Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: An die Christen (mysli)

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Diskussionsbeitrag:

Am 19.04.2008 00:20 schrieb mysli:

Hallo Pitsch und Invisibly

So schnelle, freundliche Antworten hätte ich nicht erwartet. Nun gut, dann probiere ich es mal mit einer Antwort. Also eins schon mal vorweg, mit meinen Augen sah ich IHN noch nie. Aber das ist auch gut so, denn laut Bibel muss das echt krass sein. ER zeigt sich mir auf ganz verschiedene Arten.

Zum Beispiel bei Gebetserhörungen: Das erste Mal, da war ich ungefähr 11 Jahre alt. Mein Problem war da, dass ich nicht gut im Sport war und wir Tennisball – Weitwurf geübt hatten. Ich kam nicht weit. Heute lache ich darüber, aber es war für mich damals echt ein Problem. Also betete ich, da ich in der Sonntagsschule gelernt hatte, dass man Gott alles sagen kann. In der nächsten Turnstunde gab der Lehrer mir einige Tipps und ich kam ein paar Meter weiter. Nicht viel, aber für mich war das der Hammer. Es ist zwar nicht das aktuellste Beispiel, doch ich finde es schön, dass Gott auch einem Kind antwortet.

Durch Heilungen: Ein Bekannter von mir wurde vor wenigen Wochen durch Gebet geheilt (Diskushernie).

Durch andere Menschen: Sie versuchen wirklich, so zu leben, wie Jesus das möchte. Das bedeutet, dass sie ihren Mitmenschen Liebe entgegenbringen. Sie kümmern sich um die Randständigen in der Gesellschaft. Sie versuchen, immer wieder zu vergeben. Sie fangen jeden Tag wieder von vorne an, andere und sich selber mit allen Fehlern und Mängel anzunehmen. In dieser Gemeinschaft fühle ich mich wohl. Auch ich versuche so zu leben.

Durch den heiligen Geist: Das wird jetzt ein bisschen abstrakt, es ist nämlich sehr schwierig zu beschreiben. Es hat nicht unbedingt mit Gefühlen oder Gedanken zu tun. Wenn man mit Gott lebt, lebt man eine Beziehung. Manchmal streite ich mit Gott (ziehe dabei aber immer den Kürzeren  ), manchmal läuft die Beziehung super, manchmal nicht. Manchmal ist ein Gedanke da und ich weiss nicht, woher der kommt. Oder ich habe den Eindruck, etwas Bestimmtes zu tun, das sich im Nachhinein als richtig herausstellt. Es ist einfach noch etwas da, dass Grösser ist als ich.

Durch Jesus – das ist wohl das Wichtigste. Wenn ich die Berichte über ihn in der Bibel lese, staune ich darüber, wie er mit den Menschen umgegangen ist. Er konnte sie heilen und verwandeln. Die Bibel ist aber nicht immer einfach für mich. Ich verstehe die Schwierigkeiten, die ihr damit habt, denn auch ich verstehe nicht immer alles. Aber Gott ist grösser als ich und meine Gedanken sind nicht seine Gedanken. Und doch glaube ich, dass Gott mich liebt. Ich bin IHM nicht egal, sonst wäre Jesus nicht für mich gestorben. Vor einigen Jahren lag ich nachts auf einer Wiese und schaute hinauf zum Sternenhimmel. Ich musste dann daran denken, dass ER, der all das geschaffen hat, mich liebt. Da fühlte ich mich sehr geborgen.

Beantwortet das deine Frage, Pitsch?

Liebe Grüsse Mysli

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Re: An die Christen (pitsch)


Am 19.04.2008 11:08 schrieb pitsch:

Hallo mysli. Erstens einmal danke für deine Antwort!

Am 19.04.2008 00:20 schrieb mysli:
Also eins schon mal vorweg, mit meinen Augen sah ich IHN noch nie.

Schade… (Die Frage gilt weiterhin! Wenn jemand (ganz besonders die, die ihn mit eigenen Augen sehen) weitere Erlebnisse zu berichten hat, einfach posten! ;-))

Zum Beispiel bei Gebetserhörungen:
Das erste Mal, da war ich ungefähr 11 Jahre alt. Mein Problem war da, dass ich nicht gut im Sport war und wir Tennisball – Weitwurf geübt hatten. Ich kam nicht weit. […] Also > betete ich, da ich in der Sonntagsschule gelernt hatte, dass man Gott alles sagen kann. In der nächsten Turnstunde gab der Lehrer mir einige Tipps und ich kam ein paar Meter

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Schizofrenie? [ Re: An die Christen ] (mrw)


Am 19.04.2008 12:46 schrieb mrw:

Ich wollte mich aus dieser Diskussion eigentlich heraushalten. Aber eine Frage stelle ich mir schon, wenn ich den Beitrag von Mysli lese.

Kann es sein, dass Gotteserlebnisse mit zwei körperlich- geistigen Eigenschaften zu tun haben:

Die Schilderungen von Mysli lassen in mir die Vermutung aufkommen, dass es sich um eine Form von leichter Schizofrenie handeln könnte: Man spricht mit sich selbst, mit seinem eigenen alten Ego, und glaubt dabei, man rede mit Gott.

Das soll keine Beleidigung sein, es ist einfach der Gedanke, der mir beim Lesen des Beitrags gekommen ist.

Das würde auch erklären, warum Gott nicht mit jedem Menschen spricht. Offenbar habe ich einen schwachen Schläfenlappen und neige nicht zu Schizofrenie, darum habe ich keine göttlichen Erlebnisse und es sprechen keine Götter oder Geister mit mir.

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