Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: An die Christen (pitsch)

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Diskussionsbeitrag:

Am 20.04.2008 13:12 schrieb pitsch:

Am 20.04.2008 12:01 schrieb mysli:
Laut der Erzählung des Bekannten geschah die Heilung über Nacht. Also von einem Tag auf den anderen. Normalerweise geht das länger.

Ich wage dies zu bezweifeln. Spielt aber eigentlich keine Rolle, denn ich kenne ihn nicht, ich weiss nicht wie schlimm sein Bandscheibenvorfall war und all die anderen Umstände.

Doch: Gott vergibt!

Gott vergibt nur in einzelnen Fällen. Und vorallem: Er hat gar nichts zu vergeben! Wenn er uns, den "perfekten" Mensch erschaffen hat und er allmächtig ist, dann hat er versagt, wenn wir nicht so funktionieren, wie er es will. Der freie Willen spielt keine Rolle, denn wenn er gewollt hätte, dass wir genau so sind, wie er es will, dann hätte er den freien Willen einfach nicht mit "einbauen" sollen.

Jesus hat ein vorbildliches Leben geführt. Er hat sich um Leute gekümmert, die von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden (Aussätzige, Zöllner und
Prostituierte). Er hatte aber auch keine scheu, die Wahrheit und seine Meinung deutlich zu sagen, z. B. gegenüber den Pharisäern.
Den Artikel habe ich gelesen und er überzeugt mich nicht! Eure Argumente sind ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Also, wenn du so leben willst wie Jesus, dann musst du heilen und andere zum Leben erwecken können. Denn sonnst überragen deine schlechten Eigenschaften deine guten! Du würdest zum Sozialfall werden. Jesus hat seine Meinung gesagt, dass heisst aber noch lange nicht, dass seine Meinung "gut" ist! Warum hat er nie etwas gegen die Todesstrafe gesagt? Stattdessen verflucht er lieber die Ungläubigen. Ich denke nicht, dass die Argumente "an den Haaren herbeigezogen" sind, vielmehr denke ich, dass die Christen einfach gerne nur Gutes in seinem Verhalten sehen. Für Atheisten besteht natürlich ebenso die Gefahr, nur das Schlechte zu sehen, daher gebe ich dir natürlich Recht, dass es vorbildlich ist, kranke Menschen zu unterstützen (oder gar heilen, wenn es möglich ist) und sozial benachteiligte bei sich aufzunehmen.

Die Art, wie ich lebe, hat sehr viel mit meinem Glauben an Gott zu tun. Man kann Glauben und Alltag nicht trennen, das ist eine Einheit. Du agierst ja auch in deinem Alltag als Atheist, oder?

Ich war Christ, bin es theoretisch immernoch, d.h. ich bin noch nicht aus der Kirche ausgetretten (Aus bequemlichkeit, ich werde es nächstens tun ;-)). Ich habe meinen Alltag kaum nach dem Glauben gerichtet. Ich gebe zu, dass ich als kleines Kind sogar gebetet habe, sobald ich aber im Alter war, selbst nachzudenken wurde mir dann langsam klar, dass dies einfach nonsense ist. Was genau meinst du mit agieren? Ich kann meinen Alltag unabhängig gestalten, ich muss mich nicht an irgendwelche Rituale des Christentums halten und muss nicht darauf achten nicht zu Fluchen. Kurz: Ich bin frei, unabhängig von allem was mit Religion zu tun hat. Und ich könnte mir da keine bessere Variante vorstellen!

Die Evangelien können durchaus als historisch gelten. Anderen anerkannten historischen Schriften, z. B. von den Römern, stehen sie punkto Belegung nicht nach (Siehe: Die Tatsache der Auferstehung;Josh McDowell).

Ich kenne zuwenig Tatsachen über die historischen Belege der Evangelien, um hier gross zu diskutieren, vielleicht kennt sich mrw, oder sonst jemand besser damit aus ;-). Was ich weiss, ist aber, dass alle Evangelien etwa ein, zwei Generationen nach Jesus Leben geschrieben wurde und bis dahin nur mündlich weitergegeben wurde. Sie stecken ausserdem voll von Widersprüchen und sind daher meines Erachtens nicht sehr glaubaft.

Und für Christen ist die Auferstehung der einzige Grund zu glauben!

Das ist traurig, denn dann basiert euer Glauben auf einer der unrealististen und meist diskutierten Stelle der Bibel.

pitsch

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