Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Schizofrenie? [Re: An die Christen] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 19.04.2008 12:46 schrieb mrw:

Ich wollte mich aus dieser Diskussion eigentlich heraushalten. Aber eine Frage stelle ich mir schon, wenn ich den Beitrag von Mysli lese.

Kann es sein, dass Gotteserlebnisse mit zwei körperlich- geistigen Eigenschaften zu tun haben:

Die Schilderungen von Mysli lassen in mir die Vermutung aufkommen, dass es sich um eine Form von leichter Schizofrenie handeln könnte: Man spricht mit sich selbst, mit seinem eigenen alten Ego, und glaubt dabei, man rede mit Gott.

Das soll keine Beleidigung sein, es ist einfach der Gedanke, der mir beim Lesen des Beitrags gekommen ist.

Das würde auch erklären, warum Gott nicht mit jedem Menschen spricht. Offenbar habe ich einen schwachen Schläfenlappen und neige nicht zu Schizofrenie, darum habe ich keine göttlichen Erlebnisse und es sprechen keine Götter oder Geister mit mir.

Übrigens, Mysli: Die Erlebnisse, die Du hast, haben andere Menschen mit anderen Religionen auch. Die glauben dann nicht, dass sie mit dem Christengott reden würden, sie reden halt mit Vishnu, Shiva, Buddha, Allah, Zeus, dem Urgrossvater oder sonstwem. Auch dort gibt es Spontanheilungen oder «Hilfeleistungen».

Es ist völlig normal, dass manche Krankheiten von selbst heilen. Heilung hat mit vielen Faktoren zu tun. Dazu gehört auch die eigene innere Einstellung, die natürlich durch Glaube oder Gebete beeinflusst werden kann. Aber dazu muss man nicht Christ sein, oder an einen Gott glauben. An sich selbst zu glauben genügt oft, um eine Krankheit zu besiegen.

Ballspiel: Du denkst nur, dass Gott Dir geholfen hat, weil Du gebetet hast. Hättest Du nicht gebetet, hätte Dir der Lehrer vermutlich trotzdem geholfen, Du hättest dann aber nicht gedacht: «Hoppla, ich brauche keinen Gott, der mir hilft», sondern Du hättest Dir weiter gar nichts dazu gedacht. Das nennt man selektive Wahrnehmung: Weil Du durch Dein Gebet vorgeprägt warst und Hilfe erwartet hast, denkst Du automatisch, dass die Hilfe, die sowieso gekommen wäre, ein Resultat von Deinem Gebet gewesen sei. Darum bleibt dieses Erlebnis auch in Deinem Gedächtnis haften, während Du es einfach wieder vergessen hättest, wenn das Gebet nichts gebracht hätte.

Anders gesagt: Als Individuum, als Subjekt bewertest Du Deine eigenen Erlebnisse subjektiv nach Deinen eigenen Kriterien. Eine objektive Untersuchung Deiner Erlebnisse im Vergleich mit den Erlebnissen von tausend anderen Christen und Atheisten würde ergeben, dass sich alles im normalen statistischen Rahmen bewegt und Gebete keinen Einfluss haben, ausser natürlich, dass sie im Fall einer Krankheit die erhöhen1) oder auch erniedrigen2) können.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Schizofrenie? (datura)


Am 19.04.2008 17:26 schrieb datura:

Eine ganz andere Frage: Das soll jetzt keine Beleidigung an Menschen sein die nicht an Gott glauben, da auch ich dazu gehöre! Könnte es sein dass Atheisten eine Fehlfunktion im Gehirn haben? In den Meisten fällen kommt eine Krankheit seltener vor als ein gesunder Zustand!

Da ich zwar Medikamente gegen Epilepsie nehme aber noch kein Gotteserlebnis hatte ist diese Frage durchaus berechtigt.

Dies währe ja auch denkmöglich!

1.) Die meisten Menschen sind Gläubig. 2.) Gesunde Gehirne kommen häufiger vor als kranke.

Könnte es daher sein, dass Menschen, die nicht an Gott glauben eine Fehlfunktion haben? Bevor man gläubige Menschen als 'krank' abstempelt sollte man sich die Frage analysieren, ob man nicht möglicherweise selbst krank ist.

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1) Erhöht wird die Heilchance, wenn die kranke Person glaubt, dass Gott ihr helfe.
2) Reduziert wird die Heilchance, wenn die kranke Person denkt, dass ihr die Ärzte nicht mehr helfen können und darum gebetet werden müsse. Dazu gibt es eine Studie, die zeigt, dass bei Personen, für die gebetet wird, und die davon wissen, die Heilungschancen sinken.
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