Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Erbschuld und deren Ablehnung? (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 22.03.2008 23:04 schrieb datura:

Mrw schreibst irgentwo:

Ein sehr überzeugendes Argument. Da kann man geradesogut sagen: "Man kann die heutigen Nazis und Rechtsextremen doch nicht für die Fehler der Vergangenheit verantwortlich machen!" Wo ist der Unterschied? Das Christentum hat noch viel mehr Menschen auf dem Gewissen, als Nationalsozialismus und Stalinismus zusammen.

Einerseits lehnst Du angeblich Erbschuld ab, andererseits sind die Neonazis für die Morde im 3. Reich verantwortlich. Ist hier nicht ein Widerspruch?

Ich kann doch nicht den heutigen Papst Benidikt XVI doch nicht für die Verbrechen im 16. und 17. Jahrhundert verantwortlich machen. Dazu ist er zu jung.

Oder glaubst Du vielleicht dass der Papst eine Wiedergeburt der damaligen Päpste ist? Das ist doch ein Widerspruch. Ebenso kann man einen 30-jährigen Arzt nicht für die Verbrechen von Dr. Mengele im KZ Ausschwitz verantwortlich machen, es sei denn man glaubt dass er eine Wiedergeburt ist.

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Re: Erbschuld und deren Ablehnung? (gwendolan)


Am 23.03.2008 01:26 schrieb gwendolan:

Nicht den Papst - die Kirche selbst, welche noch die gleiche Organisation ist wie damals!

Den Papst kann man für seine eigenen Verbrechen verantwortlich machen, wie zum Beispiel seine Mitschuld am grausamen Tod von tausenden Menschen in Aidsverseuchten Gebieten.

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Zusammenfassung [ Re: Erbschuld und deren Ablehnung? ] (mrw)


Am 25.03.2008 14:17 schrieb mrw:

Ich seid in der Diskussion sehr abgeschweift. Also komme ich nochmals zum eigentlichen Punkt zurück.

In allem bisher gesagten stimme ich Gwendolan bei, auch seiner Kritik an Daturas Diskussionsstil. Dieser ist der Grund, warum ich nur noch selten antworte.

Datura: Du verwechselst die individuelle Schuld mit der Schuld, die eine verbrecherische Ideologie auf sich lädt. Anhänger einer verbrecherischen, unmenschlichen Ideologie tragen eine Mitschuld an den Verbrechen, da sie diese durch die Unterstützung zumindest indirekt befürworten.

Was Papst, AIDS und sexuelle Enthaltsamkeit betrifft: Die katholischen Päpste haben selbst wie wild herum gehurt (vgl. Karlheinz Deschner, «Kriminalgeschichte des Christentums»: Band 1: «Die Frühzeit», Band 2: «Die Spätantike», Band 3: «Die Alte Kirche», Band 4: «Das Frühmittelalter», Band 5: «Das 9. und 10. Jahrhundert», Band 6: «Das 11. und 12. Jahrhundert», Band 7: «Das 13. und 14. Jahrhundert», Band 8: «Das 15. und 16. Jahrhundert. Vom Exil der Päpste in Avignon bis zum Augsburger Religionsfrieden», Band 9: «Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung»). Allein diese doppelzüngige Moral ist für sich genommen schon ein Verbrechen. Die christliche Sexuamoral ist nebst der Erfindung der Sünde ein weiteres Hilfsmittel, um die Menschheit zu knechten. In Bezug auf AIDS verschärft die Politik des Papstes zumindest das Problem, zumal die betroffenen Menschen in der Regel schlecht gebildet und somit besonders anfällig für Religion sind.

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