott sprichst.

Diese Aussage liess mich vermuten, dass Du Christ seist.

Wie bereits geschrieben: Der christliche Gott ist gültig widerlegt. Falls Du trotzdem über den christlichen Gott diskutieren willst, dann starte doch bitte ein ganz neues Thema da: Neuen Beitrag schreiben

Ockham?

Wir sind nun weit vom ursprünglichen Thema Ockhams Rasiermesser abgewichen. Falls Du über Ockham diskutieren willst, starte doch auch ein neues Thema unter: Neuen Beitrag schreiben

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Re: Die Leere der falschen Unterstellung [ Re: In welche Leere? [ Re: @silary: Der Anfang ] ] (julius-schmid)


Am 28.05.2008 17:32 schrieb julius-schmid:

Am 28.05.2008 13:47 schrieb silary:
.. Aufregen tu ich mich in erster Linie, weil du den Atheismus extremistisch, Fundamental und unglaubhaft darstellt. Diese Domain hat etwas ernstnehmbares verdient. Aber jeder der deine Texte liest, bekommt ein total falsches Bild vom Durchschnittsatheisten.

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Re: Die Leere der falschen Unterstellung [ Re: In welche Leere? [ Re: @silary: Der Anfang ] ] (datura)


Am 28.05.2008 21:49 schrieb datura:

Am 28.05.2008 13:47 schrieb silary:
Wie kannst du denken, dass das Geschöpf mit der geschöpften Logik den Schöpfer widerlegen kann? Das ist ja, wie wenn ein Playmobilmännchen mit seinem Plastikfigürchendenkvermögen beweisen will, dass es keine Playmobilfabrik gibt.

Ich kann mir seine Argumentationsweise nur mit religiöser Gottesablehnung erklären. Mit einen 100% rationalen Weltbild hat seine Ablehnung meiner Ansicht nach nichts mehr zu tun.

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Re: Die Leere der falschen Unterstellung [ Re: In welche Leere? [ Re: @silary: Der Anfang ] ] (gwendolan)


Am 29.05.2008 08:38 schrieb gwendolan:

Wie kannst du denken, dass das Geschöpf mit der geschöpften Logik den Schöpfer widerlegen kann? Das ist ja, wie wenn ein Playmobilmännchen mit seinem Plastikfigürchendenkvermögen beweisen will, dass es keine Playmobilfabrik gibt.

Ich habenie verstanden, weshalb Logik nichts universelles sein soll. Dieses Argument kommt immer wieder in der einen oder anderen Form, erscheint mir aber kompletter Unsinn zu sein. Hallo? Logik ist Logik, das hat nichts mit einer immaginären metaphysischen Hierarchiestufe zu tun! Abgesehen davon: Wir sind keine Geschöpfe. Wir wissen wie wir entstanden sind, und Götter hatten damit nichts zu tun. Insbesondere hat die Realität nichts mit den zwei christlichen Schöpfungslegenden gemein (welche sich überigens gegenseitig schon ausschliessen).

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Stilfragen [ Re: Die Leere der falschen Unterstellung [ … ] ] (mrw)


Am 29.05.2008 12:03 schrieb mrw:

Du bringst einige neue Aspekte in die Diskussion ein. Interessanterweise handelt es sich zum Teil um dieselben Irrtümer, denen Datura unterliegt. Daher möchte ich umfassend darauf eingehen, da hier offenbar sehr unterschiedliche Auffassungen da sind. Offenbar fehlt der Diskussion die gemeinsame Basis. Ich brauche etwas Zeit, diese umfassend zu beantworten. Vielleicht können wir eine gemeinsame Basis herstellen.

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